Jugendfeuerwehren erhalten Leistungsspangen

Die Mannschaften, Betreuer und Schiedsrichter nach der Verleihung der höchsten Auszeichnung der Deutschen Jugendfeuerwehr. (Foto: Grimm)
Buchen. (mag) Wie lange braucht Ihr, um eine Schlauchleitung von 120m Länge sauber auszulegen? Wie schnell könnt Ihr als Gruppe 1.500m laufen?

Diesen und vielen anderen Fragen gingen die Mannschaften nach monatelangem Üben und Trainieren am Samstag, im Buchener Frankenlandstadtion bei der Abnahme des höchsten Abzeichens der Deutschen Jugendfeuerwehr auf den Grund.

Insgesamt neun Gruppen mit je neun Jugendlichen, darunter auch Elztal aus dem Neckar-Odenwald-Kreis, machten sich – nach anfänglichem Regen – bei trockener Herbstwitterung in Buchen am Samstagvormittag ans Werk und zeigten unter den Augen der Schiedsrichter und der Abnahmeberechtigten der Deutschen Jugendfeuerwehr, Armin Raab und Miriam Kain, gute bis sehr gute Leistungen. Nachdem die Gruppen am Morgen von Ehrenkreisjugendfeuerwehrwart Nikolaus Klasan und dem Beigeordneten der Stadt Buchen, Benjamin Laber, begrüßt worden waren, ging es ans Eingemachte.

Für die je neun Gruppenmitglieder galt es gemeinsam fünf Aufgaben zu erfüllen und dabei auch noch einen guten Eindruck bei den Schiedsrichtern zu hinterlassen. Um im Kugelstoßen gemeinsam 55 m zu erreichen mussten sich alle Gruppenmitglieder anstrengen und die 4-kg-Kugel (Jungen) bzw. die 3-kg-Kugel (Mädchen) ohne überzutreten soweit wie möglich in den Sandkasten befördern.

Bei der sicherlich schwierigsten Aufgabe, der Schnelligkeitsübung, geht es darum, zu neunt acht Schläuche von je 15 m Länge in weniger als 75 Sekunden ohne Verdrehung der Schlauchleitung zu verlegen. Der zweite sportliche Teil besteht aus einem Staffellauf über 1500 m, bei dem es den Jugendlichen freigestellt ist, wer wie weit läuft. Wichtig ist nur, dass das Staffelholz spätestens nach vier Minuten und zehn Sekunden die Ziellinie passiert hat.

Der Neckar-Odenwald-Kreis wurde von Jugendfeuerwehrmitgliedern aus Elztal-Auerbach und Rittersbach vertreten. (Foto: Grimm)
Die Königsdisziplin stellt der Löschangriff nach der aktuellen Feuerwehrdienstvorschrift dar. Möglichst ohne Fehler gilt es dabei eine Wasserversorung aufzubauen und aus offenem Gewässer Wasser zu entnehmen und dieses mittels Verteiler und Schläuchen von drei Stellen an die angenommene Brandstelle zu bringen.

Rund 15 Minuten fühlte sich jede Gruppe wie in der Schule und musste Fragen zu allerlei verschiedenen Themen, wie zum Beispiel Politik, Feuerwehr, Allgemeinbildung und aktuelle Themen, beantworten.

Vor der Siegerehrung bedankten sich die Abnahmeberechtigen und Landrat Dr. Achim Brötel bei den Jugendlichen für ihre Teilnahme, den Schiedsrichtern für ihr Engagement. Brötel betonte die Wichtigkeit der Jugendfeuerwehr für die Einsatzabteilungen und und bedankte, dass er einen Löschangriff verhindern würde, wenn jemand das Feuer für die Jugendfeuerwehren löschen wolle.

Weiter dankte der Abnahmeberechtigte, Armin Raab, Fachgebietsleiter Jürgen Müller (Hettingen) für seine Unterstützung bei der Abnahme und der Feuerwehr Buchen für die Vorbereitung und Ausrichtung.

Aus den Händen der Abnahmeberechtigten durften die Jugendlichen die Spangen entgegen nehmen: Altdorf I und II (Lkr. Böblingen), Elztal-Auerbach/Rittersbach), Frickenhausen (Lkr. Esslingen), Leimen/Walldorf/Malsch I und II, Meckesheim/Mönchzell/Zuzenhausen, Wiesloch/Baiertal, Tairnbach I und II.

Die Jugendfeuerwehr Elztal beim Start zur Schnelligkeitsübung. Hier müssen acht C-Schläuche in weniger als 75 Sekunden windungsfrei ausgelegt werden. (Foto: Grimm)

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