Volles Programm für die PiranHAs

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(Foto: pm)

Herren 1 ohne Gnade in Heilbronn

Neckarelz.  (mb) Nach dem Heimsieg vor zwei Wochen und einem spielfreien Wochenende reiste die erste Mannschaft der HA Neckarelz nach Sontheim zum scheinbar schweren Auswärtsspiel gegen die Handballspielgemeinschaft Heilbronn. Der Gegner war aus den vergangenen Spielen bestens bekannt.

Trainer Pejic hat für sich für dieses Spiel ein besonderes Konzept ausgedacht, wie man den wurfgewaltigen Rückraum um Ohr und Vurmaz stoppen kann. Auch auf den erfahrenen Linksaußen Kenan Filp hat man sich in der letzten Trainingseinheit gut eingestellt.

Kaum war man am Samstagabend in der Halle angekommen, kam gleich die Nachricht, dass genau die drei genannten Spieler dem Gastgeber nicht zur Verfügung stehen.

Dementsprechend war klar, dass die Favoritenrolle nun deutlich aufseiten der Gäste lag. Auf diese Situation wusste Pejic seine Jungs neu für das Spiel einzustellen und mahnte vor Überheblichkeit. Besondere Vorsicht war nun bei den spielstarken Spielmachern Künzel und Kühner, sowie dem torgefährlich Brodbek geboten. Doch nicht nur die Heilbronner sind ersatzgeschwächt, auch auf Gästeseite gab es auf allen Positionen verteilt insgesamt sieben Ausfälle zu verzeichnen.

In den ersten Minuten der Partie spielten die PiranHAs mit voller Konzentration und gingen schnell mit 3:1 in Führung. Besonders in der Abwehr zeigte man eine hohe Arbeitsbereitschaft. Nach und nach schlich sich jedoch eine stärker werdende Abschlussschwäche in das Spiel der Badener ein. Das Tor wurde immer wieder verfehlt oder die Würfe konnten vom Heilbronner Schlussmann pariert werden.

So nahm Pejic beim Stand von 3:3 nach knapp zehn Minuten die erste Auszeit, um die Köpfe seiner Jungs wieder frei zubekommen. Dies zeigte Wirkung und mit einem lupenreinen Hattrick von R. Filipovic zog man mit drei Toren davon. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit konnte mit dem bis dahin fünften Tor von L. Halder auf einen sieben Tore Vorsprung erhöht werden.

Kurz vor der Halbzeit gewährte die zuvor sehr konzentrierte Neckarelzer Abwehr dem Gegner zu viel Platz, welchen die oben genannten Spielmacher gut auszunutzen wussten. So wurden beim Stand von 11:16 die Seiten gewechselt.

Viel zu bereden gab es in der Halbzeitpause für die PiranHAs nicht, lediglich die angesprochenen Abwehrfehler und die weiterhin zu verbessernde Abschlussschwäche galt es abzulegen.

Im zweiten Durchgang hatten die Gäste weiterhin keine Gnade mit den an diesem Abend chanchenlosen Gastgebern. Angeführt vom gewohnt souveränen Spielmacher R. Liegler konnten die Spielzüge bis zum Ende durchgespielt und zumeist auch mit einem Torerfolg belohnt werden. Bis zur fünfzigsten Minute schaffte man es auch trotz doppelter Unterzahl einen zehn Tore Vorsprung herauszuspielen. Tore fielen dabei auch immer wieder über die Außenpositionen. Hinten im Tor zeigte M. Irouschek, an diesem Abend jüngster Neckarelzer Spieler, eine Parade nach der anderen.

Am Ende konnte munter durchgewechselt werden und die wieder zahlreich und lautstarken mitgereisten Fans erfreuten sich noch an drei Toren vom jungen Kreisläufer T. Ehrmann und den schönen Kreisanspielen von Neuzugang J. Grupp, dem nach nur einer Trainingseinheit kaum anzusehen war, dass er in den letzten Jahren keinen Handball mehr gespielt hat.

Nach 60 Minuten wurde das von Stockert/Schindelbeck souverän geleitete Spiel beim Stand von 23:31 abgepfiffen. Auch wenn der Gegner an diesem Abend kein echter Gradmesser war, können die PiranHAs mit viel Selbstvertrauen in die nächsten Spiele gehen.

Für das nächste Saisonspiel in zwei Wochen gegen die SG Schozach/Bottwartal hofft man wieder auf eine großartige Unterstützung von den Zuschauerrängen. Coach Pejic hat nun in sechs Trainingseinheiten die Möglichkeit seine Jungs auf den kommenden Gegner vorzubereiten, um die nächsten Auswärtspunkte einzufahren.

Nicht nur die Herren 1 waren am vergangenen Wochenende im Einsatz. Auch sechs weitere Teams waren sowohl in Auswärts- als auch in Heimspielen gefordert. Den Anfang machte die männliche B-Jugend mit dem Freitagsspiel in Gerabronn. Nach dem Auftaktsieg legte die Mannschaft von Trainer Rüdele mit einem deutlichen 6:36 nach. Am kommenden Wochenende kommt es gegen die Mannschaft aus Schwäbisch Hall zu einem richtigen Bewährungstest. Anpfiff ist am Samstag 16.10. um 18:30 in der Pattberghalle.

Parallel zum Spiel der Herren 1 reiste auch die zweite Mannschaft am Samstagabend zu einem Auswärtsspiel. In Crailsheim hatte es das junge Team um Aushilfscoach Demmler mit der SG Gerabronn/Langenburg zu tun. Nach dem Auftaktsieg in der heimischen Pattberghalle wollte man mit der gewonnenen Euphorie auch dieses Spiel gewinnen.

