Bilanz zum Ende des Berufsberaterjahres

Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen gestiegen. – Fast alle Bewerber zum Stichtag 30. September 2010 versorgt.

Tauberbischofsheim. (aat) Am Ende jeden Berufsberatungsjahres, das immer vom 01. Oktober bis 30. September des Folgejahres läuft, zieht die Agentur für Arbeit eine vorläufige Bilanz.

Zum Stichtag am 30. September waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Tauberbischofsheim noch 49 Ausbildungsstellen frei. Sieben Bewerber konnten noch keinen Ausbildungsplatz finden bzw. hatten sich noch nicht für eine Alternative entschieden. „Die Unternehmen zeigen aufgrund der verbesserten Wirtschaftslage und mit Blick auf den demografischen Wandel eine verstärkte Ausbildungsbereitschaft. Die Situation hat sich für die Jugendlichen etwas entspannt“, so Cornelia Beckert, Geschäftsführerin für den operativen Bereich der Agentur für Arbeit Tauberbischofsheim.

Von Oktober bis Ende September wurden dem Arbeitgeberservice 2129 Ausbildungsplätze gemeldet, das sind 190 oder 9,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die meisten davon sind Ausbildungen für Dienstleistungsberufe wie beispielweise Warenkaufleute, Bürofachkräfte, -hilfskräfte, Gästebetreuer, Gesundheitsberufe, Bank- und Versicherungskaufleute. Ein weiterer großer Anteil entfällt auf Fertigungsberufe wie Schlosser, Elektriker, Speisenbereiter, Maler und Lackierer und Tischler.
Am Stichtag waren noch 49 der gemeldeten Ausbildungsplätze frei, 16 mehr als im Vorjahr. Freie Stellen gibt es zum Beispiel noch für Warenkaufleute, Gästebetreuer, Maler und Lackierer, Bank- und Versicherungskaufleute, Bürofachkräfte, -hilfskräfte und Körperpfleger.

„Auf einen Bewerber kommt zwar rein rechnerisch fast eine Ausbildungsstelle, dennoch kann ein Teil der Stellen nicht besetzt werden. Gründe hierfür sind, dass die von den Ausbildungsbetrieben an die Bewerber gestellten Anforderungen aufgrund fehlender Qualifikationen nicht zusammenpassen oder sich die Berufswünsche mit dem Stellenangebot nicht decken“, so Cornelia Beckert.

Im zu Ende gegangenen Berichtsjahr hatten sich 2501 junge Menschen bei der Berufsberatung als Bewerber um eine Ausbildungsstelle gemeldet. Das sind 119 oder 4,5 Prozent weniger als noch im vergangenen Jahr. Eine Ursache für den Rückgang ist der demografische Wandel. Weniger Schulabgänger führen zu einem Rückgang der potentiell der Ausbildungsvermittlung zur Verfügung stehenden Bewerber.

Zudem nutzen Jugendliche vermehrt das Angebot der Selbstinformationseinrichtung der Arbeitsagenturen im Internet und sind auf diese Weise bei ihrer Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz erfolgreich. Die Arbeitsagenturen folgen diesem Trend der Informationsbeschaffung, indem sie die Möglichkeiten zur Selbstinformation weiter ausbauen und verbessern. Nicht nur Ausbildungsplatzsuchende können wichtige und umfassende Informationen rund um das Thema Ausbildungs- und Arbeitsmarkt über die Homepage der Arbeitsagentur rund um die Uhr abrufen.

Von den 2501 gemeldeten Bewerbern haben sich knapp mehr als die Hälfte der jungen Menschen für eine Berufsausbildung entschieden, 467 für weiterführende Schulen, Studium oder Praktikum. 235 Bewerber haben eine Arbeit aufgenommen. Die verbleibenden Jugendlichen leisten einen sozialen Dienst (Bundeswehr, Zivildienst, freiwilliges soziales Jahr) ab oder besuchen eine Fördermaßnahme der Arbeitsagentur, um ihre Vermittlungschancen zu erhöhen.

Die TOP 5 der Wunschberufe seitens der weiblichen Bewerber waren Kauffrau im Einzelhandel, Bürokauffrau, Industriekauffrau, Medizinischer Fachangestellte und Verkäuferin. Die TOP 5 der Wunschberufe der Jungen waren Industriemechaniker, Kaufmann im Einzelhandel, Kraftfahrzeugmechatroniker, Industriekaufmann und Fachkraft für Lagerlogistik.

Sieben Bewerber konnten bis Ende des Berichtsjahres keinen Ausbildungsplatz ergattern bzw. sich noch nicht entscheiden und blieben zunächst unversorgt (im Vorjahr waren es noch 23).

Die Berufsberater haben allen bei der Arbeitsagentur gemeldeten Jugendlichen, ein Ausbildungs- oder ein Alternativangebot gemacht, das die Möglichkeit zur Teilnahme an einer gezielten Fördermaßnahmen oder an einer betrieblichen Einstiegsqualifizierungen bietet, um die Aussichten auf einen Ausbildungsplatz zu verbessern.

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