Mudau als Kunstmetropole

29.07.10

Instinktmalerin Christine Lorenz stellt in der Sparkasse aus

Unser Bild zeigt von links: Rolf Mechler, Svenia und Kai Lorenz, Gernot Hauk, Christine Lorenz, Thomas Götz, Ralf Stumpf. (Foto: Birgit Schäfer)

Mudau. (lw) Die Gemeinde Mudau als Kunstmetropole zu bezeichnen wäre sicherlich schwer nachvollziehbar, aber dennoch präsentiert sich seit Jahren auf den Schaffensgrundlagen von z.B. Arthur Grimm oder Theodor Schöllig eine Kunstszene, die sich nicht nur im regionalen Bereich einen anerkannt guten Namen erarbeitet hat.

Mit der Autodidaktin und Instinktmalerin Christine Lorenz hat dieses Genre nun eine personelle und vielversprechende Erweiterung erfahren, die man getrost als positive Bereicherung in die Kunstschaffenden einreihen darf. Erste Eindrücke bekamen die zahlreichen Gäste und Besucher bereits bei ihrer ersten öffentlichen Präsentation im Rahmen der Ausstellungseröffnung in den Geschäftsräumen der örtlichen Sparkasse.

Geschäftsstellenleiter Ralf Stumpf zeigte sich erfreut über die gute Resonanz und hieß u.a. besonders Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger, Ortsvorsteher Klaus Erich Schork, Filialleiter Rolf Mechler und Gernot Hauk als Kenner der Materie willkommen. Für eine gekonnte und „etwas andere“ Umrahmung der Ausstellungseröffnung zeichnete Jasmin Mechler mit einem Ausdruckstanz und Gamshornbläser Tobias Schwarz verantwortlich.

In ihren biographischen Ausführungen betonte Christine Lorenz  mit wohltuender Nervosität, dass sie zum ersten Mals ihre Arbeiten einer breiten Öffentlichkeit präsentiere. Als Grundstein ihres bisherigen Wirkens nannte sie neben einer kreativen Erziehung vor allem die erstmalige malerische Umgestaltung eines Druckes mit erfreulichem Ergebnis. Inzwischen sind über 50 eigenständige Bilder als Ausdruck ihrer inneren Inspiration entstanden. Das Malen selbst zeichnet die Hobbykünstlerin für sich als Entspannung und Herausforderung gleichermaßen, und so habe sie sich inzwischen als Autodidakt weitergebildet und neben ihrer beruflichen Tätigkeit, Hobbyschauspielerin, Mutter und Hausfrau auch einen Malkurs besucht.

Aus den Anfängen herausgewachsen experimentiert sie inzwischen nicht nur mit Farben, sondern auch mit Holz, Sand, Seidenpapier, verschiedenen Strukturpasten, Bimsmörtel, Reißlack und Steinen, um Effekte zu erzielen. ,,Es ist mir wichtig, mich nicht im Stil und Motiv festzulegen, denn nur so kann ich immer wieder neue Dinge entdecken. Daher auch die bunte Vielfalt meiner Bilder“.

In die Ausstellungsinhalte selbst führte Gernot Hauk in gewohnt fach- und sachkundiger Weise anhand einzelner Bildbeispielen ein. Sich nicht einengen lassen, aus Alternativen die richtige Entscheidung treffen, Entspannung und Befreiung, künstlerisch den Rahmen sprengen und Starrheit hinter sich lassen; seien die erkennbaren Merkmale der Interpretation. Gleichwohl lassen die Bilder von Christine Lorenz dem Betrachter Spielraum für eigenes Erkennen und Deuten, wenngleich Farbgestaltung und -anordnung bestimmte Vorgaben vermitteln.

Die 40-jährige Künstlerin verstehe es gekonnt, Nicht-Sichtbares sichtbar zu machen, womit sie gleichzeitig die Vorgabe von Paul Klee erfülle, aus einem gelben Fleck eine Sonne so zu gestalten, dass sich dem Betrachter Augen und Herz öffnen.

Als Grußwortredner betonten Bürgermeister Dr. Rippberger, Klaus Erich Schork und Rolf Mechler vor allem den Mut der Künstlerin zu dieser ersten Ausstellung und beglückwünschten sie zu ihren Werken.

Ihr abschließender Dank galt allen, die zum Gelingen der Vernissage beigetragen hatten. Die Ausstellung ist zu den normalen Geschäftszeiten der Sparkasse bis 23. August bei kostenlosem Eintritt zu besichtigen.

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de



Artikel empfehlen: