Hammeltanz in Großeicholzheim

(Foto: Liane Merkle)

Großeicholzheim. (lm) Dörfliche Traditionen und Bräuche scheinen wieder einen größeren Stellenwert unter den Menschen einzunehmen. Zumindest dokumentieren das in Großeicholzheim die jährlich steigenden Zuschauer- und Teilnehmerzahlen beim Hammeltanz am heutigen Kerwemontag.

Auch die intensive Organisation, mit der die Jugendlichen andere Kerwebräuche – wie z. B. den Strohbär und das Sammeln für einen gemeinnützigen Zweck – durchziehen, zeigt das steigende Interesse an den eigenen Wurzeln. Der Tradition folgend erwarteten die Großeicholzheimer den „Hammel-Zug“ vor dem Wasserschloss. Und der Hammelzug setzte sich zusammen aus dem jugendlichen „Kerwe-Organisations-Komitee“ und den Musikanten Axel Kegelmann, Martin und Mavin Kort sowie Philipp Reitter. Den mit bunten Luftballonen geschmückten und mit einem Strohhut „behüteten“ Kerwehammel führte Christoph Leppla.

Ein Wecker wurde ge- und aufgestellt, der geschmückte Hammel begann mit seinem Führer schon mal die Runde zu drehen, innerhalb der sich die tanzenden Paare, die nicht verheiratet sein dürfen, bewegen sollten und die Musikanten nahmen Aufstellung. Während des zwanzigminütigen Tanzens sorgte jemand dafür, dass ein ansprechender Blumenstrauß von einem

[nggallery id=53] (Fotos: Liane Merkle)

Paar zum nächsten gereicht wurde. Dabei können 20 Minuten ganz schön lang werden. Das Paar, bei dem der Blumenstrauß gerade ist, während der Wecker klingelt, darf diesen und das Schmucktuch des Hammels mit nach Hause nehmen und muss was zu Trinken ausgeben.

Das glückliche Paar war Christina Böhle und Sven Blochin. Alle zusammen – Tänzer, Gäste und Zuschauer nehmen dann das gemeinsame Kerwemahl ein. Natürlich sammelte die Jugend während dieser Aktion – wie jedes Jahr – auch fleißig für einen sozialen Zweck. Als Anreiz für die Spenden und zur „inneren Erwärmung“ gab es Glühwein, Brezeln und Schnaps.

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: