Filmreif: Die Bioenegieregion HOT

Sieben Tage lang nimmt das Südwest-Fernsehen die Energie-Initiative ins Visier

Das SWR-Team bei der Arbeit: H-O-T- Geschäftsführer Sebastian Damm (2.v.re.) und seine Mitarbeiterin Silke Schäfer (re.) besprechen sich mit Autorin Karin Haug. (Foto: LRA)

Neckar-Odenwald-Kreis/Hohenlohekreis/Main-Tauber-Kreis. Sebastian Damm betritt immer zielstrebig das Verwaltungsgebäude der Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWN) in Buchen-Sansenhecken. Dass er heute mehrmals die Eingangstür passiert, liegt daran, dass ihm Eva Gensch mit einem Kameraschwenk folgt. Was tut der dynamische, 31 Jahre junge Geschäftsführer der Bioenergieregion Hohenlohe- Odenwald-Tauber (H-O-T) an einem normalen Arbeitstag? Das ist die Leitfrage für die Story zu dem Filmbeitrag, den Autorin Karin Haug vom Südwestundfunk (SWR) mit ihrem Team über das landkreisübergreifende Projekt dreht. Die Wissenschaftsjournalistin geht dabei den Aktivitäten rund um die Bioenergie-Initiative H-O-T auf den Grund: “Wir wollen mal sehen, was mit den ganzen Fördergeldern passiert“, sagt Haug salopp.
Sie spricht von rund 400.000 Euro, die bis Mitte 2012 über einen Zeitraum von drei Jahren in die Bioenergieregion fließen. Das Dreiländereck Hohenlohe-Odenwald-Tauber ist eine von insgesamt 25 Bioenergieregionen, die deutschlandweit Ideen und funktionierende Netzwerke zum Ausbau der Versorgung mit erneuerbaren Energien weiter entwickeln sollen. Träger der als GmbH organisierten Modellregion H-O-T sind die drei Landkreise, Geschäftsführer Sebastian Damm spielt die Rolle des Koordinators und kommuniziert in erster Linie. Da er aus der Medienwirtschaft kommt, hat er keine Berührungsängste, wenn der SWR ihm tagelang mit Kamera und Mikros auf den Fersen ist.
Drei Mal muss er ansetzen, bis er die Geschichte erzählt hat, wie H-O-T Unterstützer in der Bevölkerung gefunden hat, dann ist die Szene im Kasten. Damms Büro befindet sich unter einem Dach mit der AWN, Geschäftsführer Dr. Mathias Ginter arbeitet ein paar Türen weiter. „Sansenhecken bietet H-O-T einen idealen Standort“, sagt Damm, Dr. Ginter ergänzt: „Wir sind als Betreiber von Bioenergieanlagen ein guter Partner für H-O-T“. Das Regional-Projekt zu unterstützen, passe zum Selbstverständnis der Landkreis-Tochter. Schließlich stehe die AWN im Auftrag des Kreises nicht nur für modernes Abfallmanagement, sondern auch für die Förderung regenerativer Energien. Wenn die Rechnung aufgeht, kann in Buchen ein Kompetenzzentrum für die Entwicklung und Beratung rund um das Thema erneuerbare Energien über den Förderzeitraum hinaus bestehen bleiben.
Gerade, weil es in den H-O-T-Landkreisen schon so viele Bioenergie-Projekte gibt, muss der SWR sieben Drehtage einplanen, um alle Aktivitäten vorzustellen: Das hohenlohische Siebeneich ist auf der Zielgeraden zum Bioenergiedorf: Die Dorfgemeinschaft hat den Ehrgeiz, den gesamte Energiebedarf vor Ort mit Bioenergie von den eigenen Äckern zu decken. In Grünsfeld im Main-Tauber-Kreis besucht das Fernseh-Team den Landwirt Lothar Derr. Die Energiepflanze Silphie hat es ihm angetan, Gärtner Richard Schreiber im benachbarten Unterbalbach zieht die Setzlinge heran. Und in Rosenberg im Neckar-Odenwald-Kreis ist wiederum die AWN Initiator des Pilotprojekts Bioenergietonne. Dr. Mathias Ginter, Spezialist für sogenannte Stoffströme, erwartet von der Trennung in nassen und trockenen Müll eine restlose Abfallverwertung. Die Umwandlung des „nassen“ Mülls zu Energie ist ein Baustein für die Biogas-Gewinnung.
Welche Persönlichkeiten für die Zukunftsenergie aus Biogas brennen, zeichnen Karin Haug und ihr Team auf Feldern, in Biogasanlagen, in Gewächshäusern, an Verhandlungstischen und in Bürgerversammlungen nach. Zu sehen ist der Beitrag im September im SWR-Fernsehen. Der genaue Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben.

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