Bürger für Bioenergiedorf Großeicholzheim

Bürger gründen Arbeitsgruppen um Nahwärmenetz voranzutreiben

Auch die vierte Infoveranstaltung zum Nahwärmenetz in Großeicholzheim stieß auf großen Interesse. (Foto: Liane Merkle)

Seckach. (lm) Bisher interessieren sich 135 Grundstückseigentümer an einem Anschluss ans geplante Nahwärmenetz in Großeicholzheim. Nach drei erfolgreichen Informationsveranstaltungen stieß auch die vierte auf große Resonanz.

Über 80 Bürgerinnen und Bürger konnte Bürgermeister Thomas Ludwig neben Sebastian Damm als Geschäftsführer der Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber (HOT) und dessen Mitarbeiter Andreas Scheurig, Ortsvorsteher Reinhold Rapp sowie Roland Salopek vom Büro Umwelttechnik Salopek willkommen heißen und anhand eines Lageplans von Großeicholzheim dargestellen, dass bis jetzt im Bereich der Straßen „Am Schlossgarten“, „Weisbäumlein“ und „An der Mauer“ das größte Interesse besteht.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Bereich von der „Bannholzstraße“ bis zum „Grabenweg“. Im Bereich des alten Ortskerns sei das Interesse bisher geringer, was auch auf die Altersstruktur und den nicht unbedeutenden Gebäudeleerstand in diesem Quartier zurückzuführen sei.

Allerdings meinte das Gemeindeoberhaupt, dass trotz der zahlreichen Veranstaltungen noch immer nicht alle Informationen bei allen „Häuslesbesitzern“ angekommen seien.

Andreas Scheurig von H-O-T beleuchtete anschaulich die Frage „Welche Gesellschaftsformen kommen in Frage und welche ist die beste?“ Die Diskussion nach diesem informativen Exkurs zeigte eindeutig, dass die Genossenschaft die sinnvollste Gesellschaftsform für ein „Nahwärmenetz Großeicholzheim“ angesehen wurde.

Dieser Artikel ist mir was wert: [flattr btn=“compact“ tle=“Bürger für Bioenergiedorf Großeicholzheim“ url=“//www.nokzeit.de/?p=8203″] Der danach folgende Filmbeitrag über die Entstehung des von bürgerschaftlichem Engagement getragenen „Bioenergiedorfes Jühnde“ war den Anwesenden mehr als nur Anregung. Denn die Fragen nach der Eigenkapitalbeschaffung, möglichen Investitionskostenbeiträgen, der Platzierung der erforderlichen Holzhackschnitzelheizung usw. sollten auf Vorschlag von Bürgermeister Ludwig wie alle weiteren Modalitäten „von den Bürgern für die Bürger“ unter Hinzuziehung entsprechender Fachleute beraten und festgelegt werden.

Konkret erklärten sich zahlreiche Interessierte spontan bereit, in einer der drei Arbeitsgruppen „Genossenschaft“, „Öffentlichkeitsarbeit“ und „Technik“ mit zu arbeiten. Die erste soll sich demnach mit den Themen Gründung der Genossenschaft, Höhe der Einlagen, Höhe von Anschlussbeiträgen, Steuerangelegenheiten usw. befassen. Die zweite trägt die Idee des Nahwärmenetzes weiter in die Öffentlichkeit, damit alle Bürger von Großeicholzheim mit dem Thema vertraut werden und erfahren, wo sie weitere Informationen erhalten können. Und die dritte hat die Aufgabe, technische Fragen wie z.B. die Leitungstrassen, die Dimensionierung der Wärmeleitung, die Standortsuche für die Hackschnitzelheizung und alle weiteren technischen Details aufzuarbeiten.

Weitere Interessenten sind zur Mitarbeit eingeladen und können sich jeder Zeit im Rathaus Seckach bei Roland Bangert (Tel. 06292/9201-15 oder bangert@seckach.de) melden, wo auch noch Fragebögen erhältlich sind.

Infos im Internet:
www.seckach.de
www.bioenergie-hot.de

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