Erfreuliche Lage im Haßmersheimer Wald

Haßmersheim: Im Rahmen der November-Sitzung des Haßmersheimer Gemeinderates beschäftigten sich die Bürgervertreter mit der Landtagswahl 2011 und der Forst- und Betriebsplanung des Haßmersheimer Gemeindewaldes.

Der Gemeinderat nahm von der Bildung des Wahlbezirke und der Besetzung der Wahlvorstände für die Landtagswahl Kenntnis. Es werden insgesamt sechs Wahlbezirke gebildet, je einer für die Ortsteile Hochhausen und Neckarmühlbach und für die Briefwahl und 3 für den Ortsteil Haßmersheim, die Abgrenzung soll wie bei der vergangenen Wahl durchgeführt werden.

Zur Vorstellung des Forstbetriebsplanes war neben Revierförster Erwin Winterbauer auch Forstdirektor Dieter Hellmann zur Gemeinderatssitzung gekommen. Erfreuliches konnte er vom laufenden Forstwirtschaftsjahr berichten, denn aufgrund der gestiegenen Holzpreise und des höheren Holzeinschlags wird der Gemeindewald im laufenden Jahr wohl einen Überschuss von rd. 50.000 Euro erzielen. Für das kommende Jahr ist ein Holzeinschlag von 2.500 Festmeter vorgesehen. Die momentan günstige Entwicklung auf dem Holzmarkt (Preissteigerung) gibt Anlass, die Einschlagsmenge auf dieses Niveau zu erhöhen. Dies wird sich voraussichtlich auch mit einem deutliche Plus auf der Einnahmenseite im Forstbetriebsplan niederschlagen.

Da der Haßmersheimer Gemeindewald im Wesentlichen von Laubholz geprägt ist, nimmt es nicht Wunder, dass auch im kommenden Jahr überwiegend Buche und Eiche eingeschlagen wird, Kiefer, Fichte und Tanne stehen daher im Hintergrund. Nach wie vor sei der Holzmarkt sehr labil und die Nachfrage aus China nach deutschem Holz dennoch ungebrochen. Dies führe auch zu den entsprechenden Preiserhöhungen. Auch die erhöhte Nachfrage nach Brennholz sei erkennbar. Bemängelt wurde aus der Mitte des Gemeinderates, dass der Einsatz von Vollerntern zu Schäden bei den Waldwegen und in den Waldflächen führt. Forstdirektor Dieter Hellmann führe dazu aus, dass beschädigte Wege wieder instand gesetzt werden und auf den Einsatz von entsprechenden Holzvollerntern aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr verzichtet werden kann. Sodann erläuterte Revierleiter Erwin Winterbauer in welchen Flächen konkret Maßnahmen vorgesehen seien und wo ein größerer Holzeinschlag vorgenommen wird. Beide Forstleute verwiesen darauf, dass wie in der Vergangenheit auch, in der Zukunft auf die Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft größter Wert gelegt wird, d. h. nur soviel Holz, wie das tatsächlich pro Jahr im Haßmersheimer Gemeindewald nachwächst, wird auch pro Jahr eingeschlagen. Damit kann der Holzbestand im gemeindlichen Wald auf Dauer erhalten bleiben. Gemeinsam hofften die Forstleute mit dem Haßmersheimer Gemeinderat, dass die positive wirtschaftliche Entwicklung des Haßmersheimer Gemeindewaldes sich auch in den kommenden Jahren fortsetzt.

Zum letzten Tagesordnungspunkt hatte der Gemeinderat über die Festlegung des Brennholzpreises für Brennholz lang (Polterholz) zu beschließen. Der Preis wurde auf Vorschlag der Forstbetriebsleitung Schwarzach auf 50 Euro/Festmeter festgesetzt. Dieser Preis sei auch bei den umliegenden Gemeinden im Bereich der Forstbetriebsleitung Schwarzach so festgelegt worden. Ohne Aussprache folgte der Gemeinderat dem Vorschlag der Forstbetriebsleitung.

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