Seltener Pilz im Odenwald

Den seltenen Pilz des Jahres 2011 fand der Rumpfener Peter Hoffmann im hessischen Odenwald. (Foto: Liane Merkle)

Rumpfen. (lm) Peter Hoffmann staunte nicht schlecht, was er beim Pilze suchen im hessischen Odenwald auf dem Laub bedeckten Waldboden entdeckte. „Das sah aus wie ein Seestern!“ Und was für ein Seestern. Pinkfarben leuchtend mit schwarzen Punkten. Sohn Hagen fotografierte das aasartig richtende Gebilde und man machte sich im Internet auf die Suche.

Und man wurde fündig: Ein sogenannter Squid-Pilz mit der lateinischen Bezeichnung „clathrus ruber“. Normalerweise besteht der  Fruchtkörper dieses Roten Gitterlings laut „Wikipedia“ aus kugelförmigen, 2-3 cm breiten Hexeneiern mit einer schmutzig-weißen Außenschicht (Exoperidie) und weißlichen Myzelsträngen an der Basis. „Das bei der Reifung der Fruchtkörper aus dem Hexenei hervorbrechende, rote, schwammig-poröse Receptaculum hat die Form eines weitmaschigen Netzes. Die Gleba befindet sich an der Innenseite des Receptaculums, sie ist grünlich, schleimig und riecht aasartig.“

Gemäß der aufgezeigten Fotos kann dieser Pilz aber auch mal aussehen wie ein Seestern. Als Speisepilz kommt er jedoch in keiner Weise in Frage. Die Online-Enzyklopädie weiß ebenfalls, dass der Rote Gitterling ein saprobiontischer Bodenbewohner ist, der in Mitteleuropa nur an stark anthropogen beeinflussten Standorten wie Gärten und Parkanlagen vorkommt. In seinem natürlichen Verbreitungsgebiet wächst die Art in Laubwäldern. In Mitteleuropa erscheinen die Fruchtkörper hauptsächlich im Sommer. Er kommt weltweit in tropischen, mediterranen und gemäßigten Gebieten vor. Und er wurde in Vorder- und Ostasien, Neuseeland, Nord- und Zentralafrika auf den Kanarischen Inseln und in Nord- und Mittelamerika gefunden. In Europa ist er im Mittelmeergebiet häufig zu finden, nördlich der Alpen kommt er nur unbeständig eingeschleppt vor. Er wurde auf den Britischen Inseln, in Belgien, den Niederlanden, Deutschland und Polen gefunden.

Der Rumpfener Peter Hoffmann hat den Clathrus Ruber genau zum richtigen Zeitpunkt entdeckt, denn die Art wurde von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie zum Pilz des Jahres 2011 erklärt.

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