Gartenarbeit für den Klimaschutz

(Symbolbild – antranis/Pixabay)
Der Klimaschutz ist in aller Munde. Die Regierung hat ein neues Klimaschutzgesetz beschlossen und bis 2050 soll Deutschland klimaneutral werden, das heißt unter dem Strich soll es keine klimaschädlichen Gase mehr ausstoßen. Doch auch jeder Einzelne kann einen Beitrag zur Erreichung dieses Ziels leisten, denn ein Garten kann unseren eigenen CO2-Fußabdruck verringern! Wir geben Tipps, wie auch Sie Ihre CO2-Bilanz aufbessern können.

Selbst anbauen

Die wenigsten von uns können zu kompletten Selbstversorgern werden. Besonders wer in der Stadt wohnt hat hierfür schlicht zu wenig Platz. Trotzdem kann der eigene Garten zur Quelle einiger nützlicher Kräuter und sogar von saisonalem Obst und Gemüse werden. Lebensmittel verursachen knapp 10% unserer CO2-Bilanz, davon ist ein wesentlicher Teil dem Transport geschuldet. Wer als Hobby-Gärtner schon 20% seiner Lebensmittel selbst anbaut spart über 40 kg CO2 pro Jahr.

Kompost statt Mülltonne

Bio-Abfälle sollten wenn möglich verhindert werden, doch wenn sie dennoch anfallen, sollten sie genutzt werden! Sowohl Lebensmittelreste als auch Gartenabfälle können als Kompost für einen nährstoffreichen Boden sorgen und müssen dabei weder zur Deponie gefahren, noch dort verbrannt werden. Einfach kompostieren kann man etwa mithilfe einer Komposttonne, in die grüne und braune Abfälle in einem 1:2-Verhältnis gegeben werden sollten.

Grüne Abfälle enthalten viel Natrium und sind etwa Brot, frisch geschnittenes Gras, gekochte Lebensmittel, Obst, Gemüse und Milchprodukte. Braune Abfälle sind kohlenstoffreich, zu ihnen gehören Papier und Karton, Sägespäne, Stroh, und getrocknete Blätter und Gras. Ganz nebenbei verhindert das Kompostieren den Einsatz künstlicher Düngemittel, die erneut über weite Distanzen transportier werden müssen.
Achtung: NICHT in den Kompost gehören Glass, Plastik, Metall, Windeln, Katzenstreu, Reste von erkrankten Pflanzen, Blei oder nichthölzerne Asche!

Bewusste Wassernutzung

Auch, wenn exotische Pflanzen in Ziergärten sehr beliebt sind, sollte auf heimische Arten gesetzt werden, denn diese sind an unser Klima gewöhnt und brauchen weniger Wasser. Darüber hinaus lohnt es sich, gerade jetzt in der verregneten Jahreszeit, einen Regenwassersammler aufzustellen und das gesammelte Regenwasser soweit möglich zur Bewässerung einzusetzen. Wenn das Beet ein wenig weiter von der Regentonne entfernt ist, einfach mehrere Schläuche mithilfe von Schlauchschellen verbinden!

Upcycling

Wie auch bei unseren Küchenabfällen sollten wir nicht sofort unser Holz, Metall oder sonstiges Material wegschmeißen, wenn es sich anderweitig wiederverwenden lässt. Ein kaputtes Möbelstück kann so zum Beispiel zu Holz für ein neues Hochbeet werden. Dieser Trend nennt sich Upcycling, ein Neologismus aus Recycling und Up, also der Wiederverwendung „nach oben“, oder eine Aufbesserung von dem, was für uns einst als Abfall galt. Alten Materialien wird hierbei neues Leben und ein neuer Wert geschenkt.

In der modernen Wegwerfgesellschaft ist etwas Umdenken nötig. Nicht nur die Regierung und die Wirtschaft müssen ihren Teil zum Klimaschutz leisten, sondern auch der Einzelne, der dies fordert.

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