„Gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen“

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(Foto: pm)
Berlin.  (pm) Der Nationale Rat gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen hat aus Sicht der Vorsitzenden der Kinderkommission des Deutschen Bundestages, Charlotte Schneidewind-Hartnagel, in den rund anderthalb Jahren seines Bestehens große Fortschritte erreicht.

„Wir verfolgen alle gemeinsam die Ziele, erstens den Schutz und die Hilfen bei sexualisierter Gewalt und Ausbeutung zu verbessern, zweitens kindgerechte Gerichtsverfahren sicherzustellen und drittens die Forschung mit Blick auf den Schutz vor sexueller Gewalt zu stärken“, erklärte die Bundestagsabgeordnete (Bündnis 90/Die Grünen).

Die Kinderpolitikerin stellte heraus, dass alle in der Gesellschaft für diese wichtige Aufgabe gebraucht werden. Im Nationalen Rat sitzen Vertreter:innen aus allen staatlichen Ebene Zivilgesellschaft, Fachpraxis, Wissenschaft und von Betroffenen an einem Tisch.

„Es geht um ein entschlosseneres Handeln zum Schutz von Kindern und Jugendlichen. Im Nationalen Rat und seinen Arbeitsgruppen wurden hierfür klare Schritte erarbeitet“, sagte die Politikerin aus dem Wahlkreis Odenwald-Tauber.

Am Dienstag veröffentlichte der Nationale Rat mit der „Gemeinsamen Verständigung“ seine ersten Ergebnisse der Arbeitsphase vom Dezember 2019 bis zum Juni 2021.

Gespräche mit Betroffenen -Taten folgen lassen

Am Mittwoch tauschte der Rat sich mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier aus. Schneidewind-Hartnagel, die im Rat als Vorsitzende der Kinderkommission mitgewirkt hat, forderte bei dem Treffen einen „gesellschaftlichen Dialog über sexuelle Gewalt und Kindesmissbrauch, der öffentlich wahrnehmbar“ sei. „Wir brauchen das Gespräch mit den Betroffenen und mit denjenigen, die an der Prävention, an der Aufklärung und Strafverfolgung und am Opferschutz beteiligt sind.“

Die Kinderkommission suche diese Gespräche in jeder Wahlperiode. „Das ist eine politische und noch mehr eine gesellschaftliche Daueraufgabe. Denn: Sexueller Kindesmissbrauch findet statt und wir müssen das Leid der Betroffenen erkennen und uns damit auseinandersetzen.“

Der Nationale Rat habe Betroffene und ihre Perspektive einbezogen. „Aber wir müssen auch Verantwortung dafür übernehmen, dass daraus Taten folgen.“ Sie forderte eine breit getragene nationale Strategie gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen.

Ziele und Maßnahmen müssten definiert sind und deren Umsetzung überprüft werden. Ziel müsse umsetzbare Strategie für den Bund und für alle Bundesländer sein. Außerdem forderte Schneidewind-Hartnagel eine Stärkung der Institutionen bei der Aufarbeitung und Bekämpfung des Kindesmissbrauchs.

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