Spannung vor dem HeidelbergMan

29.07.10

BASF Triathlon-Cup Rhein-Neckar 2010

Vor dem dritten von vier Rennen des BASF Triathlon-Cups Rhein-Neckar 2010 steigt die Spannung: Die Vorentscheidung in der Gesamtwertung der Serie wird beim HeidelbergMan am kommenden Sonntag, 1. August, fallen. Noch ist nicht klar, ob die Fließgeschwindigkeit des Neckars das geplante Schwimmen flussaufwärts zulassen wird ­ diese Entscheidung fällt am Samstag.

Der HeidelbergMan wird 2010 zum 18. Mal ausgetragen. Der Triathlon über die olympische Distanz zählt wegen der schweren Rad- und Laufstrecke zu den härtesten Rennen ­ und in diesem Jahr soll sogar das Schwimmen flussaufwärts führen: Wegen einer Baustelle auf dem Nordufer des Neckars blieb dem ehrenamtlichen Organisationsteam vom Ski-Club und vom SV Nikar nur diese Lösung, um die Veranstaltung durchzuführen. Geschwommen wird nun ungefähr 1.000 Meter flussaufwärts, von der Theodor-Heuss-Brücke zur Alten Brücke. Die Wechselzone wird direkt auf der Alten Brücke aufgebaut, die Radstrecke bleibt fast unverändert und statt über die Neckarwiese geht es zu Beginn der Laufstrecke über den Leinpfad zum steilen Philosophenweg.

Das Regelwerk des Triathlonverbandes erlaubt Schwimmen gegen die Strömung nur bis zu einer Fließgeschwindigkeit von 550 Metern pro Stunde. Diese Strömungsgeschwindigkeit ist derzeit in Heidelberg fast erreicht. Wird sie überschritten, muss aus dem Triathlon ein Duathlon mit 5 Kilometern Laufen, 32 Kilometern Rad fahren und 10 Kilometern Laufen gemacht werden. Die Entscheidung über die Austragungsform fällt am Samstagvormittag auf Basis der Fließgeschwindigkeit. Die Unwägbarkeit und die verschiedenen Optionen treiben nicht nur den Arbeitsaufwand in der Organisation hoch, sondern haben wohl auch einige potentielle Starter abgeschreckt. Statt 800 wie in den Vorjahren, werden ungefähr 550 Athleten am Start sein.

Bei den Herren wird es einen neuen Sieger geben. Keiner der bisherigen HeidelbergMan-Sieger wird am Start sein. Erster Kandidat auf die Nachfolge von Vorjahres-Dominator Sebastian Kienle ist sein Freund und Trainings-partner Felix Schumann (Ejot Team Buschhütten). Mit dem 28-jährigen Mediziner wird der letztjährige Roth-Sieger Michael Göhner (TSG Reutlingen) konkurrieren. Zum Favoritenkreis zählen außerdem Johannes Utz (Tri-Team Heuchelberg), der Sieger beim Serienauftakt in Mußbach, und Flemming Neumann (TV Lemgo). Auf jeden Fall zu beachten ist auch Johannes Moldan (FC Dörlesberg), der bärenstarke Überraschungssieger des RömerMans in Ladenburg am vergangenen Wochenende. Geht es am Ende flussaufwärts, liegen sicher Vorteile beim Schwimmspezialisten Neumann, kommt die Duathlon-Variante, werden eher Moldan und Göhner vorne liegen.

Das Frauenrennen bedeutet einen Einschnitt in der Geschichte des HeidelbergMan: Zum ersten Mal seit Menschengedenken ist Katja Schumacher nicht am Start! Die Heidelberger Profi-Athletin hat ihre Karriere beendet und ist ins Trainerfach gewechselt ­ mit Erfolg: In der Gesamtwertung des BASF Triathlon-Cups führt mit Jutta Schäfer (SV Nikar Heidelberg) eine von ihr betreute Sportlerin. Dagegen wird Sandra Wallenhorst (Hannover 96), die Ironman-Europameisterin, nach ihrem 5. Platz von Ladenburg wohl nicht mehr in den Kampf um den Seriensieg eingreifen können ­ sie will das Rennen “nach Gefühl³ angehen. Das Frauenrennen scheint vergleichsweise offen, leichte Vorteile könnten bei Jenny Schulz (Skills04 Frankfurt) liegen. Die amtierende deutsche Duathlon-Meisterin konnte sich vor Wochenfrist souverän in Ladenburg durchsetzen. Zur erklärten Favoritin würde Schulz dann, wenn wegen zu viel Strömung die wasserfreie Duathlon-Variante veranstaltet werden müsste.

Infos im Internet:
www.rhein-neckar-triathlon-cup.de

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