Europäische Biersorten illegal entsorgt

Seckach. (lm) Seit die lokale Agenda in Seckach initiiert wurde, schweißt sie die Bürger ganz offensichtlich in allen Lebensbereichen zusammen. Nachdem der Arbeitskreis Soziales Netzwerk große Erfolge mit seinem Fahrdienst und dem Verein „Zeitbank 55 plus“ zu verzeichnen hat, der Arbeitskreis Wirtschaft auf zügigen Fortschritt in Sachen DSL stolz sein kann, meldet der Arbeitskreis Natur, Umwelt, Energie unglaubliches Engagement – lobenswerter weise von Seiten der Jugend – in Sachen „Müllsammeln“.

Die Aktion fand am vergangenen Samstag bereits zum zweiten Mal in allen drei Ortsteilen statt. Und die erfreuliche Anzahl von knapp 20 Engagierten fand sich am Vormittag  auf dem Seckacher Rathausvorplatz ein, wo die Gebiete aufgeteilt wurden. Als man sich drei Stunden später auf dem Bauhof wieder traf, waren zwei landwirtschaftliche und zwei PKW-Anhänger sowie diverse Müllsäcke in Kofferräumen gut gefüllt mit Müllbergen, deren Zustandekommen nicht zu verstehen ist bei den vielen Müllentsorgungssystemen „all inclusive“, die im Neckar-Odenwald-Kreis angeboten sind.

Auto- und Traktorreifen, halbvolle Ölfässer, Flaschen und Folien, ja sogar ein relativ gut erhaltener Gartentisch waren da im Angebot. „Ich glaube, wir haben ein Bierlager aufgetan. Zumindest ist bei den leeren Flaschen außer Sekt und Wein vermutlich das ganze europäische Sortiment an Bieren vertreten“, so eine der Sammlerinnen. Und Wassermeister Franz Ehrmann erinnerte daran, dass ja auch der Bauhof ständig Müllablagerungen beseitigt. Dass diese seiner Meinung nach jedoch in Anzahl und Menge rückläufig sind, bestätigt auch die lobenden Äußerungen von Karl-Heinz Mertl: „Fast alles, was wir gesammelt haben, liegt schon wirklich lange da draußen und war teilweise sehr gut versteckt.“

Bürgermeister Thomas Ludwig bedankte sich bei den eifrigen Umweltschützern, indem er die Gruppe zu einem zünftigen Vesper einlud.

[singlepic id=276 w=468 h=280 mode=watermark float=] (Foto: Liane Merkle)

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