Gasthaus Engel keltert „Most des Jahres 2019“

Bürgermeister Markus Haas (Mitte) und Juror Janus Becker (re.) gratulieren Daniel Schäfer zum „Most des Jahres 2019“. (Foto: Hofherr)

Daniel Schäfer überzeugt trotz starker Konkurrenz und verteidigt den Titel

Waldbrunn.  Im Rahmen der zehnten Waldbrunner Mostwochen war es den Organisatoren um Marina Hofherr vom Tourismusbüro der Gemeinde wieder gelungen, eine Mostprämierung zu veranstalten. Als Juror hatte man den Apfelwein-Experten Janus Becker gewonnen, der in der hessischen Äppelwoi-Metropole Frankfurt am Main nicht nur eine Apfelwein-Handlung betreibt, sondern sich als Produzent von Apfelweinen (Most), Apfelschaumweinen, Cidre, Apfel-Prosecco, Apfelsaft und vielen anderen Produkten auch um den Erhalt der wichtigen Streuobstwiesen verdient gemacht hat. Darüber hinaus ist Becker im Beirat der Apfelwein-Messe bzw. Cider-World, die seit 2009, also ebenfalls seit zehn Jahren, inzwischen mehr als 100 nationale und internationale Aussteller mobilisiert, die Spezialitäten rund um den Apfel präsentieren.

Nach der Premiere der Mostprämierung im Jahr 2016 fand der Wettbewerb in diesem Jahr bei Titelverteidiger Daniel Schäfer im Gasthaus Engel in Mülben statt. Hierzu begrüßte Waldbrunns Bürgermeister Markus Haas nicht nur den Juror Janus Becker, sondern zahlreiche Produzenten von Winterhauch-Most.

Im Unterschied zum „Äppelwoi“ wird der „Mooschd“ am Katzenbuckel nicht nur aus Äpfeln hergestellt, wegen der Süße enthält das Odenwälder Getränk auch Birnensaft, vorzugsweise von Schweizer Wasserbirnen. Je nach Innovations- und Experimentierfreude des jeweiligen Produzenten, die fast alle nur noch für den Hausgebrauch keltern, finden sich aber auch Holunderbeeren oder auch Hopfenblüten im Most.

Janus Becker verkostet die elf Wettbewerber. (Foto: Hofherr)
Insgesamt wurden elf verschiedene Mostrezepte vorgestellt, die Janus Becker nach und nach verkostete. Dabei versäumte er es nicht, viel Wissenswertes aus der Welt des Apfelweins zu berichten. Außerdem hob er die Bedeutung von Streuobstwiesen als Lebensraum hervor. Leider gingen die Flächen immer weiter zurück, so Becker. Außerdem sorgen die Klimaveränderungen zunehmend für Probleme aufseiten der gewerblichen Most-Produzenten.

Daher lobte er das Engagement der Waldbrunner Mosthersteller, die einen wichtigen Beitrag für Streuobstwiesen leisten. Marina Hofherr wusste zu berichten, dass auch der NABU Waldbrunn durch die Vermittlung von Hochstamm-Obstbäumen einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der typischen Odenwälder Kulturlandschaft leiste. Mit mehr als 5.000 Tier- und Pflanzenarten gehören Streuobstwiesen zu den artenreichsten Biotopen in Mitteleuropa.

Um darauf aufmerksam zu machen und damit einen wichtigen Beitrag für diese Lebensräume zu leisten, habe man vor zehn Jahren gemeinsam mit Landwirten, Lebensmittelhandwerkern wie Bäckern und Metzgern, Naturschützern, Vereinen sowie Gastronomen die Waldbrunner Mostwochen ins Leben gerufen. Damit wollte man eine Beispiel aufzeigen, wie Ökonomie und Ökologie verknüpft werden können.

Nachdem Janus Becker alle Wettbewerbs-Moste verkostet hatte, wurde die Bekanntgabe des Siegers mit Spannung erwartet. Wie vor drei Jahren hatte im
Rahmen der Waldbrunner Mostwochen 2019 erneut Daniel Schäfer vom Gasthaus Engel die Nase vor. Aus den Händen von Bürgermeister Markus Haas erhielt er eine entsprechende Urkunde.

Anschließend lud der Gastronom, der nicht nur bei den Getränken auf Regionalität setzt, alle Anwesenden dazu ein, sich selbst von der Qualität seines Siegermosts zu überzeugen.

Daniel Schäfer schenkt an seine Mitbewerber den „Most des Jahres“ aus. (Foto: Hofherr) 

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