Bundeswehrlager im Kreis bis 2013 sicher

Privatisierung vorerst gestoppt – zivile Dienstposten bleiben erhalten

MdB Alois Gerig. (Foto: privat)

Hardheim/Neckarzimmern. Die Bundeswehr wird ihre Lagerhaltung vorerst nicht privatisieren. Das Bundesverteidigungsministerium hat in Berlin mitgeteilt, dass vorläufig keine privaten Unternehmen an der Lagerhaltung der Bundeswehr beteiligt werden – ein entsprechendes Vergabeverfahren wurde gestoppt.

Für den CDU-Bundestagsabgeordneten Alois Gerig ist dies eine äußerst positive Nachricht: „Damit bleiben die Materiallager der Bundeswehr in Neckarzimmern und Hardheim bestehen.“ Wie Gerig weiterhin erfuhr, wurden die zivilen Dienstposten in den Materiallagern bis zum 31. Dezember 2013 verlängert. „Neben den Standortgemeinden Neckarzimmern und Hardheim haben auch die Mitarbeiter Gewissheit, dass ihr Materiallager die nächsten drei Jahre Bestand hat“, erklärte Gerig.

Bei einem Besuch in der Untertageanlage des Materiallagers Neckarzimmern im Februar dieses Jahres hatte sich Gerig ein Bild vor Ort gemacht. Zusammen mit sieben weiteren Abgeordneten der CDU/CSU wurde Gerig zudem beim Bundesverteidigungsministerium vorstellig: „Für uns Abgeordneten war keineswegs offensichtlich, dass ein privates Unternehmen die Aufgaben eines Materiallagers grundsätzlich verlässlicher und günstiger erledigen kann.“ Das kritische Nachfragen der Abgeordneten habe mit dazu beigetragen, dass auf eine Privatisierung erst einmal mal verzichtet werde.

Gerig weist darauf hin, dass auch aufgrund der angestrebten Neuausrichtung der Bundeswehr derzeit nicht über eine Privatisierung entschieden werden kann. Im Zuge der Neuausrichtung sei mit einer Reduzierung der Truppenstärke und möglicherweise auch mit einer Aussetzung der Wehrpflicht zu rechnen. „Gegenwärtig ist nicht absehbar, welche Veränderungen auf die Materiallager zukommen“, so Gerig.

Wenn im Sommer 2011 die neuen Rahmenbedingungen für die Bundeswehr feststehen, will das Bundesverteidigungsministerium die Lagerhaltung der Bundeswehr gegebenenfalls erneut für private Anbieter ausschreiben. „Die Materiallager sind in den kommenden drei Jahren gefordert, ihre Betriebsabläufe weiter selbst zu optimieren – vielleicht wird dadurch eine Privatisierung entbehrlich“, hofft Gerig. Durch die eigenen Anstrengungen der Materiallager seien in den vergangenen Jahren schon beachtliche Fortschritte erzielt worden.

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