L 583 seit 30 Jahren auf der Wunschliste

(Foto: Liane Merkle)

Seckach/Großeicholzheim. (lm) Es steht außer Frage, dass der Ausbau der Landesstraße 585 zwischen Seckach und Großeicholzheim als ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und des Verkehrsflusses und ganz sicher nicht als Luxus zu sehen ist, in diesem Punkt waren sich Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner, MdL Peter Hauk als Fraktionsvorsitzender der CDU im Stuttgarter Landtag, MdL Georg Nelius, Landrat Dr. Achim Brötel sowie Bürgermeister Thomas Ludwig ebenso einig wie Baudirektor Peter Siepe, Oberbaurat Jochen Ernst und Bauleiter Thomas Reger als Vertreter Regierungspräsidiums in den Dienstsitzen Heidelberg und Buchen sowie Bürgermeisterstellvertreter Norbert Richter und Ortsvorsteher Reinhard Rapp als Vertreter der Gemeinde.

Darüber hinaus betonte Dr. Kühner im Rahmen des offiziellen Bauauftakt, dass auch die ökologischen Belange berücksichtigt worden seien, indem die neue Trasse vom FFH-Gebiet „Seckach und Zuflüsse“ abrücke und der unumgängliche Eingriff in die vorhandenen Felsformationen so gering wie möglich gehalten wurde. Sein Dank richtete sich vor allem an Bürgermeister Ludwig für die enorme Unterstützung beim Grunderwerb und die ganz hervorragende Zusammenarbeit mit der Gemeinde Seckach. Der traditionelle Spatenstich entfiel vor allem, weil zwar in Kürze mit dem Ausbau der ersten 200 Meter ab der letzten Ausbaustrecke bis zur Hagenmühle unter halbseitiger Sperrung begonnen werde und dieses Jahr auch noch abgeschlossen werden soll, zur Auftaktveranstaltung aber die Bau ausführende Firma noch nicht definitiv fest stand.

Die verbleibenden 1,6 Kilometer werden im kommenden Jahr unter Vollsperrung komplett saniert und dabei von fünf auf sechs Meter verbreitert, die Linienführung gestreckt sowie die Straßenentwässerung verbessert. Die Gesamtkosten sind auf 1,6 Mio. Euro veranschlagt.

MdL Peter Hauk ging in seinen Ausführungen auf den verspäteten Ausbau der Straße ein, der auch darauf zurück zu führen sei, dass die Liste der sanierungsbedürftigen Landesstraßen lang sei und unbedingt in den nächsten Jahren abgearbeitet werden müsse. Dem hatte sein Kollege Nelius nichts hinzu zu fügen, bedauerte jedoch scherzhaft, dass er den internen Wettbewerb der SPD um die schlechteste Landesstraße nach dem Ausbau wohl vergessen könne. Landrat Dr. Achim Brötel erinnerte daran, dass die Planungsgeschichte über 25 Jahre zurück liege und der Ausbau des ersten Abschnitts zehn Jahre. „Dass wir alle auch noch den zweiten Bauabschnitt erleben dürfen, ist zweifelsohne ein besonderer Grund zur Freude“ meinte der Landrat auch im Hinblick auf die zwei ÖNPV-Linien und 17 Fahrten täglich im Schul- und Linienbusverkehr auf der L583.

Schon aus diesem Grund erwarte er keine Demonstrationen gegen den Ausbau, sondern eher Dank-Prozessionen der Nutznießer.

Auch Bürgermeister Thomas Ludwig hob diesen bedeutenden Tag für die Gemeinde Seckach hervor. Nach seinen Recherchen steht der vollständige Ausbau der L583 bereits seit 30 Jahren auf der Wunschliste der Gemeinde. Bereits sein Vorgänger Ekkehard Brand hatte diese Maßnahme schon damals als wichtigen Baustein des Entwicklungsleitbildes der RIO-Gemeinden gesehen. Und in diesen 30 zurück liegenden Jahren sei die Qualität dieser Straße natürlich immer schlechter geworden. Um so dankbarer seien die Bürger für die Investitionsbereitschaft des Regierungspräsidiums. Sein Dank richtete sich aber auch an die engagierten politischen Vertreter des Necker-Odenwald-Kreises, Peter Hauk, Georg Nelius und Dr. Achim Brötel. Sein abschließender Appell an die Verkehrsteilnehmer bat, um klagloses Hinnehmen der unvermeidbaren Wartezeiten oder Umwege während der Bauzeit, auf die man so lange hin gearbeitet habe.

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