Zu viel Zeit vor dem Bildschirm

(Symbolbild – Pixabay)

Welche Gefahren drohen?

Das Handy ist zum stetigen Begleiter geworden, jede noch so kleine Wartezeit wird mit dem Griff zum Smartphone überbrückt. Im Büro ist der PC das wichtigste Arbeitsgerät, zu Hause wartet der Laptop. Ob Shopping oder Gaming, ob Modeboutique oder Echtgeld Casino Spiele, Menschen verbringen mehr und mehr Zeit online. Aber wie gefährlich ist es eigentlich, wenn die Augen permanent auf einen Bildschirm blicken, unabhängig davon, ob es sich um ein Smartphone oder den Computermonitor handelt?

Bildschirmzeit mit negativem Einfluss auf die Körperhaltung

Leiden sie häufig unter Nacken- und Rückenschmerzen? Damit sind Sie nicht allein, denn die Gesellschaft hat sich verändert. Beim Sitzen am PC nehmen Sie oft unterbewusst die sogenannte Schildkrötenhaltung ein, bei der Sie den Kopf einziehen und gleichzeitig mit gebeugtem Rücken sitzen.

Ein Phänomen, was langfristig zu Verspannungen im Nacken- und Rückenbereich, mit daraus resultierenden Kopfschmerzen führen kann.
Ein weiteres Phänomen ist der Handy-Nacken, der durch die gebeugte Haltung beim Blick aufs Display erfolgt. Werfen Sie in der Bahn, im Bus oder beim Stadtbummel einfach mal einen Blick auf Ihre Mitmenschen. Sie werden schnell feststellen, dass der typisch nach unten geneigte Kopf und das Smartphone in der Hand zum Standard geworden sind.

Durch die monotone Körperhaltung wird die Muskulatur im Nacken überdehnt, was zu schmerzhaften Verspannungen führen kann. Im Nacken laufen zahlreiche Nervenenden zusammen, auch jene, die den Hinterkopf versorgen. Starke Schmerzen im Hinterkopf können ein Resultat des Handynackens sein, daher sollte das Smartphone immer auf Augenhöhe gehalten werden. Bleibt der Kopf gerade, entstehen weniger Schmerzen und die Bildschirmzeit schadet der Muskulatur nicht zu stark.

Herz-Kreislauf-System durch lange Bildschirmzeiten in Gefahr

Nicht nur die Muskulatur, sondern auch das Herz-Kreislauf-System gerät durch die lange Bildschirmzeit unter Druck. Bewegungsloses und passives Verharren vor dem Monitor führt dazu, dass der Stoffwechsel verlangsamt wird und sich Entzündungsreaktionen im Körper bilden können. Die Durchblutung des Körpers verschlechtert sich, was die Gefahr einer Herzerkrankung drastisch erhöht. Studien haben gezeigt, dass Menschen mit einer hohen Bildschirmzeit statistisch gesehen früher sterben.

Aber was bedeutet das nun für Sie, wenn Sie einen Beruf am PC ausüben müssen? Sollten Sie kündigen und sich einen anderen Job suchen? Zum Glück ist das nicht nötig, denn Sie können die Folgen der langen Bildschirmzeit mit Aktivität ausgleichen. Problematisch wird es erst, wenn Sie außerhalb der beruflichen PC-Zeit ebenfalls kaum Bewegung in Ihr Leben integrieren.

Wer beispielsweise am Feierabend nach Hause fährt, dort direkt den Platz auf dem Sofa einnimmt und sich von Smartphone oder Fernseher berieseln lässt, gefährdet seine Gesundheit passiv. Wenn Sie allerdings nach der Arbeit zu Fuß nach Hause gehen, eine halbe Stunde Sport treiben und sich aktiv bewegen, können Sie die Bildschirmzeit kompensieren und Ihre Fitness und Gesundheit weiterhin unterstützen.

Risiko für die Augen – warum der Bildschirm die Sicht beeinträchtigt

Es beginnt um 7:00 Uhr am Morgen und endet mit dem letzten Blick aufs Smartphone, kurz vor dem Einschlafen. Die Bildschirmzeit ist enorm, die Belastung für die Augen ebenfalls. Allerdings machen sich die Symptome ermüdeter Augen oft sehr unspezifisch bemerkbar, sodass Betroffene hier zunächst gar keinen Zusammenhang sehen.

