„Krankenhäuser sind keine Fabriken“

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Grüne Kritik an Einsparungen bei den Krankenhäusern – Fehlgeleitete Gesundheitspolitik von CDU und FDP spart Neckar-Odenwald-Kliniken kaputt

Mosbach.  (pm) Die Schließung der Mosbacher Geburtsstation zum 19. April 2020 ist beschlossene Sache (NZ berichtete). Die defizitären Neckar-Odenwald-Kliniken sparen, da Kommunen und der Landkreis für den wirtschaftlichen Verlust nicht weiter aufkommen können.

Natürlich versuchen jetzt manche den schwarzen Peter Landes-Sozialminister Manne Lucha zuzuschieben, dessen Äußerung zur Schließung kleiner Einheiten aber gar nicht auf die Neckar-Odenwald-Kliniken bezogen ist (NZ berichtete). Es bleibt festzuhalten, dass die absichtlich herbeigeführte finanzielle Unterversorgung der Kliniken das Ergebnis einer fehlgeleiteten Gesundheitspolitik ist, die auf Bundesebene von CDU und FDP eingefädelt wurde. Die Namen der verantwortlichen Bundesminister des letzten Jahrzehnts lauten Rösler, Bahr, Gröhe und Spahn.

„Das Ziel von Krankenhäusern ist die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung, nicht Gewinnmaximierung. Krankenhäuser sind keine Fabriken“, so der Kreisvorsitzender von Bündnis 90/Grüne Neckar-Odenwald, Andreas Klaffke. Die Gesundheitspolitik der Bundesregierung führe dazu, dass Gesundheitseinrichtungen trotz hoher Auslastung nicht mehr rentabel sind.

Kreisvorsitzende Amelie Pfeiffer unterstützt den Widerstand gegen die Sparmaßnahmen: „Wir werden uns weiterhin für eine gute Grundversorgung vor Ort stark machen. In der aktuellen Corona-Krise zeigt sich, wie wichtig es ist, dass alle Menschen im Neckar-Odenwald-Kreis einen schnellen Zugang zu einer qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung haben. Insbesondere werden wir uns dafür einsetzen, dass Frauen eine optimierte Begleitung während der Schwangerschaft und Geburt ermöglicht wird, trotz und gerade wegen der Schließung des Mosbacher Kreißsaals.“

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