Der Gesangverein Harmonie Hettigenbeuern hatte zum Liederabend eingeladen. (Foto: Helga Schwab-Dörzenbach)
Hettigenbeuern. „Dieser Liederabend war einfach schön. Er bot alle Facetten des Chorgesangs: Welthits und Klassiker, allesamt von den vier Chören erfolgreich dargeboten. Das Programm sorgte somit für ein buntes Herbsthighlight.“ Da waren sich die Besucher am Ende des abwechslungsreichen Konzerts einig. Gemeinsam mit den Gastchören aus Sulzbach, Rippberg und Robern präsentierte der gemischte Chor des Gesangvereins „Harmonie“ aus dem „Tal der Liebe“ eine wundervolle Mischung aus verschiedenen Stilrichtungen des Chorgesangs. Die spürbare Freude am Singen und die angenehmen Begegnungen sorgten für eine wohltuende Atmosphäre.
Mit dem gefühlvollen Lied „You Raise Me Up“ begrüßte der Gesangverein „Harmonie“ unter der Leitung von Dirigent Werner Scheuermann die zahlreichen Gäste musikalisch. Der gemischte Chor trat als Projektchor auf und wurde an diesem Abend von einigen Projektsängerinnen begleitet. Diese schöne Hymne an die Menschen oder Mächte, die uns wieder aufrichten, wenn wir am Boden sind, brachte gleich zu Beginn die Kraft der Musik zum Ausdruck. Musik verbindet und kann uns in den verschiedensten Lebenslagen hilfreich begleiten.
Die Vorsitzende des Gesangvereins, Regina Eck, begrüßte im Namen des Vereins insbesondere die Gastchöre und die zahlreichen weiteren Gäste, darunter Bürgermeister Roland Burger, Pfarrer Frederik Reith und Ortsvorsteher Norbert Meixner sowie die Ehrenmitglieder des Gesangvereins. Leider habe der Gesangverein aus Waldstetten krankheitsbedingt absagen müssen, teilte sie mit. Sie begrüßte zugleich die dennoch anwesende Abordnung aus Waldstetten.
Mit „Oh Happy Day“, dem berühmten Gospelsong aus dem Kinofilm „Sister Act“, brachten die Sängerinnen und Sänger anschließend ihre Lebensfreude zum Ausdruck. Als Solist war dabei Vizedirigent Dr. Michael Stumpf zu hören. Das Programm wurde mit dem traditionellen afroamerikanischen Spiritual „Good News“ und seinem mitreißenden Rhythmus fortgesetzt.
Frauenchor „Amicanti“ begeistert
Gekonnt führte das Vorstandsteam um Regina Eck, die stellvertretende Vorsitzende Timea Matyus und Vizedirigent Dr. Michael Stumpf mit einer gemeinsamen Moderation durch das Programm. Charmant stellten sie die Chöre und ihre Liedbeiträge vor.
So kündigte Timea Matyus den Frauenchor „Amicanti“ aus Sulzbach an. Unter der Leitung ihrer Dirigentin Annette Beichert zeigte der Chor mit einem wunderschön gesungenen Peter-Maffay-Medley, wie viel Frauenpower und Begeisterung im Chorgesang stecken können. Anschließend begeisterten die Sängerinnen mit „Für mich soll’s rote Rosen regnen“.
Vizedirigent Dr. Michael Stumpf aus Hettigenbeuern stellte anschließend den Gesangverein Rippberg vor. Krankheitsbedingte Ausfälle machten eine Änderung des Liedprogramms erforderlich. Unter dem Motto „Singen verbindet“ bot der Chor unter der Leitung von Dirigent Eduard Farrenkopf das Lied „Singen verschönt das Leben“ und die bekannte Weise „Am Brunnen vor dem Tore“ dar.
Männerchor aus Robern überzeugt
„Jetzt kommt ein fetziger Männerchor“, leitete Regina Eck über und hatte nicht zu viel versprochen. Die Männer aus Robern präsentierten mit ihrem Dirigenten Philipp Mörsberger, der sich und seinen Chor sympathisch in Reimform vorstellte, eine flotte Version von „Hab mein Wagen vollgelade“. Auch das zweite Lied, „Hase und Jäger“, trugen die Männerstimmen frisch und schwungvoll vor und begeisterten damit das Publikum. Der Männerchor aus Robern stellte unter Beweis, dass Tradition nicht staubig sein muss, sondern das Publikum auch heute noch begeistern kann.
Nach der Pause brachte der Männerchor mit „Rote Lippen“ ein altes Lied in neuer Verpackung gekonnt zu Gehör. Für das Publikum stand dabei ein kleines Fitnessprogramm auf dem Plan: Mitklatschen war angesagt. Mit dem imposanten „Santiano“ und kraftvollen Seemannsklängen beendeten die Männerstimmen ihren Auftritt. Auch die geforderte Zugabe gaben sie gerne.
Chorgesang aus Rippberg und Sulzbach
Der Gesangverein Rippberg setzte im zweiten Teil des Abends mit „Die Abendruhe“ ein Kleinod der Chorliteratur in Szene. Als zweiten Beitrag präsentierten die Sängerinnen und Sänger „Viele verachten die edle Musik“.
Mit dem humorvollen Chanson „Drück die 1“ der deutschen Pop- und Chansonsängerin Annett Louisan parodierten die Sängerinnen auf lustige Weise Telefonwarteschleifen und automatische Auswahlmenüs: „Wenn du mir sagen willst, dass du jetzt um mich weinst, drück die 1.“ Mit dem traditionellen nordamerikanischen Folksong „Bring Me Little Water, Silvy“ beendeten sie rhythmisch ihren gelungenen Auftritt im „Tal der Liebe“.
Stimmung mit S.T.S. und Schlager
Ein Höhepunkt des Programms war der folgende Song „Und irgendwann bleib i dann dort“, mit dem der einheimische Klangkörper das Konzert fortsetzte. Die Sängerinnen und Sänger aus dem Morretal ließen mit dem Lied der österreichischen Kultband S.T.S. die Sehnsucht danach spürbar werden, der hektischen und leistungsorientierten Welt zu entfliehen. Gemeinsam träumten sie von einem Lebensabend am Strand.
Von der magischen Anziehungskraft der Liebe sang der Chor bei „Warum hast du nicht nein gesagt“. Der bekannte Schlager von Maite Kelly und Roland Kaiser sorgte für Stimmung und brachte ein wenig Kaiser-Mania ins „Tal der Liebe“.
Zum Abschluss des gelungenen Liederabends setzte der einheimische Chor aus dem „Tal der Liebe“ mit einem musikalischen Besuch in Paris, der Stadt der Liebe, einen passenden Schlusspunkt: „Aux Champs-Élysées“. Als Zugabe kam anschließend noch einmal die Frage auf: „Warum hast du nicht nein gesagt?“
Dank an Mitwirkende und Unterstützer
An diesem Abend hatten viele „Ja“ gesagt. Dafür dankte die Vorsitzende Regina Eck. Sie sprach allen ihren Dank aus, die zum Gelingen des Liederabends beigetragen und den Gesangverein unterstützt hatten. Bei den Projektsängerinnen und Projektsängern äußerte sie die Hoffnung, dass sie dem Chorgesang treu bleiben und auch weiterhin zu den Chorproben kommen. „Alle, die Lust haben, bei uns mitzusingen, sind eingeladen“, warb sie für den Chorgesang. Die Proben finden jeden Dienstag statt.
Gemeinsam sangen alle Mitwirkenden am Ende des fröhlichen Programms noch einige Lieder. In geselliger Runde klang der gelungene Liederabend aus.



