Extrembiker feiert Sieg im Ruhrpott

Duisburg/Billigheim. Am vergangenen Wochenende startete der Extrembiker Michael Kochendörfer im Herz des Ruhrpotts beim 24-Stunden-Rennen im Landschaftspark Nord, rundum ein stillgelegtes Hüttenwerk in Duisburg.

Das Rennen, das es schon seit mehreren Jahren gibt, gehört mit 2000 Teilnehmer zu einem der größten 24-Stunden-Rennen weltweit. Nachdem das Rennen in den letzten Jahren nicht in den Rennkalender des Billigheimers passte, ließ sich ein Start in einmaliger Szenerie in diesem Jahr wieder realisieren.

Im Landschaftspark Nord verbinden sich auf einer rund 180 Hektar großen Fläche Industriekultur, Natur und ein faszinierendes Lichtspektakel zu einer weltweit nahezu einmaligen Parklandschaft. Hier hatten die Veranstalter einen  8,5 km langen Rundkurs mit 85 Höhenmetern konzipiert, der überwiegend über Schotter- und Waldwege führte. Die Temperaturen waren anfangs sehr hoch, wodurch der Kurs sehr staubig wurde. 

Vom Start weg fuhren die Ausdauerbiker ein hohes Tempo. Ein belgischer Konkurrent drückte während der Mittagshitze mächtig aufs Tempo. Mit der Erfahrung vieler Extremrennen beschloss Michael Kochendörfer, sich nicht hinreißen zu lassen, um nicht von Beginn an in den sogenannten „roten Bereich“ zu fahren. Stattdessen fuhr der Odenwälder mit einem weiteren Fahrer sein eigenes Tempo und wurde dadurch schnell alleiniger Verfolger des Belgiers. Dieser fuhr im ersten Renndrittel ein wahnsinnig schnelles Tempo, musste danach der Hitze aber Tribut zollen, sodass Kochendörfer allmählich Boden gut machte.




Bei Einbruch der Dunkelheit griff der Biker des VfR Waldkatzenbach wieder zur bewährten Taktik und stieg ohne Zeitverlust aufs Wechselrad. So hatte das Betreuerteam um Ehefrau und Tochter genügend Zeit, um neue Lampen zu montieren, die Kette zu ölen, den Reifendruck zu kontrollieren.

Ein kurzer Schauer, der nun über dem illuminierten Landschaftspark niederging, dämmte den Staub ein und kam den Fahrern daher sehr zugute. Der führende Biker hatte wohl überzogen, denn kurz nach Einbruch der Dunkelheit hatte Michael Kochendörfer den Konkurrenten eingeholt. Beim Akkuwechsel verlor der Billigheimer dank seiner Helfer erneut keine Zeit und so ging es mit guten Beinen weiter in die Nacht.

Als es allmählich hell wurde, meldeten die Beobachter an der Strecke die Aufgabe des Belgiers. Somit hatte Kochendörfer drei Runden Vorsprung auf seinen hartnäckigsten Verfolger. Aber noch lagen sieben Rennstunden vor den Athleten.

Winterhauchbiker blieb weiterhin konzentriert, fuhr seine Runden und achtete dabei auf ausreichend Zufuhr von Kalorien und Getränke. Mit gleichmäßigem Tempo baute er seinen Vorsprung aus.

So fuhr Extrembiker Michael Kochendörfer im einem hervorragend organisierten Rennen einen ungefährdeten Sieg nach Hause. In 24 Stunden absolvierte er 68 Runden und damit insgesamt 578 km.

Dank auch an meine Frau und meine Tochter für die hervorragende Betreuung. Nun gilt es zu regenerieren und mich mit voller Konzentration auf  die WM Ende August vor zu bereiten.

Kochendoerfer Duisburg 

Einmalige Atmosphäre im ehemaligen Hüttenwerk in Duisburg-Meiderich. (Foto: Sportograf)


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