Gemeinderat berät über Supermarkt

Gemeinderat berät über Supermarkt
Gemeinderat berät über Supermarkt

Das Bild zeigt die Limbacher Sporthalle, die je nach Krisenfall als Notunterkunft dienen wird. (Foto: Weber)

Auch Notstromversorgung und Schulverwaltung im Gremium

Limbach. (tw) Eine zusätzliche Gemeinderatssitzung im August fand ohne öffentliches Interesse statt. Zunächst gab Bürgermeister Thorsten Weber bekannt, dass der Gemeinderat in der letzten nichtöffentlichen Sitzung die Beförderung der stellvertretenden Hauptamtsleiterin, die Einstellung eines Bauhofmitarbeiters und die Stundung einer Erschließungsbeitragsforderung beschlossen hatte.

Der Hauptgrund für die Sitzung in der Sommerpause des Rats waren die notwendigen Planungsänderungen für die Ansiedlung des Rewe-Marktes im Bereich des Limbacher Gewerbegebiets. „Ich hatte Ihnen ja bereits in der letzten Sitzung Ende Juli mitgeteilt, dass das Thema Nahversorgung mit einem Vollsortimenter der Marke Rewe aus zwei Planungsbestandteilen besteht.

Teil 1 mit der Bebauungsplanänderung für den eigentlichen Markt auf der Fläche der ehemaligen Firma Odenwälder Babynest hatten wir im Juli besprochen. Teil 2 des Planungspakets umfasst das Limbacher Gewerbegebiet, das wiederum durch die Bebauungspläne Haasenäcker, Hilbertsfeld und Hilbertsfeld II abgebildet wird“, führte Weber in den Punkt ein und begrüßte dazu Jürgen Glaser vom Ingenieurbüro IFK aus Mosbach.

Dieser erläuterte die geplanten Änderungen. So soll mit den geplanten Beschlüssen insbesondere der zentrenrelevante Einzelhandel, etwa in Form von Bekleidungs- oder Schuhmärkten, im Limbacher Gewerbegebiet ausgeschlossen werden. Damit soll verhindert werden, dass Einzelhandel aus den Ortszentren in die Randbereiche abwandert. Dieser Ausschluss war für die Zulassung des REWE-Marktes eine Forderung von Raumordnung und Regionalverband.

Außerdem wird mit den Planänderungen der bereits vorhandene Lebensmittelmarkt in seinem Bestand gesichert. Ihm wird zudem eine bauliche Entwicklungsmöglichkeit zugestanden. Künftig kann im Limbacher Gewerbegebiet ausnahmsweise noch eine Einzelhandelsnutzung stattfinden, wenn sie in Verbindung mit Handwerks- oder Gewerbebetrieben auf untergeordneter Fläche erfolgt. Glaser nannte als Beispiel einen Hofladen.

Auf Nachfragen bestätigten Bürgermeister und Planer, dass alle anderen Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe durch die Planungsänderungen nicht eingeschränkt werden. Der Gemeinderat beschloss dann einstimmig die drei Bebauungsplanänderungen in der vorgelegten Form und gab sie für die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit, der Behörden und der sonstigen beteiligten Träger frei.

„Wir beabsichtigen dann in der Oktobersitzung, die beiden Planungspakete zeitlich zusammenzuführen, indem wir die Abwägungsbeschlüsse zu den eingegangenen Stellungnahmen zu allen Planungen fassen und die Offenlage aller Pläne beschließen wollen“, sagte das Gemeindeoberhaupt abschließend.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es um die Beschaffung zweier mobiler Notstromaggregate, eines mit 125 kVA und eines mit 138 kVA Leistung. „Wir haben vor gut zwei Jahren mit externer Hilfe einen Notfall- und Krisenplan erstellt, bei dem das Rathaus im Krisenfall das Einsatzzentrum sein wird und die Limbacher Halle beziehungsweise die Laudenberger Halle je nach Notfall und Krisenlage die Notunterkunft für die Bevölkerung.

Sollte der Notfall oder die Krise ein längerer Stromausfall sein, müssen wir uns entsprechend mit Notstromaggregaten rüsten“, erläuterte Weber eingangs und schlug dem Gemeinderat die Beschaffung zweier mobiler Aggregate vor, von denen eines für den Bereich der Kläranlagen vorgesehen ist, an denen es inzwischen entsprechende Einspeisepunkte gibt.

„Wir haben mit unseren Notstromaggregaten ausschließlich unsere vielen gemeindlichen Einrichtungen im Blick. Alles im Privateigentum Befindliche muss sich selbst absichern und kann nicht über diese Aggregate versorgt werden“, hob Weber abschließend hervor.

Der Gemeinderat vergab dann, nachdem die Frage nach einer Fördermöglichkeit zum jetzigen Zeitpunkt verneint wurde, einhellig den Auftrag für die Beschaffung an die Firma Macasia Medical zum Preis von 79.016,00 Euro.

Am Ende der Sitzung gab es vom Rathauschef noch zwei Informationen. So prüft die Verwaltung seit einiger Zeit den Einsatz von KI-Unterstützung in verschiedenen Bereichen. Voraussichtlich ab der nächsten Sitzung ist geplant, verschiedene Anbieter für die Sitzungsprotokollierung zu testen, bevor es dazu eine konkrete Beschaffungsentscheidung gibt.

„Eine solche Unterstützung bei der Protokollierung wäre sicher eine Arbeitsentlastung. Wichtig dabei: Die Endfassung eines Protokolls wird weiter Sache der NI, der natürlichen Intelligenz, und somit Sache der Verwaltung bleiben“, unterstrich Weber.

Außerdem wurde der Gemeinde durch das Staatliche Schulamt Mannheim mitgeteilt, dass Frau Christiane Lerch mit Wirkung vom 29. Juli 2026 die Funktion und das Amt der stellvertretenden Schulleiterin an der Grundschule in Laudenberg übertragen wurde.

Eine Anfrage aus dem Gremium bezog sich auf den Hitzeschutz in Kindergärten und Schulen. In den Schulen wird dies bereits hinsichtlich der technischen Möglichkeiten untersucht, im Neubau in Laudenberg wurde der Auftrag im Rahmen der Baumaßnahme bereits erteilt.

Bei den Kindergärten ist die Gemeinde weder Gebäudeeigentümer noch Träger und somit nicht der richtige Ansprechpartner. Man wird hier aber das Gespräch mit dem Träger suchen.

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