Ältesten Heizkessel ausgetauscht

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Gewinner der EAN-Aktion „Wir suchen den ältesten Heizkessel“ war Familie Holdermann aus Kälbertshausen. Zur Endabnahme der neuen Heizungsanlage trafen sich (v.li.) Uwe Ristl (EAN), Matthias Müller (SHK-Innungsobermeister), Irene und Dagmar Holdermann, Gunther Moritz (Pfeiffer & May) und Werner Jahke (August Brötje GmbH). (Foto: Martin Hahn)

Gewinner-Brennwertkessel installiert / Seit 2020 deutlich höhere Zuschüsse bei Heizungssanierungen

Kälbertshausen. (pm) Bei der Aktion der Energieagentur Neckar-Odenwald (EAN) „Wir suchen den ältesten Heizkessel im Neckar-Odenwald-Kreis“ im vergangenen Jahr hatten mehr als 50 Teilnehmer mitgemacht.

Initiator Uwe Ristl von der EAN freute sich gemeinsam mit den Kooperationspartnern der Innung Heizung, Sanitär und Klima und den Stadtwerken aus Mosbach, Buchen und Walldürn über den Gewinner: Ein Heizkessel aus schwedischer Produktion von 1966, also buchstäblich ein „alter Schwede“, bei Familie Dagmar und Irene Holdermann aus Kälbertshausen. Diese Aktion war möglich, weil der deutsche Kesselhersteller Brötje aus Rastede einen Brennwertkessel im Wert von 5.000 Euro zur Verfügung stellte.

Dabei hatte die Aktion vor allem eines im Sinn: Viele alte Heizungsanlagen leisten im Neckar-Odenwald-Kreis immer noch ihren Dienst. Diese stammen aus einer Zeit, als Klimaschutz und Heizkosten eine eher untergeordnete Rolle gespielt haben. Zudem schreibt die Energieeinsparverordnung vor, dass Heizkessel, die vor dem 01. Januar 1985 eingebaut wurden oder nach 30 Jahren Betriebszeit unter bestimmten Voraussetzungen auszutauschen sind. Rund die Hälfte der emittierten Treibhausgase in unserer Region sind dem Wärmesektor, also der Beheizung von Gebäuden, zuzuordnen. „Bestimmt haben wir mit dieser Aktion“, so der Uwe Ristl, „den einen oder anderen daran erinnert, seine alte Heizung durch eine neue, umweltfreundliche und kostensenkende ersetzt wird“.

Über die Sommersaison hinweg wurde die alte Heizungsanlag bei Familie Holdermann durch eine moderne ersetzt. Neben dem neuen Öl-Brennwertkessel des Herstellers Brötje hilft nun zusätzlich noch eine Trinkwasserwärmepumpe kostbare Energie zu sparen, erläutert Matthias Müller von der Innung Heizung-Sanitär-Klima. Erwartungsgemäß stellte sich bei der Installation heraus, dass der „alte Schwede“ auch ein „schwerer Schwede“ war – dieser Kessel hatte ein Vielfaches an Gewicht als das neue Gegenstück.

Dazu Uwe Ristl: „Der Hausbesitzer kann davon ausgehen, dass er mit einer modernen Heizung bis zu 20 Prozent weniger Energie benötigen wird.“. Bezüglich des Klimaschutzes gebe es, so Ristl weiter, ebenfalls gute Argumente für den Austausch einer überalterten Heizungsanlage. „Moderne Anlagen sparen im Vergleich zu den buchstäblichen ‚alten Eisen‘ nicht nur Energie, sondern auch noch einen großen Anteil von klimaschädlichen Abgasen ein.“ Genauso aber sei es seiner Ansicht nach wichtig, über die verschiedenen Sanierungsmöglichkeiten von Heizungsanlagen und Gebäuden zu informieren und die zahlreich angebotenen Förderungen zu erläutern – dabei stehe die EAN bzw. die zahlreichen professionellen Energieberater mit Rat und Tat zur Seite. „Dies ist übrigens ein Rat für alle Hausbesitzer, da sich gerade seit dem Jahreswechsel in der Förderkulisse sehr viel getan hat – die Zuschüsse haben sich spürbar erhöht“, so Uwe Ristl (Info unter www.eanok.de).

Über das gelungene Werk, freuten sich der Hauptsponsor, Werner Jahke, Regionalverkaufsleiter Süd-West der August Brötje GmbH, unterstützt von Gunther Moritz, Verkaufsleiter des Heizungs- und Sanitärgroßhändlers Pfeiffer & May aus Heilbronn. „Wir freuen uns sehr über unsere neue Heizung und den Gewinn für die Umwelt“ ergänzt Dagmar Holdermann. Zur „Endabnahme“ trafen sich im Heizkeller: Uwe Ristl (EAN), Matthias Müller (SHK-Innungsobermeister), Irene und Dagmar Holdermann, Gunther Moritz und Werner Jahke (Brötje).

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