Lange Bildschirmzeiten können dazu führen, dass Sie schneller ermüden, sich schlapp fühlen, Kopfschmerzen bekommen und die Ursache liegt eigentlich in Ihren Augen. Unter dem Begriff „Office-Eye-Syndrom“ wird eine Anzahl von Symptomen zusammengefasst, die bei nahezu 70 Prozent aller Bildschirmarbeiter auftritt.

Eine besondere Rolle nimmt das Blaulicht ein, was von Monitoren, aber auch Handydisplays abgestrahlt wird. Dieses Licht ist mit bloßem Auge nicht als solches wahrnehmbar, aber dennoch vorhanden. LED-Quellen im Hintergrund senden besonders viel Licht des blauen Spektralbereichs, was die Augen langfristig schädigen kann.

Eine überempfindliche Netzhaut kann die Folge sein, allerdings haben moderne Smartphones und Computermonitore immer häufiger einen integrierten Blaulichtfilter, der das schädliche Licht absorbiert. Auch Brillen mit Blaulichtfilter haben sich bewährt. Diese können sogar ohne vorhandene Sehschwäche getragen werden.

Schlafmangel durch zu lange Bildschirmzeit

Selbst die Qualität des Schlafs kann durch die lange Bildschirmzeit beeinflusst werden, auch hier hat das Blaulicht einen erheblichen Anteil. Werden die Augen rund um die Uhr mit strahlender Helligkeit konfrontiert, kann der Körper kein Melatonin herstellen, welches allerdings für die natürliche Müdigkeit und den angenehmen Schlaf benötigt wird. Infolgedessen liegen Menschen oft lange wach im Bett, nutzen das Smartphone, um die Schlaflosigkeit zu überwinden und treten damit einen Teufelskreis los.

Grundsätzlich empfehlen Experten, abends vor dem Schlafengehen auf das Smartphone zu verzichten. Das gilt vor allem im Bett, hier haben elektronische Geräte laut Ansicht von Medizinern nichts verloren. Deutlich besser scheint es sich auf den Schlaf auszuwirken, wenn stattdessen ein Hörspiel angehört oder ein Buch gelesen wird.

Augen und Körper trotz langer Bildschirmzeit fit halten

Nicht immer lässt sich die Bildschirmzeit willkürlich reduzieren, insbesondere dann, wenn sie Teil des Jobs ist. Doch die Auswirkungen auf die Gesundheit müssen nicht chancenlos hingenommen werden, mit kleinen Veränderungen können Sie bereits Abhilfe schaffen!

Um die Augen zu schonen, gilt eine Empfehlung von Experten, die regelmäßige Arbeitspausen vorsieht. Nach 20 Minuten Bildschirmzeit sollte eine Blickabwendung für mindestens 20 Sekunden vorgenommen werden. So können die Augen vor einer Überanstrengung geschützt werden und verlernen zudem nicht die Fähigkeit zur Akkommodation. Mit befeuchtenden Augentropfen kann zudem einer ausgeprägten Trockenheit vorgebeugt werden. Die Anzahl der Lidschläge reduziert sich bei der Arbeit am PC drastisch, daher trocknen die Augen schneller aus.

Herz-Kreislaufsystem trotz langer Bildschirmzeit schützen

Auch die Auswirkungen aufs Herz-Kreislaufsystem lassen sich selbst beeinflussen, selbst wenn die Bildschirmzeit nicht reduziert werden kann. Wer häufig vor dem PC sitzt, braucht einen Ausgleich in Form von körperlicher Bewegung. Dabei reicht es aus, 30 Minuten täglich zu laufen, zu walken, zu schwimmen oder mit dem Rad zu fahren. So bleibt der Kreislauf fit und die Herzgesundheit wird gefördert.

Wichtige Gesundheitsvorkehrungen bestehen außerdem in einer Reduktion vorhandenen Übergewichts und in der Aufgabe des Rauchens. Zu häufig wird die lange Bildschirmzeit mit dem Griff zur Chipstüte und dem Konsum von Zigaretten flankiert. Eine Trias, die das Risiko frühzeitig zu sterben erheblich in die Höhe treibt. Wer hingegen Gemüsesticks knabbert und in der Mittagspause eine flotte Runde um den Block dreht, tut trotz hoher Bildschirmzeit gutes für seine Gesundheit.

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