Die PiranHAs kamen gut ins Spiel und konnte die Partie lange ausgeglichen gestalten. Der dünne Kader machte sich jedoch schnell bemerkbar. Nachdem man 20 Minuten gut mithalten konnte, zogen die Gastgeber vor der Halbzeit auf 16:11 davon. In der zweiten Hälfte machte sich dann auch die körperliche Überlegenheit des Gegners spürbar. Am Ende musste man eine 35:21 Niederlage hinnehmen.

Jetzt bleiben zunächst zwei freie Wochenenden, um sich auf das nächste Heimspiel am 30.10. gegen die SpG Walldürn vorzubereiten.

Am Sonntag durften zunächst die kleinen PiranHAs ran. Beim F-Jugend Spieltag in der Jagsttalhalle in Möckmühl trafen sich insgesamt vier Mannschaften. Wie immer steht bei den Minis Spiel und Spaß im Vordergrund und die Freude hat man den Kids auch ansehen können. Über Aufsetzerhandball und Koordinationsübungen wurde anschließend Handball gespielt. Trainer M. Liegler war sehr zufrieden mit seinen Jung-PiranHAs und am Ende freute sich jedes Kind über seine wohlverdiente Medaille.

Anschließend ging es am Sonntag mit dem Jugendheimspieltag in der Pattberghalle weiter. Zunächst ging es für die gemischte D-Jugend der SG Gundelsheim mit Neckarelzer Gastspieler gegen die SG Sochzach/Bottwartal. Trotz guter Ansätze reichte es für Aushilfscoach R. Liegler nur für ein 10:25 gegen den körperlich überlegenen Gegner.

Im zweiten Spiel des Spieltages lief es für die männliche C-Jugend gegen die SG Heuchelberg 2 besser. Wieder hieß der Coach R. Liegler. Diesmal gab es für das Neckarelzer Team die Unterstützung durch Gastspieler aus Gundelsheim. Nach dem Auswärtssieg in der Vorwoche, lief es am Anfang noch nicht so glatt. Doch bis zur Halbzeitpause fanden die Jungs wieder in die Spur und zogen auf 9:5 davon. In der zweiten Halbzeit wurde viel gewechselt, sodass alle Kids zu ausreichenden Spielanteilen kamen. Als es am Ende nochmal spannend zu werden schien, legte Luc Ehrmann noch mit zwei Toren zum verdienten 15:11 Entstand nach.

Den Abschluss machte die weibliche A-Jugend gegen den TSV Willsbach. Mit R. Jax und M. Liegler wird auch das vierte Spiel an diesem Tag von einem der Liegler – Brüder gecoacht. Seit Anfang 2020 war es das erste Spiel für die Mädels. Das lautstarke Neckarelzer Publikum sah die positive Entwicklung des jungen Teams. Das Trainergespann hat in der langen spielfreien Zeit großen Aufwand in die Mannschaft gesteckt und mit der Unterstützung von A. Keppler und L. Sattelmaier ist ein bewundernswerter Teamgeist entstanden.

Bisher konnte man diesen besonderen Zusammenhalt nur im Training und außerhalb der Halle sehen. Doch seit Sonntagabend weiß man, dass es sich auch auf dem Spielfeld wiederspiegelt. In der Abwehr hat man sich gegenseitig unterstützt und im Angriff wurde schön zusammengespielt. Über gelungene Angriffsaktionen kam man oft frei zum Wurf oder konnte nur unfair gestoppt werden. Aus den zehn zugesprochenen Siebenmetern konnten jedoch nur zwei verwandelt werden. Diese Abschlussschwäche zeigte sich über das gesamte Spiel. Zu viele freie Würfe fanden an diesem Abend nicht ins Tor der Willsbacher.

Nach einem 4:1 Rückstand ging es beim Stand von 6:9 in die Halbzeitpause. Die folgende Ansprache wurde genutzt, um den Mädels Mut zuzusprechen. Die Spielzüge im Angriff haben funktioniert und die ohnehin schon gut kämpfende Abwehr wurde noch besser auf den Gegner eingestellt.

Die Tipps gegen die Abschlusschwäche haben dann auch für einen kurzen Moment gefruchtet, als man schnell auf 8:9 verkürzen konnte. Aber für viel mehr sollte es an diesem Abend leider nicht mehr reichen. Der gut organisierten Abwehr und der Torhüterin Julia Schaffner – beste Neckarelzer Spielerin an dem Abend – waren es zu verdanken, dass man lange Zeit in Schlagdistanz geblieben ist. Am Ende musste eine 10:16 Niederlage verkraftet werden.

Trotz des missglückten Saisonstarts kann auch viel Positives aus diesem Spiel gezogen werden. In dieser noch sehr jungen A-Jugend Mannschaft steckt großes Potiential. Die Neckarelzer Zuschauer können sich wohl über eine erfolgreiche Zukunft im Damenhandball freuen. Das Trainerteam Jax/Liegler muss diese Niederlagen schweren Herzens verkraften und anschließend einen Matchplan für das kommende Auswärtsspiel am 24.10 bei der SG Lauffen/Neipperg ausarbeiten. Gegen diesen starken Gegner gilt es den Torabschluss zu verbessern, um sich wieder teuer zu verkaufen.

Für die Herren 1 spielten:  Maximilian Irouschek (im Tor), Robert Filipovic (9/3), Christoph Pischel (2), Robin Jax (1), Robin Liegler (4), Marco Liegler, Till Ehrmann (3) Matthias Halder (3), Dominik Herbst (2), Johannes Riedinger, Lukas Halder (6), Julian Grupp

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