Wittelsbacher-Dynastie vereint Südwestdeutschland

Große 3-Länder-Ausstellung in Vorbereitung

Screenshot Wittelsbacher 2013

Die Internetseite zur Ausstellung informiert bereits. (Screenshot: Hofherr)

Mannheim/ Speyer/ Erbach. (pm) Zum zweiten Mal nach 2010 richten die Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen gemeinsam eine große landesgeschichtliche Ausstellung aus. Nach der Staufer-Schau, die vor zwei Jahren 237.000 Besucher nach Mannheim zog, widmen sich die Länder 2013 der nächsten bedeutenden Herrscherfamilie. Die Ausstellung zur Dynastie der Wittelsbacher steht partei- und länderübergreifend unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidenten Kurt Beck, Volker Bouffier und Winfried Kretschmann.

 

Unter dem Titel „Die Wittelsbacher am Rhein. Die Kurpfalz und Europa“ sollen in Mannheim 600 Jahre Kulturgeschichte am Beispiel hochrangiger originaler Kunstwerke und Zeitzeugnisse präsentiert werden. Von 1214 bis 1803 regierten die Wittelsbacher als Kurfürsten und Könige die sogenannte Pfalzgrafschaft bei Rhein, die als wichtigstes der weltlichen Kurfürstentümer im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gilt.

Anlass für das länderübergreifende Kulturprojekt, an dem neben den Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen auch die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz und die Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen beteiligt sind, ist die Übergabe der Pfalzgrafschaft an den bayerischen Herzog Ludwig I., den Kelheimer, die sich zum 800. Mal jährt.




Hauptausstellungsorte sind das Museum Zeughaus, das den mittelalterlichen Abschnitt von 1214 bis 1503 zeigen wird, und das Barockschloss Mannheim, das sich dem neuzeitlichen Teil von 1504 bis 1803 widmet. Das Kurpfälzische Museum Heidelberg bringt eine eigene Ausstellung zu den Grablegen der Wittelsbacher ins Projekt ein. Das Historische Museum der Pfalz in Speyer und die Villa Ludwigshöhe in Edenkoben beteiligen sich mit Ausstellungen zur bayerischen Königszeit (1816 bis 1918). Schloss Erbach im Odenwald stellt die Schenken von Erbach vor, die eines der höchsten Ämter am Hofe der Wittelsbacher innehatten. 

„Die Zusammenarbeit der drei Bundesländer, die mit der Staufer-Schau begonnen wurde und nun mit den ‚Wittelsbachern‘ fortgesetzt wird, ist einmalig im bundesdeutschen Kulturleben“, sagt Projektleiter Dr. Alexander Schubert. „Den Verantwortlichen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen ist bewusst, dass kulturelles Erbe nicht an modernen Ländergrenzen halt macht und dass man deutsche und europäische Geschichte nur glaubhaft erzählen kann, wenn man historische Kulturräume in ihrer Gesamtheit vorstellt.

Rund um die Ausstellung feiern 41 süddeutsche Städte und Orte gemeinsam das „Wittelsbacherjahr 2013“. Von Bensheim-Auerbach in Hessen über Mosbach und Schwetzingen in Baden-Württemberg bis Wachenheim und Zweibrücken in Rheinland-Pfalz beteiligen sich die authentischen Orte, an denen die Wittelsbacher Geschichte geschrieben haben, mit Begleitausstellungen, Vorträgen, Konzerten, Festen, historischen Darbietungen und Sonderführungen am Festjahr und stellen ihre Sehenswürdigkeiten vor.

Bereits jetzt informiert ein umfangreicher Internetauftritt über das 2013 bevorstehende Kulturereignis. Neben Informationen zu den Ausstellungsteilen sind dort auch ein Gewinnspiel, ein Expertentest, Porträts der wichtigsten Kurfürsten sowie Anekdoten aus der kurpfälzischen Geschichte zu finden.

Infos im Internet:

www.wittelsbacher2013.de

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