Die Schullandschaft im Wandel

Erhöhte Anforderung bei der Schülerbeförderung – Landratsamt informiert bei Fortbildungsveranstaltungen

Neckar-Odenwald-Kreis. Die Schullandschaft befindet sich im Umbruch. Den Anfang machten das „Turbo-Abi“ (G 8), Werkrealschulen und vermehrt die Gründung von Außenklassen.  Ganztagesschulen und die Inklusion im Sonderschulbereich (gemeinsamer Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern), um nur einige zu nennen, folgten.

Eine Vielzahl von Veränderungen im schulischen Bereich bringen für die Schulträger, die für die Organisation der Schülerbeförderung verantwortlich sind, immer neue Herausforderungen: Viele zusätzliche Fahrten, neue verkehrliche Verflechtungen,  Einzelbeförderungen, Einsatz von zum Teil besonders geschulten Begleitpersonen. Was vor Jahren die Ausnahme war, wird mehr und mehr zur Regel.

Die enorm gestiegenen Anforderungen und Ansprüche schlagen sich bei den Kosten nieder:  Die Schülerbeförderung, für deren Finanzierung der Kreis zuständig ist,  wird immer teurer. So entstand im Neckar-Odenwald-Kreis vom finanziell fast ausgeglichenen Jahr 2000 bis zum Jahr 2009 ein Defizit von rund einer Million Euro. Mit anderen Worten: was 2000 noch durch die Einnahmen wie den Eigenanteil für Fahrkarten und durch Zuschüsse vom Land gedeckt werden konnte, verursacht neun Jahre später ein Defizit von einer Million Euro im Kreishaushalt.
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Die gestiegenen Anforderungen schlagen sich aber nicht nur bei den Finanzen nieder. Zusätzlich setzt die Thematik bei den Schulen und den Schulträgern gut ausgebildetes und sachkundiges Personal voraus. Schon ein versehentlich falsch angekreuztes unscheinbares Kästchen auf einem Formular kann organisatorisch und finanziell für ärgerliche Probleme bei Schülern, Eltern und Schulen bzw. dem Schulträger sorgen.

Um diese Probleme so gering wie möglich zu halten, hat das Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis Fortbildungsveranstaltungen in der Augusta-Bender-Schule in Mosbach und in der Zentralgewerbeschule in Buchen speziell für die Sachbearbeiter der Schulträger und für die Schulsekretariate angeboten. Ingesamt nahmen über 70 Personen teil. Dabei wurden vom neuen Leiter des Fachdienstes ÖPNV im Landratsamt, Elmar Brümmer, Grundsätze und Aufgabenverteilung bei der Schülerbeförderung vorgestellt. Anschließend präsentierten Brigitte Kreis, Isabella Walter und Yvonne Eberle die Schülerbeförderungskostensatzung (SBKS) des Landkreises im Detail. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes standen bei allen Fragen und Problemen Rede und Antwort und gaben den Anwesenden praxisnahe Handlungsempfehlungen. Das kam gut an bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die ihre Aufgaben künftig zweifellos noch besser und auch im Interesse der Schülerinnen und Schüler erledigen können.

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