Gambling Research Centre

Forschung oder eine Gegenkampagne?

Ein Gambling Research Centre ist eine Forschungsstelle für das Glücksspiel. In Deutschland gibt es so ein Institut bei der Universität von Hohenheim. Die Schwerpunkte im Bereich Glücksspiel-Forschung liegen in der Konsumforschung, juristischen Fragen, mathematisch-statistischen Wahrscheinlichkeitsrechnungen und selbstverständlich in der Marktforschung.

Unter den Begriff „Glücksspiele“ fallen unter anderem Lotto, Sportwetten und beliebte Casino Spiele, wie zum Beispiel Dolphins Pearl. Das Geschäft mit den Glücksspielen erreicht jährlich Umsätze in zwei- bis dreistelligen Milliarden-Höhen weltweit. Es gibt viele Einrichtungen, die sich dem Verbraucherschutz gewidmet haben. Darunter fallen unter anderem die Aufsichtsbehörden, die die Glücksspiel-Lizenzen vergeben und den Markt regulieren oder andere unabhängige Institute. Das Forschungscenter soll als eine objektive Einrichtung gesehen werden, die alle Bereiche des Glücksspiels, der Spieler und der Vermarktung des Glücksspiels analysiert. Es gibt weltweit verschiedene Forschungszentren, die sich offiziell mit dem Glücksspiel beschäftigen.

Die Ziele des Forschungszentrums sind wissenschaftliche Untersuchungen in den Bereichen Spiele/ Wetten, Psychologie/ Konsumverhalten und Rechtswissenschaft/ Politikgestaltung.

Arbeit des Forschungszentrums

Das Forschungszentrum für Glücksspiele stellt Forschungen im wissenschaftlichen Interesse an. Nicht alle Studien dienen der Wissenschaft. Einige Untersuchungen behandeln Fragestellungen von dritten Auftraggebern. Neben der Wissenschaft stehen Aspekte der Politik oder des juristischen Rechts im Vordergrund. Selbstverständlich spielen die Spiele selbst eine große Rolle. Wahrscheinlichkeitsrechnungen, Erwartungswerte und Nutzentheorien werden ermittelt und aufgestellt.

Der Forschungsbedarf richtet sich im Groben auf die Fachbereiche:

 Regulierung

Dieser Bereich deckt die juristischen Aspekte in Bezug auf das Glücksspiel ab. Es werden Gestaltungsmöglichkeiten des Glücksspiels, Werberichtlinien und die Auswirkungen von Regulierungsmaßnahmen analysiert.

 Prävalenz

In diesem Bereich geht es um den Glücksspielmarkt mit Hinblick auf das tatsächliche Angebot der Glücksspiele und ihre Konsumenten. Es werden Schwerpunkte auf das online Angebot und den terrestrischen Markt gelegt. Alters- und Geschlechtsspezifisches Konsumverhalten wird analysiert, aber auch der Aspekt von Geldwäsche über das Glücksspiel spielt eine große Rolle.

 Prävention und Therapie

Dieser Bereich bezieht sich ausschließlich auf den Konsumenten. Beispielsweise werden Studien zum Konsumverhalten von Spielern mit oder ohne Spielsucht vollzogen. Ein weiteres, großes Thema ist die Vorbeugung einer Suchtgefahr und Maßnahmen seitens der Spieleinrichtungen. Therapieansätze für pathologische Spielerwerden entwickelt, ihre Erfolgsausichten werden benannt und festgehalten. Persönlichkeitsmerkmale von Risikogruppen werden definiert (zum Beispiel: Kriminalitätsbereitschaft, Geschlecht oder Migrationshintergrund).

 Ökonomie

Der Bereich Ökonomie setzt sich mit volkswirtschaftlichen Kostenanalysen auseinander. Aspekte der staatlichen Einnahmen in Bezug auf Steuergelder und Ausgaben im Zusammenhang mit Therapiekosten, Aufsichtsbehörden und Weiterem werden analysiert. Ein Gesamtbild des allgemeinen Konsums und Kostenrechnungen werden erstellt.

Forschung oder Gegenkampagne?

Häufig wird versucht das Glücksspiel negativ darzustellen und diesen Standpunkt mit selbst-durchgeführten Studien zu belegen. Die Glücksspiel-Branche wird als ein zwiespältiger Geschäftszweig dargestellt, der durch im psychologischen Sinn hinterhältige Marketingtricks versucht den Spielern das Geld aus der Tasche zu locken. Durch die Gewinnaussichten würden beim unwissenden Konsumenten latente Bedürfnisse im Sinne von Träumen erweckt, ohne eine echte Chance zu haben diese Träume in Realität umsetzen zu können. Es wäre ein sehr profitabler Handel mit „Luft“, der keine Rücksicht auf Verluste nimmt. Sogenannte „Spielsüchtige“ würden indirekt in ihrer Sucht gefördert, was zu hohen Verlusten und unbezahlbaren Schulden führen würde. Neben dem finanziellen Ruin drohen bei einer Spielsucht zusätzliche psychische Probleme, die sich immens in allen Bereichen des Lebens widerspiegeln.

Dabei sollte es jedem Spieler von Anfang an klar sein, dass zwar „alle“ bei den beliebten Glücksspielen gewinnen können, aber selbstverständlich nicht „jeder“. Wenn wirklich jeder gewinnen würde, dann würden alle Casinos Insolvenz anmelden und von heute auf morgen schließen. In erster Linie sind Glücksspiele als eine Art Entertainment anzusehen. Man bekommt für seine Investition eine Aussicht auf höhere Gewinne und somit ein unglaubliches Gefühlserlebnis. Spieler mit einem gesunden Konsumverhalten wissen diese Art von Unterhaltung sehr gut zu schätzen und sind gerne bereit für diesen Adrenalinkick zu bezahlen. Schließlich gewinnt man von Zeit zur Zeit gutes Geld. 

Die Stellung am Markt ist durch die Konkurrenz hart umkämpft und man kommt besonders in Bezug auf die Neukundengewinnung nicht ohne durchdachte Marketingstrategien und verzwickte Geschäftsversprechen aus. Spielsüchtige sind in den Spieleinrichtungen nicht gerne gesehen. Jedes gute Casino führt Präventionsmaßnahmen bei Verdacht auf eine Spielsucht durch. Auch Freunde und Verwandte eines von der Spielsucht Befallenen werden von den Support Zentren angehört und es wird immer versucht weiterzuhelfen. Sollen denn etwa „gesunde“ Spieler auf diesen Rausch verzichten müssen, nur weil einige sich nicht unter Kontrolle haben?

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