Fairer Kaffee für einen guten Zweck

Die Gewinner des dritten Platzes aus Buchen mit Ute Heß. (Foto: pm)

Schulförderverein aus Buchen gewinnt dritten Platz bei Förderpreis

Stuttgart. (pm) Der Förderverein Impulse e.V. aus Buchen (Odenwald) hat den dritten Platz beim Förderpreis Ehrenamt macht Schule gewonnen. Der Preis wurde vom Landes- verband der Schulfördervereine Baden-Württemberg e.V. (LSFV BW) ausgeschrieben und durch die Staatliche Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg unterstützt. Für das Projekt „Namaste Nepal sAG“ der Abt-Bessel-Realschule Buchen erhielt der Förderverein bei der Preisverleihung am Mittwochabend in Stuttgart ein Preisgeld von 2.000 Euro.

Der diesjährige Förderpreis des LSFV BW stand unter dem Motto „Selfmade – Aus eigener Herstellung“ und prämierte Projekte, die durch die Herstellung von Produkten den Schülerinnen und Schülern vielfältige Kompetenzen vermitteln, wie etwa Umweltschutz, betriebswirtschaftliche Fähigkeiten, Kreativität und Teamarbeit. Der Förderverein Impulse e.V. der Abt-Bessel-Realschule Buchen hatte sich mit fair gehandeltem Nepal-Kaffee um den Preis beworben, der mit insgesamt 12.000 Euro dotiert ist.

Die Mitglieder der Schülerfirma „Namaste Nepal sAG“ importieren hochwertigen, fair gehandelten Rohkaffee von den Bergbauern Nepals, rösten diesen in der Region und vertreiben ihn schließlich über den Schulladen sowie über Kooperationspartner. Der Erlös wiederum fließt zurück nach Nepal, um den Bau von Schulen und einer gesundheitlichen Versorgung zu gewährleisten.

Dr. Carsten Rabe vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport würdigte in seiner Laudatio das verdienst- volle Unterfangen der Schülerinnen und Schüler der „Namaste Nepal sAG“, durch Kaffeehandel Kleinbauern in Nepal zu unterstützen. Rabe machte in seiner Rede deutlich, wie beliebt Kaffee bei den Deutschen sei, Nepal aber als Kaffeelieferant kaum Beachtung finde. Dass die Schülerfirma derzeit 160 Kleinbauern das Auskommen sichere und den Aufbau von Schulen mitfinanziere, sei eine besondere Leistung und nur mit viel Engagement, Begeisterung und Empathie für das Projekt in Nepal zu erreichen.

Grußwort der Kultusministerin

Zu Beginn der Verleihung im Hospitalhof würdigte Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann das Engagement der Schulfördervereine im Land und betonte die Wichtigkeit außerschulischen Ler- nens für die ganzheitliche Bildung. Sie eröffneten neue Erfahrungs- und Handlungsorte und machten etwa biologische Vielfalt erlebbar. Auch Lotto-Geschäftsführer Georg Wacker zeigte sich beeindruckt von dem Engagement der Ehrenamtlichen und dankte Ute Heß, Vorsitzende des LSFV BW, für die großartige Leistung des Landesverbands bei der Unterstützung der 1.400 Mitgliedsvereine.

Die Gewinner

Im März/April bewarben sich rund 60 Schulfördervereine aus Baden-Württemberg um den Förderpreis Ehrenamt macht Schule, fünf von ihnen erhielten Preisgelder im Wert von insgesamt 12.000 Euro. Den ersten Platz des Förderpreises erlangte der Förderverein der Paul-Aldinger- Schule Steinheim-Kleinbottwar für die Unterstützung des schuleigenen Weinbergs. Zweiter wurde der Förderverein der Grundschule Täferrot. Die Schule besitzt einen Schulbauernhof, in dem die Kinder tatkräftig mithelfen und u.a. Apfelsaft selbst herstellen. Die beiden vierten Plätze gingen an den Förderverein des Schulzentrum Buhren für die Schülerfirma „KrimsKrams“ und deren Backmischungen sowie den Förderverein der Schillerschule Bissingen

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