Exkursion auf der „Wald-Wild-Wanderbahn“

von Liane Merkle

Mudau/Langenelz. Wie eng das Leben in Mudau und Umgebung noch immer mit dem Wald verknüpft ist, zeigte eine Wanderung des Heimat- und Verkehrsvereins unter Führung von Hans Slama und Georg Ott. Und die beiden Geopark-vor-Ort-Begleiter wussten der ebenso elitären wie interessierten Wandergruppe so einiges zum Thema „Wald-Wild-Wanderbahn“ zu berichten.

Auch wenn sich der Laubwald beschattete Odenwald im Laufe der Jahre veränderte habe, ebenso wie seine Tierwelt, so sind doch auch heute noch rd. 2/3 der Gemeindefläche mit Wald bedeckt.

Natürlich kam Hans Slama um das Thema Wanderbahn und Bähnle mit Bahnhof in Langenelz nicht herum. Auch informierte er, dass der Name „Elz“ abgeleitet wurde vom „Erlen bestandenen Bach“, wie das heute noch der Fall sei. Langenelz wurde – wie alle Ortsteile der Gemeinde Mudau – ab ca. 700 n.Ch. vom Kloster Amorbach aus besiedelt und sei bis heute als Weilerdorf erhalten geblieben und seine Bürgerzahl von 260 bleibe seit Jahrzehnten relativ konstant.

Früher wie heute liege das Dorf an der wichtigen Süd-Nord-Verbindung Bad Wimpfen-Bürgstadt. Und als weiteren Glückspunkt empfand der Ortsvorsteher auch, dass Langenelz mit sehr vielen FFH-Flächen gesegnet ist. FFH sei die Abkürzung für Flora, Fauna, Habitat und garantiere weitgehend den beständigen Schutz derselben.

Die dreieinhalbstündige Wanderung brachte den Teilnehmern unglaubliche Erkenntnisse über Flora und Fauna unseres badischen Odenwaldes und über deren Wandel.
Besonders eindrucksvoll dokumentierte Georg Ott die ehemalige und die heutige Tierwelt anhand eines ungewöhnlichen Dioramas mitten im Langenelzer Wald, das aufgrund der heftigen Regenschauer an einem Holzstapel untergebracht werden musste. Es beinhaltete unter anderem neben Auerhahn, Rebhuhn und Hirsch, die es heute aufgrund der Entwicklung um Mudau herum nicht mehr gibt, Wiesel, Wildsau, Stein- und Baummarder, Dachs, Sperber, Mäusebussard und Reh.

Und mit den Geschichten um diese Tierwelt, Vor- und Nachteile, Legenden und Sagen beeindruckten Georg Ott und Hans Slama gleichermaßen.

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