Eislage am Neckar spitzt sich zu

Sechs Arbeitsboote des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg brechen zwischen Mannheim und Heilbronn Eis auf dem Neckar

Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamt beim „Eiseinsatz“ an der Schleuse. (Foto: WSA)

Neckartal. (pm) Von Gestern auf Heute sind die Eisdicken im Bereich der Stauanlagen am unteren Neckar von 2 auf 4 cm angewachsen. Die Wassertemperatur beträgt 0 Grad Celsius. Die Schifffahrt konnte den Hafen Heilbronn mit leichten Behinderungen erreichen.

Die Maßnahmen zum Eisaufbruch laufen zwischen Mannheim und Heilbronn auf Hochtouren. Seit heute Morgen sind Arbeitsschiffe des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg ununterbrochen im Einsatz. Ziel der Bemühungen ist es, die Neckarschifffahrt so lang wie möglich Aufrecht zu erhalten. „Wir haben heute den ganzen Tag mit sechs Wasserfahrzeugen Eis gebrochen“ berichtet Dipl.-Ing. Jochen Bode, Leiter des „Krisenstabes Eis“ beim Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg. „Es macht uns zu schaffen, dass durch die niedrigen Wassertemperaturen immer mehr Eis entsteht, so dass die Erfolge bei der Eisbekämpfung hinter den Erwartungen liegen“.


Für morgen wird weitere Verstärkung zum Eisbrechen am Neckar erwartet: Das Aufsichtsboot „Plittersdorf“ vom Wasser- und Schifffahrtsamt Freiburg und das Aufsichtsboot „Worms“ vom Wasser- und Schifffahrtsamt Mannheim. Neben dem Eisbrechen sind die Beschäftigten des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg dabei Anlagen vom Eis zu befreien, um die Funktionsweise sicherzustellen.

„Prognosen, wie lange die Schifffahrt noch auf dem unteren Neckar noch frei fahren kann, sind schwer zu treffen“, so der Amtsleiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg, Jörg Huber. „Schwachstellen sind die hydraulischen Schleusenantriebe, die bei niedrigen Temperaturen immer wieder ausfallen, so dass aus Gründen der Anlagentechnik der Schiffsbetrieb eingestellt werden muss. Entscheidend wird deshalb die weitere Entwicklung des Wetters sein. Wir hoffen auf wärmere Temperaturen“.

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Eisbrecher „Ritter Johann“ im Einsatz. (Foto: WSA)

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