Meilenstein für Null-Emissions-Region

Hohenlohe-Odenwald-Tauber. In der Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber können jetzt alle 400.000 Einwohner mit Ökostrom aus der Region versorgt werden – alleine in 2010 schon weit über 30.000 Tonnen CO2 zusätzlich eingespart

Bei den drei Landräten der Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber (H-O-T) ist die vorweihnachtliche Stimmung in diesem Jahr besonders gut. Für Helmut M. Jahn (Hohenlohekreis), Dr. Achim Brötel (Neckar-Odenwald-Kreis) und Reinhard Frank (Main-Tauber-Kreis) fand die Bescherung nämlich schon statt. Auf der Aufsichtsratssitzung der Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber Anfang Dezember wurde die neueste Ökostromstatistik für die Region H-O-T präsentiert. Demnach wurde im Jahr 2010 die Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen deutlich ausgebaut. Aktuell wird schon weit mehr Ökostrom produziert, als alle 400.000 Menschen in der Region zusammen verbrauchen.

„Unsere Vision von der Null-Emissions-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber nimmt langsam Gestalt an“, freut sich auch H-O-T Geschäftsführer Sebastian Damm. Zu verdanken sei der Erfolg allen voran den vielen Bürgerinnen und Bürgern in der Region, die in den Ausbau der Erneuerbaren Energie vor Ort investieren. Dazu gehören unter anderem die Arbeitsgruppen in den entstehenden Bioenergiedörfern und die ehrenamtlich tätigen Bioenergie-Botschafter.
Dieser Artikel ist mir was wert: [flattr btn=“compact“ tle=“Meilenstein für Null-Emissions-Region“ url=“//www.nokzeit.de/?p=8089″] Damit nicht genug, hält man in der Bioenergie-Region noch eine weitere Erfolgsmeldung bereit: Der Anfang des Jahres gestartete CO2-Countdown der Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber tickt schneller als gedacht. Alleine in 2010 konnten somit schon weit über 30.000 Tonnen CO2 in der Region zusätzlich eingespart werden. Umgesetzte Projekte sind z.B. die Photovoltaikanlage auf den Dächern der Richard-von-Weizsäcker-Schule in Öhringen (Hohenlohekreis), die Pelletsanlage in der Grundschule Schlossau (Neckar-Odenwald-Kreis) oder die Biogasanlage in Waldmannshofen (Main-Tauber-Kreis). Damit hat man in rund einem Jahr erreicht, was ursprünglich bis Mitte 2012 geplant war. Allein in den ersten Monaten konnte der CO2-Ausstoß in der Region um über 10.000 Tonnen gesenkt werden. „Angesichts dieses Tempos war es nur eine Frage der Zeit bis wir unser Gesamtziel erreichen“ freut sich Damm. Doch Schluss ist damit noch lange nicht: „Wir nehmen nun gemeinsam unser langfristiges Ziel, zusätzlich 100.000 Tonnen des Treibhausgases CO2 in der Region H-O-T einzusparen ins Visier“ sind sich die drei Landräte Helmut M. Jahn, Dr. Achim Brötel und Reinhard Frank einig. Alle neuen Projekte, die mithelfen CO2 einzusparen, werden auf der Internetseite www.bioenergie-hot.de gelistet. Eingetragen werden kann dort jede private und kommunale Investition in Erneuerbare Energien, von neuen Photovoltaik-Flächen bis hin zur neuen Holzheizung.

Das Lob aus Berlin lies auch nicht lange auf sich warten. Ministerin Ilse Aigner zeigte sich beeindruckt von der Bioenergie-Region H-O-T und den innovativen Ideen vor Ort: „Die Arbeit in der Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber ist vorbildlich“. Aigner war schon zweimal in der Region zu Gast und ist begeistert vom dortigen Engagement.

Das erste große Highlight im Jahr 2011 ist der angekündigte Besuch von EU-Energiekommissar Günther Oettinger anlässlich der Inbetriebnahme der Biogasanlage in Schöntal-Bieringen. Oettinger hatte sich während eines Besuches der Bioenergie-Region in Brüssel über aktuelle Projekte in der Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber informiert und spontan einen Besuch angekündigt.

„Wir wollen auch im neuen Jahr den Schwung beibehalten, gemeinsam Projekte umsetzen und unsere Arbeit weiter so erfolgreich fortsetzen“ kündigte Sebastian Damm an.

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Dem gemeinsamen Ziel einer Null-Emissions-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber einen weiteren Schritt näher (v.l.n.r.): H-O-T Geschäftsführer Sebastian Damm, Landrat Reinhard Frank (Main-Tauber-Kreis), Landrat Dr. Achim Brötel (Neckar-Odenwald-Kreis) und Landrat Helmut M. Jahn (Hohenlohekreis). (Foto: Bioenergie-Region H-O-T)

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