„Vom Bundesteilhabegesetz ist wenig angekommen“

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Die Landesbehindertenbeauftragte Simone Fischer (2. v. li.) traf sich in Mosbach mit Redakteurinnen der Zeitschrift „jo!“ und mit Johannes-Diakonie-Vorstand Martin Adel. Foto: Johannes-Diakonie. (Foto: pm)

Landesbehindertenbeauftragte Simone Fischer war zu Besuch in der Johannes-Diakonie

Mosbach.  (pm) Simone Fischer kennt die Johannes-Diakonie schon aus früheren Tätigkeiten. Als Landkreis-Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung war die Frau mit familiären Wurzeln im Neckar-Odenwald-Kreis schon mehrfach zu Gast, ebenso zu Vorträgen. Doch nun besuchte Simone Fischer erstmals als neue Landesbehindertenbeauftragte das Unternehmen und dessen Standort in Mosbach.

Im Kultur- und Begegnungszentrum fideljo kam sie ins Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden der Johannes-Diakonie, Martin Adel, und mit Redakteurinnen des Magazins „jo!“, einer Zeitschrift, die von Menschen mit Behinderung aus der Johannes-Diakonie gestaltet wird.

Vor dem Interview mit der jo!-Redaktion hatte Fischer viele eigene Fragen mitgebracht, die sie an Vorstand Martin Adel richtete. Erfahrungen und Lehren aus der Corona-Zeit waren im Gespräch mit ihm ebenso ein Thema wie die Verwirklichung von Inklusion, etwa in modernen Wohnangeboten für Menschen mit Behinderung.

Hier decke die Johannes-Diakonie eine breite Palette ab, von ambulant begleitetem Wohnen bis hin zu Pflege, erklärte Adel und gab einen Überblick über den Aufbau neuer dezentraler Standorte. Auch das Bundesteilhabegesetz war Thema des Treffens.

Einig waren sich Fischer und Adel, dass bei dessen Umsetzung noch ein weiter Weg zu gehen sei. „Bei den Menschen mit Behinderungen ist von diesem Gesetz noch wenig angekommen außer verstärkter Bürokratie“, erklärte Fischer. „Wir müssen dafür sorgen, dass sie die Fortschritte auch spüren, die das Gesetz bringen soll.“

Um das, was Menschen mit Behinderung aktuell bewegt, ging es im anschließenden Interview mit der jo!-Redaktion. Die Redakteurinnen Luisa Carlino, Johanna Quattlender und Nicole Baluci stellten Fragen zu Fischers Aufgaben und ihren Zielen als Landesbeauftragte.

Besonders interessierten das Team um Redaktionsleiterin Gaby Eisner-Just auch die persönlichen Erfahrungen, die Simone Fischer als kleinwüchsiger Mensch, etwa mit Barrieren im Alltag, gesammelt hat. Zu allen Fragen nahm die Landesbeauftragte ausführlich Stellung.

Ihre Antworten erscheinen in der nächsten Ausgabe des „jo!“, die voraussichtlich im Laufe des Jahres herauskommt. Mehr Informationen zum jo!-Magazin und die bisherigen Ausgaben sind zu finden unter www.johannes-diakonie.de/jo-magazin.

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