Schlossfestspiele erstmals ausverkauft

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(Foto: Martin Hahn)

„Evita“ und „Rock Symphonies“ sorgen für hundertprozentige Auslastung

Zwingenberg. (pm) Mit dem Musical „Evita“ wagten sich die Schlossfestspiele Zwingenberg in ihrer 43. Spielzeit an eine besonders anspruchsvolle Musicalproduktion. Prominent besetzte Solistenrollen, große Chorstücke und eine sinfonische Orchesterbesetzung machten „Evita“ zu einer Produktion mit hohen künstlerischen Anforderungen.

Das Publikum dankte den hohen Aufwand: Der Kartenverkauf zog schon vor Beginn der Spielzeit noch einmal deutlich an, sodass die Vorstellungen wenige Tage vor der Premiere nahezu ausverkauft waren. Und diese große Nachfrage ließ das Kartentelefon dann bis zuletzt nicht stillstehen.

„Ein voller Schlosshof ist die Grundlage für den Erfolg der Schlossfestspiele. Dass dies erneut gelungen ist, verdanken wir dem großen Einsatz der vielen Mitwirkenden vor, auf und hinter der Bühne“, stellte der Vorsitzende des Trägervereins der Festspiele Landrat Dr. Achim Brötel deshalb zufrieden nach Ende der Spielzeit fest. Er dankte zusammen mit seinem Stellvertreter Bürgermeister Norman Link und dem neuen Intendanten Holger Ries allen Beteiligten.

Die Verantwortlichen der Festspiele konnten so über 8.600 Besucherinnen und Besucher auf dem Schloss begrüßen und über 1.000 Karten mehr im Vergleich zum vergangenen Jahr verkaufen. „Unterm Strich steht damit eine Auslastung von einhundert Prozent, was es so in der Geschichte der Festspiele bisher nicht gegeben hat“, freute sich Brötel.

Gestartet war die Spielzeit am 24. Juli mit dem neuen Format „Rock Symphonies“, welches das Publikum im historischen Schlosshof mit einer mitreißenden Verbindung aus sinfonischem Orchesterklang und großen Rock- und Popklassikern begeisterte. Gemeinsam mit Band und Orchester, den Solisten Sascha Lien, Tracy Plester, Holger Ries, Ramona Umminger und Sonja Westermann sowie dem Festspiel- und Kinderchor entstand ein außergewöhnliches Open-Air-Erlebnis. Eine energiegeladene Atmosphäre und das Zusammenspiel aller Mitwirkenden sorgten für zwei stimmungsvolle Konzerte.

Für die jüngsten Besucherinnen und Besucher stand zudem das Familienprogramm „Ritterrüstung und Kettenhemd“ auf dem Spielplan. Mit spannenden Geschichten, humorvollen Szenen und interaktiven Elementen machten der Schauspieler Udo Grunwald und der Komiker Denis Fink den kleinen Schlosshof erneut zu einem besonderen Erlebnisort für die ganze Familie.

Gleich acht Mal wurde dann das eigens von Regisseur Kai Hüsgen inszenierte Musical „Evita“ von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice auf die Bühne gebracht. Auch hier erweckten ein erstklassiges Ensemble, der Festspiel- und Kinderchor sowie ein 18-köpfiges Orchester die Geschichte der argentinischen Präsidentengattin Eva Perón, dargestellt von Kristin Backes, mit großen musikalischen Szenen, emotionalen Solopartien und dem weltberühmten Titel „Wein´ nicht um mich, Argentinien“ zum Leben. In den weiteren Hauptrollen waren Lutz Standop als Che, Daniel Dittrich als Magaldi, Sonja Vöckler als Geliebte zu erleben. Intendant Holger Ries, der seit 25 Jahren Teil des Zwingenberger Ensembles ist, sang die Rolle des Perón.

Mit der erfolgreichen Musicalproduktion kann Holger Ries nun auf eine sehr positive Bilanz seiner ersten Spielzeit als künstlerischer Leiter zurückblicken. „Diese Spielzeit hat erneut gezeigt, welche besondere Qualität aus dem Zusammenspiel von professionellen Künstlerinnen und Künstlern mit den bestens ausgebildeten Chorsängerinnen und Chorsängern entsteht. Gerade eine Musicalproduktion mit so hohem Niveau macht deutlich, wie wertvoll dieses Miteinander ist und wie erfolgreich und deshalb von Kritikern gelobt es auf der Bühne umgesetzt wurde“, fasste Ries seinen Einstand zusammen.

