„Einfach schießen und Spaß haben!“

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Die Hettinger Bogenschützin arbeitet zielstrebig auf eine internationale Karriere hin. Die Goldmedaille bei den Nordbadischen Landesmeisterschaften in Karlsruhe ist ein ersten, erfolgreicher Schritt in diese Richtung. (Foto: pm)

Katharina Pflüger knackt fünf Jahre alten Landesrekord

Karlsruhe/Hettingen. (pm) Am vergangenen Wochenende fanden in Karlsruhe die Nordbadischen Landesmeisterschaften 2021 des Deutschen Schützenbundes WA Bogen im Freien statt.

Nach der langen Corona-Pause war wieder ein kleines bisschen Normalität für die Bogenschützen eingekehrt, weshalb sie ein Wettkampf auf Landesebene schießen durften. Vertreten bei dem Wettkampf war auch die Bogenschützin Katharina Pflüger aus Heftigen. In Ihrem ersten Jahr in der Klasse „Juniorinnen“ musste sie 72 Pfeile auf die „olympische“ Entfernung von 70 m schießen.

Die junge Bogenschützin, die für den KKS Hüffenhardt startete, kam gut in das Turnier hinein und lag bereits zur Halbzeit nach 36 geschossenen Pfeilen mit hervorragenden 303 Ringen starke 44 Zähler vor ihrer stärksten Gegnerin. In der zweiten Hälfte schoss sie erneut gute 293 Ringe und schloss so den Wettkampf mit einem Gesamtergebnis von 596 Ringen mit 70 Ringen Vorsprung als Landesmeisterin ab.

Mit diesem Ergebnis übertraf Katharina Pflüger auch den Landesrekord in ihrer Altersklasse um 14 Ringe. Dieser Rekord war vor fünf Jahren aufgestellt worden.

Die neue Landesrekordlerin Katharina Pflüger aus Buchen-Hettingen hat dieser Redaktion einige Fragen beantwortet, um den Lesern zu vermitteln, wie die Schützin diese starke Leistung realisierte.

NZ: Katharina, wie hast du diese lange Pause überstanden und wie konntest du dich trotz Lockdown und Pandemie immer wieder motivieren?

Katharina Pflüger:  Unabhängig von der Pandemie und den Lockdowns habe ich mir Anfang letzten Jahres eine eigene Scheibe in den Garten gestellt. So konnte ich, immer wenn ich mochte, Techniktraining absolvieren. Dies war während der langen Pause mein großer Vorteil gegenüber vielen anderen Bogenschützen. Ich hatte die Möglichkeit zu trainieren und dazu kam mein starker Ehrgeiz, meine eigene Leistung zu steigern und besser zu werden, als als am Vortag. Ich muss aber zugeben, dass natürlich nicht jedes Training einfach war und ich mich auch manchmal durchbeißen musste.

NZ: Du schießt aufgrund deines Alters dieses Jahr in der Klasse Juniorinnen Recurve. Wie war es für dich?

 Katharina Pflüger:  Erst einmal bedeutete das für mich dieses Jahr den Wechsel der Distanz von 60m in der Jugendklasse zur „olympischen“ Entfernung von 70m. Nach meinem ersten Training auf die neue Entfernung in diesem Frühjahr war ich positiv überrascht. Da habe ich das erste Mal registriert, wie wertvoll das ganze Training des vergangenen Jahres war und auch jetzt noch ist. In den nachfolgenden Einheiten, welche auf Meisterschaften bezogen, sehr wenige waren, habe ich dann meistens gut an diese Leistung anknüpfen können.

NZ: Wie erging es dir in Karlsruhe?

 Katharina Pflüger: Als ich auf den Karlsruher Platz kam, war ich total glücklich hier sein zu dürfen. Vor Corona habe ich auf diesem bemerkenswerten Bogenplatz schon oft Wettkämpfe ausgetragen. Viele alte Gesichter begrüßten mich sofort und alle hatten Lust auf die Landesmeisterschaft. Das Wetter war auch überraschend gut und hat, trotz Gewitterwarnungen, gehalten. Während meines Wettkampf habe ich Corona und andere Themen völlig ausblenden. Ich wollte einfach schießen und Spaß haben.

NZ: Konntest du mit diesem Erfolg rechnen?

 Katharina Pflüger: Wie bereits erwähnt, habe ich hart dafür trainiert und sah nach den ersten Trainingseinheiten auf 70m schon eine zu erwartende Tendenz. Mein Ziel, 600 Ringe zu schießen, habe ich zwar knapp verpasst, aber das macht nichts. An den Landesrekord habe ich keine Sekunde gedacht. Erst als meine Mutter nach dem Wettkampf strahlend auf mich zukam und mir mitteilte, wie hoch der alte Rekord war, wurde mir meine Leistung an diesem Tag bewusst. Als ich Landesmeisterin, Landesrekord und die voraussichtliche Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften realisierte, waren die fehlenden vier Ringe vergessen und ich war einfach nur sehr glücklich.

NZ: Was erhoffst du dir in Zukunft?
 Katharina Pflüger: Der Wettbewerb in Karlsruhe diente auch der Sichtung für den Landeskader, der neu gegründet wurde. Ich denke, dass ich mit meiner Leistung auch die Trainer überzeugt habe. In den Sommerferien stehen nun zahlreiche Turniere und ein Trainingslager auf dem Programm. Ich werde weiter hart trainieren, um meine Leistung bestmöglich zu steigern, denn ich möchte auf eine internationale Karriere hinarbeiten.

Die NZ-Redaktion gratuliert Katharina Pflüger zum Titeln und wünscht ihr für die nächsten Wettkämpfe viel goldenen Erfolg

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