Strouhbischel-Theater – Hauptsache, schön!

(Foto: Liane Merkle)

Schloßau. (lm) Der eine hält die „Gesichtsarchitektur“ für eine der höchsten Künste überhaupt, der andere denkt beim Anblick der extremen Oberweiten sehr praktisch, dass man mit dem Silikon ein ganzes Bad ausfugen könnte. Aber trotz aller Meinungsverschiedenheiten sind sich die beiden einig, das die „Vibrations“ von Räumlichkeiten hinter den zwischenmenschlichen zurückstehen müssen.

Etwas überdreht und unüberhörbar als dreiaktiger Lacherfolg von Georg Ludy zeigte der jüngste Streich des Schloßemer „Strouhbischel-Theaters“ in „Hauptsache, schön!“ überzeugend unwiderstehlich mal wieder fast „das richtige Leben“.

Als eingespieltes Team – im wahrsten Sinn des Wortes – brillierte jeder einzelne dieser engagierte Laienspiel-Truppe in der jeweiligen Charakterdarstellung.

Dieser Artikel ist mir was wert: [flattr btn=“compact“ tle=“Strouhbischel-Theater – Hauptsache, schön!“ url=“//www.nokzeit.de/?p=8208″] Zur Geschichte: In der Schönheitsklinik „Kinzerthöhe“ stehen dringende Renovierungen an. Ein guter Grund für den Klinikinhaber und renommierten Schönheitschirurgen sich auf einen Ärzte-Kongress zu verabschieden und sein Pflegepersonal in Urlaub zu schicken. Nur die resolute Waltraud (Sabrina Miltner) und ihre hilfsbereite und romantische Kollegin Gundi (Hella Kizmann), die beiden Putzfrauen, versehen pflichtbewusst ihren Dienst bis … Ja bis der esoterisch angehauchte Malermeister Klaus, alias Martin Stuhl, und sein ebenso „knoddriger“ wie treuer Geselle Harry, charakterisiert durch Bernd Grünwald, die Klinikräume betreten. Jahre nach ihrem dramatisch verlaufenen Schulabschlussball sehen sich Klaus und Waltraud unverhofft wieder und wollen sich gegenseitig imponieren, indem sie sich vortäuschen, Schönheitsärzte zu sein. Als dann wider Erwarten Barbie und Heinz, zwei Problempatienten, auftauchen, ist das perfekte Chaos vorprogrammiert. Denn Barbie, alias Karin Schneider, hat es faustdick hinter den Ohren und will mit unbedingt das Casting zu  „Deutschland sucht Superbarbie“ gewinnen und der unglückliche schwäbische Sportwagenverkäufer Heinz, in Person von Klaus Scholl, versucht alles, um sein Problem mit den Tränensäcken in den Griff zu bekommen.

Es menschelt heftigst, wobei die eifrige neue Lernschwester Tina (Sandra Mechler), der plötzlich auftauchende Möchte-Gern-Dr. Fleischhauer (Michael Balles) und der begeisterte Aloe-Vera-Vertreter Honigtau (Markus Geiger) die Situation mit ihrem Eifer noch verschärfen.

Es dauert drei Akte, unzählige Lachsalven und das steigende Bedürfnis des begeisterten Publikums, helfend einschreiten zu dürfen, bis sämtliche Unklarheiten aus der Welt geschafft werden konnten und alle Liebenden sich gefunden haben. Dabei waren Markus Breitinger und Lorena Stuhl in der Souffleusen-Kabine für diese „Fast-Profis“ nur noch Auffangnetz für den nicht eingetretenen Notfall.

Und wieder einmal hatte die Laientruppe des „Schlossemer Strouhbischel“-Theaters zwei ausverkaufte Vorstellungen und einen weiter vergrößerten Fanklub zu verzeichnen.

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