Rohstoffhandel oder lieber Kryptowährungen?

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In den letzten Jahren hat man kaum etwas von Rohöl gehört. Kryptowährungen waren in Aller Munde und sind immer beliebter geworden. Das mag sicherlich an den großen Gewinnspannen liegen, die Viele hier erzielen konnten, aber auch an der Attraktivität einer neuen Technologie. Doch der klassische Handel mit Rohstoffen sollte, bei cleveren Anlagemethoden, keinesfalls außer Acht gelassen werden. Hier ist viel möglich und vor allem ein hoher Profit, doch kann sich der Rohstoffhandel, insbesondere der Öl-Handel, mit Kryptowährungen messen?

Dazu betrachten wir einmal die Unterschiede und vergleichen die Wertentwicklung in den letzten 12 Monaten. Stellvertretend für alle Kryptowährungen nehmen wir hier den Bitcoin in unsere Überlegungen auf. Dieser ist durchaus repräsentativ für die Branche, sein Kurs beeinflusst viele andere Kryptos ebenfalls. Für Rohstoffe nehmen wir an dieser Stelle Öl, weil es ebenfalls interessant ist und gute Gewinne verspricht. Stellvertretend für die Rohstoffe ist Öl aber sicherlich einer der flexibelsten Einsatzstoffe, der am meisten in der Industrie vorkommt, vielleicht nicht direkt als Öl, wohl aber die Produkte die daraus hergestellt werden.

Der Bitcoin konnte seinen Preis in den letzten 12 Monaten vervierfachen, wohingegen Öl lediglich knapp doppelt so teuer geworden ist, wie noch vor 12 Monaten. Aber der Bitcoin gerät in den letzten Jahren immer mehr unter Druck. Alleine beim letzten großen Bitcoincrashzwischen März 2021 und Juli 2021 kostete den Bitcoin rund 50% seines Wertes und das innerhalb weniger Tage. Das sorgte natürlich dafür das viele Anleger panisch aus dem Markt geflüchtet sind, während Profis sich gefreut haben und stark nachgekauft haben. Mittlerweile hat sich der Kurs zwar wieder erholt, aber Kryptowährungen unterliegen einer besonderen Dynamik.

Öl ist ein Rohstoff der mittlerweile genauso einfach zu handeln ist wie Bitcoin. Hier gibt es quasi keine Unterschiede und selbst die Software der Handelsplattformen ist größtenteils die gleiche, sieht gleich aus und kann genauso bedient werden. Nehmen wir als Beispiel den Anbieter Oil Profit, hier die offizielle seite, dann sehen wir ein Handelstool das genauso Aussieht wie bei der Kryptokokurrenz. Das Tool ist genauso einfach zu bedienen und kann ebenfalls sogar mobil genutzt werden. Doch hat der Handel mit Öl eine andere Dynamik und unterliegt anderen Regeln.

Öl ist, genauso wie Bitcoin, eine endliche Ressource. Zwar wird Öl mit den Jahrhunderten nachgebildet, aber so schnell, wie der Mensch Öl verbraucht, kann es sich nicht regenerieren. Das macht Öl schon seit vielen Jahren zu einem schwarzen Gold. Die Preisverdopplung der letzten 12 Monate ist zwar kleiner, als die des Bitcoin, jedoch gibt es hier eigentlich kaum Kurseinbrüche, sondern viel mehr nur eine Richtung.

Woran liegt das? Diese Frage ist schnell und einfach zu beantworten denn Öl ist in vielen Produkten vertreten. Es ist nahezu egal ob Verbrennungsmotoren in Europa Verboten werden sollten, dann reduzieren die Verantwortlichen Öl-Staaten eben die Fördermengen, um den Preis stabil zu halten. Hinzu kommt aber das Öl in vielen Regionen der Industrie vertreten ist. In der Kunststoffindustrie als Einsatzstoff zum Beispiel. Aber auch in der Produktion vieler Lösemittel, Gase und anderer Rohstoffe ist Öl vertreten. Die Entwicklung von Alternativen zum klassischen Rohöl geht schleppender voran als die Entwicklung von Kryptowährungsalternativen.

Beide Investments sind bekannt für ihre negative Umweltbilanz, jedoch steht Öl bei weitem nicht so sehr unter Druck wie Bitcoin. Hier ist bereits mehrfach ein komplettes Verbot diskutiert worden. Zwar hat China bewiesen das sich ein Bitcoin Verbot kaum, bis gar nicht, auf den Kurs auswirken muss, jedoch wäre ein Verbot in Europa oder den USA sicherlich ein ganz anderes Level. Bei Bitcoin und co. ist allerdings nicht die Frage OB ein Verbot kommen sollte, sondern Wann, denn große Entwicklungen hin zu einer umweltfreundlicheren Alternativ gibt es derzeit nicht. Das bedeutet, wenn sich unsere Regierungen an Klimaziele halten möchten, werden wir uns früher oder später von energieintensiven Kryptowährungen trennen müssen. Entweder so oder so sind Kryptowährungen, so wie sie heute existieren mit einem Verfallsdatum versehen. Öl hingegen ist ein Rohstoff den wir vermutlich nie aus unserem Leben verbannen können. Sicherlich wird es in Zukunft Alternativen geben, die viele Bereiche betreffen aber es ist klar vorhersehbar wie, wann und vor allem in welchem Umfang diese Alternativen kommen werden und wie sie den Preis beeinflussen. Das Ende des Öl-Zeitalters wird ebenfalls kommen, aber es wird noch viele Jahre dauern und der Preis wird dabei so lange wie möglich hoch gehalten, alleine nur um zu verhindern das teure Alternativen wieder dazu führen das Öl zurückkommen wird.

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