Weiterbildung bei den Kreisreservisten

Modellprojekt RegIniKatSch BW geht ins 4. Jahr – Schützenschnüre überreicht

Das Foto zeigt die Ausbilder und die mit der Schützenschnur ausgezeichneten Reservisten. (Foto: rt)

Neckar-Odenwald-Kreis (rt) Im Rahmen der Jahresabschluss-Ausbildung der Modell-Arbeitsgemeinschaft  der Regionalen Initiativen Katastrophenschutz für den Landesverband Baden-Württemberg übten die Reservisten, die sich verpflichtet haben, sich für Einsätze im Katastrophenschutz aus- und weiterbilden zu lassen, zum Jahresende noch einmal in Theorie und Praxis „Herstellen von Fernmelde-Anlagen im Felde“ und der Arbeitskreis-Landesbeauftragte Oberstleutnant a.D. Karl-Heinz Flach wies die Reservisten in die aktuelle Befehlslage ein. Die Leitung hatte Leutnant Alexander Grimm, die Organisation lag bei Org-Leiter Hauptfeldwebel d.R. Jürgen Hack und beim Feldwebel für Reservisten Hauptfeldwebel Jürgen Böglmüller.

Für die Kreisgruppe Rhein-Neckar-Odenwald eröffnete Oberstleutnant d.R. Gerd Teßmer diese Dienstliche Veranstaltung und dankte dem Logistikbataillon 461 Walldürn für die Bereitstellung von Räumlichkeiten, Gerät und Verpflegung. Gerd Teßmer hob auch die Weitsicht von Kreisehrenvorsitzenden Karl-Heinz Flach hervor, der schon vor 7 Jahren die zukünftige Bedeutung konzeptionell entwickelt und beim Reservistenverband die Aufnahme in den Handlungskatalog durchgesetzt hatte. „Heute, wo sich die Bundeswehr vermehrt aus der Fläche zurückzieht, stellen immer öfter die Reservisten die einzige einsatzbereite Unterstützungstruppe im Katastrophenfall dar“. Dies mache aber nur Sinn, wenn man permanent und in enger Zusammenarbeit mit den ‚Blaulicht-Organisationen’ eigene Ausbildung betreibt, ständig durch dienstliche Veranstaltungen und Verbandsaktivitäten, auch zusammen mit den Katastrophenschutzorganisationen, sein Wissen und Können trainiert und auch bereit ist, sich an mehreren Wochenenden zeitlich einzubringen. Gerd Teßmer dankte außer Karl-Heinz Flach auch den insgesamt fast 50 Reservisten aller Dienstgrade für ihr in den letzten Jahren gezeigtes Engagement.

Oberstleutnant a.D. Karl-Heinz Flach brachte in seinem Ausbildungspart die jetzige Befehls- und Auftragslage und ihre gesetzliche Verankerung in den Vorgaben der Bundeswehr und des Reservistenverbandes näher. In enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Landratsämtern und den Kreisverbindungskommandos entstehe derzeit eine schnell einberufungsfähige Einsatzunterstützung für den Katastrophenfall. Auch die neu angekündigten Aufgaben von Reservisten in der zukünftigen Wehrstruktur sehe, so Karl-Heinz Flach, diesen Auftragsschwerpunkt bei den Reservisten vor. Davon gebe es derzeit nur 8 Modell-Regionen in ganz Deutschland; die Arbeitsgemeinschaft Regionale Initiative für den Katastrophenschutz Baden-Württemberg (RegIniKatSch BW) des Kreisgruppe Rhein-Neckar-Odenwald sei die einzige in Baden-Württemberg und eine von den acht Modellen auf Bundesebene.

Den Fernmelde-Teil übernahmen in Theorie und Praxis Major Jürgen Reeb und Leutnant Alexander Grimm. Dabei galt es die dafür wichtigen Vorschriften des Fernmeldewesens bei der Bundeswehr kennenzulernen und anhand von Fernmeldegerät praktisch zu üben.

Für die Sanitätsausbildung der RegIni zeichnete Oberststabsdarzt d.R. Claus Kuhn verantwortlich.

Am Rande dieser Veranstaltung übernahmen es Oberstleutnant d.R. Gerd Teßmer und Org-Leiter Jürgen Hack noch drei Kameraden die im Laufe der letzten Ausbildungsmonate erworbenen Schützenschnüre der Bundeswehr vor angetretener Truppe entgegenzunehmen. Der Gefreite d.R. Stefan Bonn und der Hauptgefreite d.R. Klaus Lenz sind nun berechtigt, die Schützenschnur in Gold zu tragen, an den Hauptgefreiten d.R. Markus Weber ging die Schützenschnur in Bronze.

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1 Kommentar

  1. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass es eine anerkannte Weiterbildung zu Katastrophenschutz gibt. Ist das hier gemeint? Aber das war nicht von der Bundeswehr.

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