Löschwasserversorgung auf nicht alltägliche Art

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Unser Bild zeigt von links: Bauamtsleiter Georg Farrenkopf, Valentin Ballweg, Kommandant Karl Wendel, Julian Kaufmann von den Stadtwerken Buchen, Steffen Roth von der Abteilungswehr Scheringen und Bürgermeister Thorsten Weber. (Foto: pm)
 Scheringen. (pm) Zur offiziellen Inbetriebnahme einer nicht alltäglichen und sehr pragmatischen Lösung zur Sicherung der Löschwasserversorgung für das Oberdorf und das Unterdorf von Scheringen begrüßte Bürgermeister Thorsten Weber die Anwesenden.

„In einem Brandfall dienen zunächst das Leitungsnetz und die Wasserentnahme über Hydranten zur Brandbekämpfung. Nicht immer und überall reicht dieses Leitungsnetz allerdings vollständig aus und deshalb wird das Leitungsnetz, nicht nur, aber auch bei uns, um zusätzliche Löschwasserbehälter ergänzt, um im Ernstfall zur Brandbekämpfung genügend Löschwasser zur Verfügung zu haben“, so der Bürgermeister einleitend.

Der übliche Weg bei Defiziten ist, einen Löschwasserbehälter, nach der nicht immer leichten Suche eines geeigneten Platzes, auszuschreiben und neu zu bauen. Nicht selten kommen dabei je nach Kapazität des Behälters ganz leicht niedrige sechsstellige Beträge zusammen.

In Scheringen wird von diesem üblichen Weg deutlich abgewichen. Dort sichert die Gemeinde mit zwei pragmatischen und gleichzeitig kostengünstigen Lösungen die Löschwasserversorgung für das Oberdorf und für das Unterdorf. Beide Maßnahmen kosteten in Summe nur knapp 10.000 Euro.

Im Oberdorf entstand am Anwesen von Valentin Ballweg, dem Thorsten Weber nicht nur für seine Bereitschaft dankte, sondern gleich noch mit einem flüssigen Blumengruß zum 85. Geburtstag gratulierte, aus einem ehemaligen Güllebehälter eine 175 Kubikmeter umfassende Löschwasserentnahmestelle. Im Zuge der vom Eigentümer durchgeführten Sanierung des Hofes wurde der ehemalige Güllebehälter gereinigt und die Rohleitungen und der Hydrant durch die Stadtwerke Buchen zur Löschwasserentnahme aufgebaut.

„Gespeist wird der Behälter überwiegend aus der angeschlossenen Dachentwässerung und somit überwiegend ohne das Lebensmittel Trinkwasser aus der Leitung“, hob Thorsten Weber hervor.

Auch für das Scheringer Unterdorf wurde eine zusätzliche Löschwasserentnahmestelle eingerichtet, die jetzt alle Anwesen im Unterdorf mit ausreichend Löschwasser versorgt. Bei einzelnen Gebäuden war die Betriebserlaubnis dort gerade wegen des nicht ausreichenden Löschwassers eingeschränkt. Das Löschwasser kommt hier direkt aus der Elz, die ganzjährig wasserführend ist. Es unterliegt somit keiner Mengenbegrenzung.

Mit einem entsprechenden Filter ist gewährleistet, dass die Pumpen der Feuerwehr keinen Schaden durch kleine Steine etc. nehmen. Bei beiden Entnahmestellen wurde bei der Realisierung auf die bewährte Zusammenarbeit der Gemeinde, der Feuerwehr und der Stadtwerke gesetzt.

Hinzu kam im Unterdorf noch eine positive Abstimmung mit der Gewässerbehörde des Landratsamtes. „Es sind keine theoretisch funktionierenden Lösungen mehr. Die Entnahmestelle wurde von der Abteilungswehr Scheringen im Rahmen einer Übung getestet und funktionieren beide reibungslos,“ hob Kommandant Karl Wendel hervor, der ebenfalls dem Grundstückseigentümer Ballweg für seine Bereitschaft dankte.

„Die Lösungen wurden in Eigenleistung der Gemeinde, unter Einbeziehung unserer Feuerwehr und in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Buchen entwickelt und umgesetzt. Dafür möchte ich mich heute stellvertretend für die Feuerwehr bei Karl Wendel, für die Stadtwerke Buchen bei Julian Kaufmann und für die Gemeinde bei Bauamtsleiter Georg Farrenkopf herzlich bedanken“, schloss Thorsten Weber die offizielle Inbetriebnahme, „mit kleinem Budget, der Bereitschaft der Eigentümer und mit etwas

Kreativität gehen zwei sehr gute, den gesetzlichen Bestimmungen voll entsprechende Lösungen nun ganz offiziell in Betrieb und stehen für Brandfälle zur Verfügung. Zum Schluss bleibt uns allen die Hoffnung, dass beide Entnahmestellen in einem Ernstfall nie benötigt werden und weiter nur den Übungszwecken unserer ehrenamtlich tätigen Feuerwehr gute Dienste leisten.“

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