Mehr Freiraum für Innovationen

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 Unser Bild, das vor Corona entstand, zeigt von links: Hans-Georg Ehrmann (Geschäftsführer), Michael Poetzsch (Betriebsleitung), Sigrid Röth-Ehrmann (Geschäftsführerin), Dr. Jens Brandenburg MdB, Christian Ehrmann und Achim Walter (Vorsitzender FDP Neckar-Odenwald). (Foto: pm)

Jens Brandenburg MdB zu Gast bei der Georg Röth Eisengießerei in Mosbach

Mosbach.  (pm) Der FDP-Bundestagsabgeordnete Dr. Jens Brandenburg hat zusammen mit dem FDP-Kreisvorsitzenden Achim Walter die Georg Röth Eisengießerei GmbH & Co. KG in Mosbach besucht. Die Eisengießerei ist ein seit 1890 geführtes Familienunternehmen. Als eine der wenigen in Deutschland verbliebenen Eisengießereien produziert das Unternehmen dünnwandige und kernintensive Eisen-gussteile für den Maschinenbau und die stationäre Antriebstechnik.

Am Standort Mosbach arbeiten ca. 120 Mitarbeiter, vier davon befinden sich zurzeit in Ausbildung. Die Produktion der komplexen Gussteile ist nachhaltig und zukunftsorientiert, wie die Inhaber Sigrid Röth-Ehrmann und Hans-Georg Ehrmann betonten. Die Einsatzmaterialien der Produktion, wie z.B. Schrott und Sand, werden zu einem großen Teil in einem geschlossenen Recycling-Kreislauf wiederverwendet. Durch das Schmelzen und die Zugabe von Legierungselementen wie Kupfer kann aus Metall-Schrott ein hochwertiges Bauteil für den Maschinenbau hergestellt werden.

Geschäftsführerin Sigrid Röth-Ehrmann berichtete, dass das Unternehmen in einem harten Wettbewerb stehe und sehr mit bürokratischen Hürden zu kämpfen habe. Das sei mit enormen Kosten verbunden: „Wir brauchen mittlerweile eine einzige Person im Betrieb nur zur Bearbeitung der staatlichen Auflagen“, ärgert sie sich.

Auch die steigenden Energiekosten erlebt der Betrieb als große Belastung. Der von der Bundesregierung im Klimapaket beschlossene Preis für den CO2-Ausstoß werde deutsche Unternehmen noch mehr im internationalen Wettbewerb benachteiligen, fürchtet Röth-Ehrmann. Um Produktionsunternehmen und damit auch die hohen sozialen Standards in Deutschland zu halten, seien wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen aber unverzichtbar.

Brandenburg sprach sich dafür aus, die CO2-Zertifikate des europaweiten Handelssystems den produzierenden Unternehmen vorab zuzuteilen. So hätten Unternehmen einen großen finanziellen Anreiz zu weiteren Investitionen in den Klimaschutz, ohne ihre wirtschaftliche Grundlage zu gefährden. „Dem Klima wäre nicht geholfen, wenn wir unsere Industrie zerstören und die Produkte woanders zu deutlich geringeren Umweltstandards herstellen lassen. Wir haben eine Verantwortung für die Arbeitsplätze in der Region“, bekräftigte der Walldorfer Abgeordnete Brandenburg.

Röth-Ehrmann betonte zum Abschluss, dass noch einiges zu tun sei, um die Zukunft der deutschen mittelständischen Unternehmen vor Ort zu sichern. Sie wünscht sich vor allem den Freiraum für Innovationen und Veränderungen in den Unternehmen, ohne durch Bürokratie und Abgaben in Millionenhöhe zusätzlich belastet zu werden. Brandenburg versprach Unterstützung.

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