Gespensterfamilie Glibbermoor in Mudau

200 Kinder folgten der Vorführung. (Foto: Liane Merkle)

Mudau. (lm) Das einzige, was an „ganz normale Familien“ mit „ganz normalen Kindern erinnerte, war der Saustall, den Vater Giselbert im Zimmer seines Filius entdeckte. Da ein Socken, dort ein Schuh, im anderen Eck noch ein Socken usw. Ansonsten dürfte bezweifelt werden, ob bei einem der nahezu 200 anwesenden Kinder in der Mudauer Schulaula der Wecker auf Mitternacht eingestellt ist oder dass es auf seinen zukünftigen Job vorbereitet wird, indem Übungsstunden im Kettenrasseln oder Leute erschrecken angesagt sind. Doch genau das spielte sich zum großen Vergnügen des überaus interessierten Publikums auf der Marionettenbühne „Lari-Fari“ ab.

Unter dem Titel „Was geht vor auf Glibbermoor“ erfuhr man unter anderem den Tages- bzw. Nachtablauf der Gespensterfamilie Glibbermoor, die vor langer, langer Zeit, als es noch Drachen und Nachtwächter auf dieser Welt gab, in ihrem alten Schloss lebte. Und wie es sich schon damals für echte Geister gehörte, erschreckten Vater Giselbert und Mutter Ophelia Nacht für Nacht die Menschen mit schaurigen Schreien und grusligen Scherzen. Doch wie alle Eltern plagten auch sie die Sorgen um ihren Sohn. Denn was um alles in der Welt macht man nur mit einem kleinen Gespensterkind, das Nanu heißt, 146 Jahre alt ist und viel lieber Fußball spielt oder sich brav entschuldigt, als Leuten einen Schrecken einzujagen? Hinzu kam das Problem, ob Monsterpocken eigentlich wirklich so ansteckend sind.

Unter der Serie „Mudau G’schmackvoll“ hatte die Karnevalsgesellschaft Mudemer Wassersucher in Kooperation mit der Grund- und Hauptschule Mudau die Jugend zum Marionetten-Theater-Nachmittag, eingeladen und mit der schaurig schönen Geschichte, die von Mut, Freundschaft und einem etwas anderen Gespenst erzählt, nahtlos an die bisherigen Erfolge der G’schmackvoll-Serie angeschlossen.

Hinter dem Namen „Lari-Fari“ stehen die beiden Erzieherinnen Ingeborg Matthias und Bettina Keller, die seit über zehn Jahren erfolgreich mit ihrer mobilen Puppenbühne in der Region unterwegs sind. Das „eingespielte Duo“ präsentierte mit „Was ist los in Glibbermoor“ eines seiner selbst geschriebenen, phantasievollen Geschichten, bei denen die Kinder immer mit einbezogen wurden, sowie eigens komponierte Lieder, die die gefühlvollen Momente in der abwechslungsreichen Erzählung unterstrichen.

Diese Prognose war schon der Ankündigung zu entnehmen und bestätigte sich in den wahrlich verzauberten kleinen und großen Zuschauern. Die Kinder ließen keine Gelegenheit aus, dem Gespensterkind Nanu beizustehen. Und alle Altersklassen nutzten nur zu gerne das anschließende Angebot an Kaffee und selbst gebackenen Kuchen.

Marco Scheiwein, der auch für die Begrüßung verantwortlich gezeichnet hatte, überreichte im Anschluss an die hervorragende Vorstellung den Überschuss in Höhe von rd. 200 Euro als Spende an Gerhard Engelhard, den 1. Vorsitzenden des Fördervereins GWRS.

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