70 Einsatzkräfte beim Dachstuhlbrand

(Foto: FFW Mosbach)

Mosbach. (do) Am Dienstag bemerkten Anwohner gegen 13:45Uhr einen Brandausbruch in einem Gebäude am Alten Schulplatz (wir berichteten). Umgehend wurde die Abteilung Mosbach-Stadt der Feuerwehr Mosbach über die Leitstelle Mosbach alarmiert und in Marsch gesetzt. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde bereits beim Eintreffen des ersten Feuerwehrkameraden im Gerätehaus die Abteilung Neckarelz-Diedesheim nachgefordert. Dies stellte sich als sehr weitsichtig heraus, da ab den ersten Minuten auf wesentlich mehr Ressourcen zurückgegriffen werden konnte.

Das erstausrückende Löschfahrzeug (LF20/16) fuhr die Einsatzstelle über die Badgasse an und nahm dort 1 B-Rohr sowie 2 C-Rohre zur Brandbekämpfung vor. Der eingeleitete Innenangriff musste jedoch nach kurzer Zeit wieder abgebrochen werden, so dass alle Rohre im Außenangriff eingesetzt wurden. Die Drehleiter sowie das TLF16/25 sollten die Einsatzstelle über den Marktplatz sowie den Kirchvorplatz anfahren. Obwohl dies der Anfahrtsweg für dieses Bereich ist, war eine Durchfahrt aufgrund einer Baustelle nicht möglich. Die Baustelle war zwar von Seiten der Stadt genehmigt, allerdings ist die Information über die Sperrung auf dem Weg zur Feuerwehr hängen geblieben. Aus diesem Grund mussten beide Einsatzfahrzeuge wieder umdrehen und über Umwege die Collekturgasse anfahren. Dies sorgte zunächst für Unverständnis bei Anwohnern, wurde jedoch noch an der Einsatzstelle geklärt. Die Drehleiter wurde hinter dem Brandobjekt in Stellung gebracht und ein Wenderohr zur Brandbekämpfung vorgenommen. Das TLF wurde in der Zufahrt zum Hinterhof abgestellt und stellte die Wasserversorgung der Drehleiter sicher. Weiter wurde ein B-Strahlrohr zur Riegelstellung vorgenommen.

Die Drehleiter der Abt. Neckarelz-Diedesheim wurde auf einem Stichweg zwischen Zwingerstraße und Collekturgasse aufgestellt und führte mit einem weiteren Wenderohr die Brandbekämpfung durch. Die weiteren Löschfahrzeuge der Abteilung Neckarelz-Diedesheim gingen in der Zwingerstraße in Position und nahmen ebenfalls Strahlrohre zur Brandbekämpfung vor. Die Polizei sperrte während der Löscharbeiten die Zwingerstraße für den Durchgangsverkehr.

[nggallery id=50](Fotos: Weidlich/FFW Mosbach)

Neben der eigentlichen Brandbekämpfung war es ab dem ersten Moment sehr wichtig, eine Brandausdehnung auf andere Gebäude zu verhindern, da es sich in dem Bereich um einen der am dichtesten bebauten Bereiche der Mosbacher Altstadt handelt. Aufgrund der schnellen Nachalarmierung der Abt. Neckarelz-Diedesheim war dies jedoch möglich.

Auch die Nachbarn des betroffenen Gebäudes zeigten sich hierüber erleichtert und bedankten sich bei den Einsatzkräften für den schnellen und sehr professionellen Einsatz. Auch war es für viele Anwohner selbstverständlich die Einsatzkräfte mit Getränken zu versorgen. Aber auch die Einsatzkräfte der Feuerwehr zeigten sich zufrieden mit dem Einsatzverlauf. Die Zusammenarbeit der beiden Abteilungen klappte wie in vorangegangen Einsätzen wieder einmal vorbildlich.

Insgesamt wurden während der Brandbekämpfung 2 Wenderohre, 2 B-Strahlrohre und 4 C-Strahlrohre vorgenommen. In den 6-stündigen Löscharbeiten kamen annähernd 70 Einsatzkräfte, darunter 16 Kräfte unter schwerem Atemschutz, der beiden Abteilungen zum Einsatz. Neben dem Rettungsdienst war auch die Polizei, der KBM des NOK und einer seiner Stellvertreter, Vertreter der Stadtwerke sowie BM Keilbach und OB Jann von Seiten der Stadt Mosbach an der Einsatzstelle präsent.

Nach Abschluss der eigentlichen Löscharbeiten stellte die Besatzung des TLF16/25 noch für einige Zeit eine Brandwache. Die Kripo hat bereits die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Infos im Internet:
www.feuerwehr-mosbach.de

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