Zahlreiche Beschlüsse beim Parteitag

Sennfeld. (er) Jens Wittmann, Bürgermeister der Gemeinde Fahrenbach, stellte beim Kreisparteitag der CDU Neckar-Odenwald (wir berichteten) den Antrag des Kreisvorstandes, bezüglich Erziehung, Bildung und Betreuung für Kinder vor. Ein besonderes Augenmerk gelte der frühkindlichen Erziehung und Bildung. Die Verantwortung für die Kinder liege allererst bei den Eltern. Durch einen bedarfsorientierten Ausbau von Betreuungseinrichtungen, der sowohl Infrastrukturell als auch inhaltlich erfolgen müsse, können weitgehende Grundlagen geschaffen werden, die es unseren Kindern in der Zukunft ermögliche, sich eine Basis für ihr späteres Leben zu schaffen. In BW wurde diesbezüglich, durch die gute Zusammenarbeit von Land und Kommunen, viel erreicht. Ohne diesen engen Schulterschluss werde es in Zukunft nicht möglich sein, Migration, Betreuung von Kindern bis zu drei Jahren, bei der Spracherziehung und der Übergang vom Kindergarten in die Schule, die Erfolge, die in der Vergangenheit in BW erzielt wurden, weiter auszubauen, so Wittmann. Dem Antrag wurde mit großer Mehrheit zugestimmt.

Beim der Vorstellung des Leitantrages des Kreisvorstandes zur Infrastruktur im Kreis, durch Ariane Spitzer, stellte diese fest, dass der Neckar-Odenwald-Kreis mit Blick auf seine eigene Zukunftsfähigkeit existenziell darauf angewiesen sei, die Mobilität von Menschen, Gütern und Datenströmen sicherzustellen. Der Kreisvorstand fordere die umgehende Realisierung der Ortsumfahrung Adelsheim (B 292) in einem Zug, den weiteren konsequenten mehrspurigen Ausbau der Bundesstraßen im Landkreis, insbesondere B 27 einschließlich Ortsdurchfahrt Mosbach. Dasselbe gelte auch für die Bundesstraßen außerhalb des Kreisgebietes. Beim Schienenverkehr werden weitere Verbesserungen des Bedienungsangebotes auf den Bahnstrecken im N-O-K gefordert, wie Einsatz von Sprinterzügen und durchgängiger Halbstundentakt auf der S-Bahn Rhein-Neckar, Ausbau der Frankenbahn, zügige Realisierung der Stadtbahn Heilbronn-Nord, S-Bahn-ähnlicher Ausbau der Madonnenlandbahn bis ins Rhein-Main-Gebiet, so Spitzer. Weiterhin werde die konsequente Sanierung sämtlicher auf der Bundeswasserstraße „Neckar“ vorhandenen Schleusenkammern und deren Verlängerung auf 140 m, denn nur so bleibe der „Neckar“ als Transportweg international konkurrenzfähig. „Für uns ist es Ansporn und Verpflichtung zugleich, unseren Einsatz für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien und den Klimaschutz mit noch größerem Nachdruck zu verfolgen“, erklärte Spitzer, die außerdem noch den Erhalt und die dauerhafte Stärkung sämtlicher Bundeswehrstandort im N-O-K forderte. Dem Antrag wurde von der Versammlung einstimmig zugestimmt.

Bei dem Antrag des CDU Stadtverbandes Ravenstein, beantragte deren Vorsitzender Gerhard Volk eine ortsnahe Betreuung und Unterkunft für Senioren und dass das ehrenamtliche Engagement an und für unsere Senioren eine größtmögliche Unterstützung durch die Politik erfahre. Dem Antrag stimmten die Mitglieder zu. Der Bürgermeister der Stadt Buchen, Roland Burger, beantragte eine Ergänzung, damit auch ein Zimmer, wenn gewünscht, von zwei Senioren benutzt werden könne. Landtagszweitkandidat Ingo Link sagte als Leiter der Antragskommission, dass der Antrag von Roland Burger noch besprochen werden müsse.

Der stellvertretende Kreisvorsitzende der Jungen Union (JU) des N-O-K, Bernhard Bangert, stellte den Antrag Gesundheitsreform im Ländlichen Raum vor. Die flächendeckende Gesundheitsreform im Ländlichen Raum sei eines der wichtigsten Themen der Zukunft. Ärztemangel, Abwanderung von medizinischem Fachpersonal in die Metropolen oder ins Ausland sowie ein Gesundheitssystem, das finanziell überlastet sei, seien nur einige der zahlreichen Probleme, die auch den N-O-K betreffen. Es müssen zusätzlich Anreize geschaffen werden, damit Ärzte hier bleiben und neue nachkommen. Bangert schlug vor: Informations – und Imagekampagnen zur frühzeitigen Gewinnung von Ärzten, insbesondere von Hausärzten, konditionierte Vergabe von Studienplätzen, Reduzierung von Bafög-Rückzahlungen, Vergabe von besonderen Stipendien, wobei im Gegenzug die Verpflichtung bestehe, sich in einer unterversorgten Gemeinde niederzulassen, Abschaffung des Numerus Clausus für die Zulassung zum Medizinstudium, dafür Einführung eines Eignungstestes und eine angemessene Vergütung. Bangert machte noch weitere Ausführungen über die Verbesserung der Infrastruktur. Die JU bekenne sich ausdrücklich zu den Neckar-Odenwald-Kliniken Buchen, Mosbach und das Kreisaltersheim Hüffenhardt, so Bangert abschließend. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Zum Abschluss dankte Tagungspräsident Dieter Röcker für die zügigen Wortmeldungen und den Organisatoren des Stadtverbandes Adelsheim, Kreisvorsitzender Scheuermann dankte allen, die zum Gelingen des Parteitages beigetragen haben.

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: