Handwerk der Region ist gut aufgestellt

22.07.10


Das Handwerk der Region ist leicht zurückgegangen. Diese Zusammenfassung verkündete Dieter  Müller, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald, den Delegierten der Vollversammlung, dem „Parlament des Handwerks“ der Region, als er die Zahlen des Jahres 2009 erläuterte. „Insgesamt 65 Betriebe seien weniger in die Handwerksrolle eingetragen, wobei der Rückgang sich auf alle vier kommunalen Gliederungen gleich verteilt. Auch die Zahl der Beschäftigten wie auch der Umsatz sind gegenüber 2008 rückläufig.“ Müller führte diesen Rückgang auf das schwierige Krisenjahr 2009 zurück.

Lediglich die zulassungsfreien Handwerke der Anlage B 1 wiesen auch 2009 noch ein knappes Plus von 1,2 Prozent auf, was allerdings angesichts der Zahlen aus dem Jahr 2004 mit einem Plus von 31,5 Prozent auf das Normalmaß zurückgeführt worden sei. „Die Euphorie ist verflogen und der Boom ist vorbei“, stellte Müller angesichts der vorgelegten Zahlen fest. Denn die Meisterberufe der Anlage verzeichneten ein Minus von einem Prozent, und selbst die Zulassungszahlen in den handwerksähnlichen Gewerken haben um 0,8 Prozent abgenommen.

Noch immer stellten, so Müller weiter, die Betriebe der Anlage A mit 60,6 Prozent das Gros der Betriebe. 20,7 Prozent sind in der Anlage B 1 der zulassungsfreien Handwerke eingeschrieben und  18,7 Prozent als handwerksähnliche Betriebe eingetragen.

Auch die Lehrlingszahlen seien erstmals seit 2004 wieder mit einem Minuszeichen versehen. 117 Verträge weniger als noch 2008 – oder 2,0 Prozent – konnten in die Lehrlingsrolle eingetragen werden. 5.896 junge Menschen lernen im Kammergebiet ein Handwerk, davon 1.470 junge Frauen, also 25,8 Prozent. Weiterhin ist der Kraftfahrzeugmechatroniker in der Hitliste ganz vorn: 661 junge Menschen haben diesen Beruf gewählt, gefolgt von 524 Friseuren, eine weibliche Domäne mit einem Anteil von 84,7 Prozent.

Im Hinblick auf die Zukunft des Handwerks berichtete Müller von einer stabilen Situation bei den Meisterprüfungen. Denn mit 556 erfolgreichen Meistern sei das stabile Vorjahresniveau aus 2008 bestätigt worden. Stabil – so Müller – sei auch die Zahl der Weiterbildungslehrgänge, die 2009 absolviert worden sind. Sie liegen bei 123 mit mehr als 1.300 Teilnehmern.

„Das Handwerk der Region Rhein-Neckar-Odenwald befindet sich in einer stabilen Verfassung. Gerade die vorgelegten Zahlen verdeutlichen, dass das Krisenjahr 2009 zwar mit einer leichten Delle, aber ohne große Schrammen vorbei gegangen ist. Handwerk ist gut aufgestellt und wird die Herausforderungen der Zukunft gut bewältigen“, ist sich Müller abschließend sicher.

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