Närrische Reischebocher Turmwächter

Vampire übernahmen die Macht im Sportheim

Reisenbach. Hatte sich dieses Jahr auch der Ortsvorsteher und seine Ortschaftsräte nicht im Rathaus, sondern in der alten Schule gegen den Aufmarsch der Reischbocher Turmwächter verschanzt, so konnten sie trotzdem auf keine Gnade hoffen. Pünktlich zum Start der fünften Jahreszeit am schmutzigen Donnerstag fiel die Turmwächter-Schar in Ihr Ausweichquartier ein. Als Anführer der Schar trat dieses Jahr Steffen Banschbach vor Ortsvorsteher Günter Baunach und forderte den Rathausschlüssel heraus. Da er versprach: ‚Tust du dich net lang ziere, dann tut dir a fast nix passiere’ war die Obrigkeit Ihrer Unversehrtheit soweit gesichert, dass Günter Baunach gerne den Schlüssel und somit die Macht in Reisenbach an die Turmwächter abgab. Mit einem dreifachen ‚Reischeboch, gud druff’ ging es dann weiter in den Jugendraum, um die neu erhaltene Macht gebührend zu feiern.

Dieser Artikel ist mir was wert: [flattr btn=“compact“ tle=“Närrische Reischebocher Turmwächter“ url=“//www.nokzeit.de/?p=9982″] Am Freitag luden dieses Jahr Vampire die Besucher in ein sehr aufwendig und toll geschmücktes Sportheim ein. Neben dem Turmwächerrat kamen auch viele Gäste getreu dem diesjährigen Motto als Vampire verkleidet, und so konnte Sitzungspräsident Steffen Banschbach eine goße Schar dunkler Gestalten mit spitzen Zähnen aus Nah und Fern zum bereits 18. Faschingsobend in Reischeboch begrüßen.

Schwungvoll begann dann der Abend mit dem Tanz der Power Gang aus Donbach. Gleich danach konnten 2 Blues Brother (Elmar Schäfer und David Brenneis) zeigen, dass man(n) zum Pianospielen nicht immer auch zwingend seine Hände benötigt. Mit einem rockig-fetzigem Schautanz kam dann eine Tanzgruppe aus Heddebör auf die Bühne. Als Tänzerin auch gleich mit dabei, wurde die Gruppe von Corinna Schwing trainiert und geleitet. Unter der Leitung von Rebecca Zergaw stürmte dann mit der Funky Dance Group eine Schulklasse die Bühne, die auch gleich in bester HipHop Manie zeigten, wie es heutzutage in der Schule so abgeht.

Nun kam Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger auf die Bühne. Er richtete sein Gruß an die Turmwächter und alle erschienen Gäste, sowie ganz besonders an zwei junge Damen, die ihm noch kurzfristig Tipps zum diesjährigen Motto und dem dazugehörigem Outfit gegeben hatten.

Die Mudauer Prinzengarde, mit ihrem temperamentvollen Gardetanz und gelungener Choreographie, waren wieder eine Augenweide.

Nun kam mit Martin Stuhl ein, nach seinem Denken nach, ein ganz normaler Kerl auf die Bühne, der sich und das Publikum ein um das andere Mal fragte, ob den das verhalten der Leute und auch das seiner Frau den wirklich noch normal sei. Vortrefflich nahm er so manche menschliche Eigenheit aufs Korn.

Als absoluter Höhepunkt des Abends kam dann das Mudauer Tanzmariechen Cara Bianco auf die Bühne. Mit einem sensationellen Auftritt versetzte die junge Dame den ganzen Saal in helle Begeisterung.

Als diesjähriges „Närrisches Weibsbild“ wurde Isabel Banschbach für Ihre Arbeit und Leistungen für die Reischebocher Faschnacht geehrt.

Hellauf begeistert war dann auch Helma, die mit Ihrer Freundin Paula zum ersten Mal in einem Stadion bei einem Fußballspiel war. Zwar ohne jede Ahnung von diesem Sport konnte sie dem Spiel dank der ständigen Hilfe und Erklärungen Ihrer Freundin viel gutes, vor allem viele gutaussehenden Männer in kurzen Hosen, abgewinnen. In einmaliger Art und Weise, brillierten Sandra Walter und Corinna Schwing als zwei Fußballfan´s und strapazieten die Lachmuskeln der anwesenden aufs Äuserste.

Nicht zur Ruhe kam das Publikum dann auch beim Auftritt der Mudauer Schautanzgruppe, die mit Ihrem Zigeunertanz den Saal zum Kochen brachte. Unter der Leitung vom Jasmin Mechler war der Schautanzgruppe auch dieses Jahr wieder eine tolle Darbietung geglückt, die Ihren Höhepunkt mit der Zugabe in Form eines Stepptanz hatte.

Sein Leid als Patient beim Arzt klagt dann ein gern gesehener Gast aus Scherne. Werner Walter legte offen, was bei so einem Arztbesuch im Wartezimmer und auch bei der Untersuchung so alles passieren kann. Mit Ihrem Tanz Sister Act wurde es mit der Schernema Tanzgruppe auch gleich wieder schwungvoll auf der Bühne.

Kurz vor Ende wurde es noch einmal so richtig laut, als die neue Reischebocher Feuerwehrkappelle sich ihren Weg auf die Bühne bahnten. Bevor sie jedoch mit Ihre Musikprobe anfingen, glossierten sie kurz, was im letzten Jahr so alles im Ort passiert sei. Kapellmeister Steffen Banschbach hatte dann Mühe, seine Truppe mit Lena, Elmar und Rainer Schäfer, Eric und Jeffrey Pierone, Alfred Mechler, Manfred Link, David Müller, Stefan Schüßler und Isabel Banschbach wieder zum Proben zu motivieren.

Neu in diesem Jahr ist es auch, dass mit „Es war einmal“ frei nach den Gebrüdern Grimm das Motto für die nächste Kampagne bereits fest steht. Steffen Banschbach bedankte sich bei allen Mitwirkenden, bei allen Helfern und allen die zum gelingen dieses tollen Abends beigetragen hatten, bevor er die Bühne für den letzten Auftritt freigab.

Den fetzigen Schlusspunkt mit einem sehr gelungenem Auftritt setzten die Reisenbacher Tequilla Girls mit ihrem Tanz ‚Die Reise um die Welt’.

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: