Kopfbedeckungen im Mittelalter

08.07.10

Ausstellung – Seien Sie auf der Hut

Osterburken. Am 17. Juni  öffnete die Ausstellung „Kopfbedeckungen im Mittelalter“ in der Museums-Scheune von Adventon in Osterburken  ihre Tore. Mit mehr als 40 Exponaten wird dem Besucher ein Eindruck der vielfältigen Kopfbedeckungen in der Zeit von ca. 500 – 1500 n.C. im heutigen Europa vermittelt.

Ein Streifzug durch rund 1000 Jahre Kopfbedeckungen zeigt Erstaunliches. Der Retrolook ist keine Erfindung der heutigen Zeiten, auch in früheren Epochen haben Menschen kopiert und wieder entdeckt.

Neben der Funktionskopfbedeckung, wie Gugel, Pilger- und Jagdhut sind Hauben und Hüte als Statussymbole zu sehen. Manches Modell wie das Barett scheint „unkaputtbar“ zu sein, denn es existiert noch heute und erfreut sich großer Beliebtheit. Übrigens bedeutet caput Kopf. Schwierig wird es mit der Symbolik des Kopftuches, das aus religiös begründeten Motiven heute oft durch die Medien wandert. Die Bundhaube jedoch hat, neben der Sachsenkappe in der heutigen Zeit endgültig an Beliebtheit verloren.

Nicht selten wurden zwei Kopfbedeckungen übereinander getragen. Beispielsweise trug man Bundhaube und Jagdhut zusammen oder auch Schlauchgugel und Pillbox. Was sich hinter diesen Namen verbirgt, enthüllt sich dem Besucher der Ausstellung auf lebendige und anschauliche Weise.

Wann ist ein Hut ein Hut? Was ist der Unterschied zwischen Mütze und Kappe? Warum heißt die Bundhaube heute Babyhaube und wieso wurde aus der „phrygischen“ oder Sachsenkappe, ursprünglich eine Kopfbedeckung  antiker Seeleute, ein Symbol für spätere Zeiten.

Die Ausstellung ist Freitag, Samstag und Sonntag sowie an allen Feiertagen zu sehen. Bei Gruppenanmeldungen sind auch alle anderen Tage möglich. An Besuchstagen ist die Ausstellung im Tageseintritt inbegriffen, Gruppentarife auf Anfrage.

Infos im Internet:
www.Adventon.de

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