Sein Dank galt dabei dem gesamten Evita-Team rund um Regisseur Kai Hüsgen und damit auch dem Musikalischen Leiter Thomas Rother, Konzertmeister Ulrich Zimmer, Choreografin Doris Marlis, Bühnenbildner Helmut Mühlbacher, Kostümbildnerin Friederike von Dewitz sowie Chorleiterin Ute Ellenberger und Kinderchorleiterin Nicole Wagner. Für die Gestaltung der „Rock Symphonies“ dankte er zudem dem Musikalischen Leiter Oliver Vogt und Konzertmeisterin Jeanette Pitkevica.

„Einmal mehr haben die Schlossfestspiele ihren hervorragenden Ruf als bedeutendes Kulturereignis mit großer Ausstrahlung, aber auch als Wirtschaftsfaktor für die Region bestätigt“, betonte der Landrat, der ausdrücklich noch einmal Holger Ries gratulierte. Denn auch in dieser Spielzeit habe man, so Brötel weiter, wieder zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf Schloss Zwingenberg begrüßen können. Den Zuschauerinnen und Zuschauern dankte er für ihre Treue und warb dafür, die besonderen Erlebnisse der Festspiele weiterzugeben sowie auch die kommende Spielzeit mit einem frühzeitigen Kartenkauf zu begleiten.

Ein herzliches Dankeschön galt zudem den vielen ehrenamtlichen Kräften, angefangen von den Freiwilligen Feuerwehren Zwingenberg, Neckargerach, Binau, Neunkirchen und Schwarzach und der Abteilung Neckarkatzenbach, dem DRK-Kreisverband Mosbach, dem Sportverein Neckargerach, Richard Langer und der Familie Paduck für die Verkehrslenkung, den Zwingenberger Vereinen und Ehrenamtlichen, den Mitarbeitern der beteiligten Bauhöfe, der Stadt Eberbach, dem omnipräsenten Team der Techniker unter der Leitung von Volker von Schwanenflügel, Werner Kley sowie weiteren ehrenamtlichen Unterstützern im technischen Bereich, Friederike von Dewitz für alle Kostüme, Antonia Mentele für die Requisite, Frederic Riemer für die Regieassistenz und Inspizienz, Julius Luchterhandt, Ute Ellenberger und Werner Freiberger für die Assistenz der Musikalischen Leitung, Nadja Werthmann für die Maske und dem Geschäftsführerteam mit Heike Brock, Jan Egenberger und Ilka Zwieb sowie nicht zuletzt der Familie des Prinzen von Baden für die Gastfreundschaft. Mit einem besonders herzlichen Dank wurde Karin Heiler bedacht, welche die Geschäftsstelle der Schlossfestspiele führt.

Ebenso dankte Brötel den treuen Spendern und Sponsoren, ohne deren Unterstützung die Schlossfestspiele nicht denkbar wären. Dazu zählen die Sparkasse Neckartal-Odenwald, die ZEAG Energie AG, die Ihre Volksbank eG Neckar Odenwald Main Tauber, die Volksbank Heidelberg-Neckartal eG, die European Aerosols GmbH, die BGV Badische Versicherungen AG, LOTTO Baden-Württemberg, der Rotary Club Neckar-Odenwald-Kreis sowie die Bürgerstiftung für die Region Mosbach.

Auch das Land Baden-Württemberg und der Neckar-Odenwald-Kreis leisteten erneut eine maßgebliche finanzielle Unterstützung. Darüber hinaus trugen zahlreiche regionale Partner zum Erfolg der Festspiele bei. Dazu gehören das Autohaus Käsmann (Mosbach) sowie die Firmen Markus Hamm (Zwingenberg), Friedrich Platt (Eberbach) und Martin Muhler Landtechnik (Neckargerach). Auch die Firma „action & fun“ (Zwingenberg/Hessen) unterstützte die Festspiele erneut. Für die Tontechnik danken die Festspiele insbesondere der RK Eventtechnik GmbH (Rudersberg).

 

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