Heilbronn von Delta-Variante stark betroffen

Wir bleiben für Sie am Ball, spendieren Sie uns dafür einen Kaffee!

(Symbolbild – Pixabay)
Heilbronn. (pm) Auch in Heilbronn sind immer mehr Covid-19-Infektionen auf die Delta-Variante zurückzuführen. Seit dem ersten Nachweis der hoch ansteckenden Variante des Sars-Cov-2-Virus am 1. Juni sind im Stadtkreis Heilbronn insgesamt 19 Fälle von Laboren betätigt worden. „Die Ausbreitung begann zunächst langsam und nahm dann an Dynamik zu.

Mittlerweile ist der Anstieg unserer Fallzahlen vor allem auf die Delta-Variante zurückzuführen“, erklärt Dr. Peter Liebert, Leiter des Städtischen Gesundheitsamts. Während in den ersten beiden Juniwochen lediglich acht Prozent der Infektionsfälle durch die Delta-Variante hervorgerufen worden sind, hat sich dieser Anteil seitdem auf über 30 Prozent erhöht. Landesweit liegt die Quote bei etwa zwölf Prozent. „Die Stadt ist von der Delta-Variante relativ stark betroffen“, folgert Dr. Liebert.

Die Infektionen rühren von ganz unterschiedlichen Kontakten her. Die ersten drei laborbestätigten Fälle Anfang Juni gehen auf drei Reiserückkehrer einer Mittelmeerkreuzfahrt zurück. Zwei weitere Infizierte hatten sich am Arbeitsplatz, einem Unternehmen im Landkreis, angesteckt. Drei laborbestätigte Infektionen wurden bei Kitakindern festgestellt.

Viele dieser Fälle hatten das Virus in ihren Familien weitergegeben und so drei weitere Infektionsfälle verursacht. „Es kommt allerdings auch vor, dass sich Infizierte nicht erklären können, wo sie sich angesteckt haben könnten“, berichtet Liebert. Vier dieser Einzelfälle sind aus den zurückliegenden Wochen bekannt, durch Weitergabe des Virus im Familienkreis wurden daraus insgesamt acht Fälle.

Am heutigen Freitag meldet das Städtische Gesundheitsamt zehn Fälle ans Landesgesundheitsamt Stuttgart. Wie viele davon mit der Delta-Variante infiziert sind, muss erst mittels einer Spezialuntersuchung, der Varianten-PCR, festgestellt werden. Deren Ergebnisse werden voraussichtlich in zwei bis drei Tagen vorliegen.

Oberbürgermeister Harry Mergel ist besorgt über die aktuelle Lage: „Die Situation ist ernst und sie ist nicht stabil. Es ist wichtig, dass wir alle Fälle entdecken. Auch wenn so die Infektionszahlen steigen, können wir mit jeder nachgewiesenen Infektion durch die damit verbundenen Quarantäne-Anordnungen andere vor Ansteckung schützen. Vorsicht und Achtsamkeit sind weiterhin für uns alle wichtig.“

Mergel appelliert an die Bürgerinnen und Bürger sich impfen zu lassen: „Impfen ist derzeit die wichtigste Säule im Kampf gegen die Pandemie. Nehmen Sie unsere Impfangebote wahr: Im Kreisimpfzentrum in Horkheim oder unsere dezentralen Angebote in der Stadt.“

Am morgigen Samstag findet von 8 bis 14 Uhr eine Drive-In-Impfaktion ohne Anmeldung auf der Theresienwiese statt.

Zum Weiterlesen:

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar verfassen