Schloßau ist „herzsicherer“ Ort

von Liane Merkle

Uebergabe AED

Unser Bild zeigt von links: Herbert Münkel, Markus Friedrich, Norbert Ziegeler. (Foto: von Liane Merkle)

Schloßau. Norbert Ziegeler, wohnhaft in Jar (Norwegen), ist weltweit unterwegs in Sachen „Rückführung erkrankter Menschen“ und als gebürtiger Schloßauer hat er eine ganz besondere Beziehung zu seinem Heimatort, das er aus diesem Grund mit der Übergabe eines AED-Defibrillators zu einem möglichst „herzsicheren Ort“ im Neckar-Odenwald-Kreis machen will.

Aus seinem reichen Erfahrungsschatz berichtete er folgendes: „Der unerwartete Herz-Kreislaufstillstand betrifft pro Jahr in Deutschland ca. 150.000 Menschen. Trotz eines gut ausgebauten Rettungsdienstes ist die Überlebungschance ohne schwere Spätschäden gering, dies gilt insbesondere in Randgebieten, wo die Anfahrtszeiten des Rettungsdienstes 10 Minuten oder mehr tangieren. Denn es gilt tatsächlich,  jede Minute gegen den plötzlichen Herztod sinnvoll zu nutzen.“ International würden daher vehement, auch bei einem schnell verfügbaren Rettungsdienst, für den Laien extrem leicht bedienbare Geräte, die sog. AEDs., z.B. In Flughäfen, Sportstätten, Einkaufszentren, Fußgängerzonen zur Disposition gestellt.




„Wir brauchen nicht erst nach Canada, Kopenhagen, Spitzbergen/Norwegen oder Japan zu gehen, um eine vorbildliche Daseinsvorhaltung von AED-Geräten zu finden.“ Weinheim habe bereits 50 solcher „Defis“ unter der Federführung  der örtlichen Feuerwehr flächendeckend zusätzlich zum Rettungsdienst für die Laienhilfe strategisch im Stadtgebiet installiert.

Und mit der Übergabe an Ortsvorsteher Herbert Münkel als Abteilungsleiter Tennis und Markus Friedrich als 1. Vorsitzenden des FC Schloßau könne auch hier schnelle Hilfe im Notfall gewährleistet sein. Denn leider zeige die Statistik insbesondere bei uns, dass bei Sportveranstaltungen auch junge Akteure ohne jeglichen sichtbaren Grund plötzlich einen Herzstillstand erleiden können. Norbert Ziegeler könnte sich vorstellen, dass das Gerät auf einer ansprechenden Holzplatte mit Slogan und klarer Handlungsanweisung installiert wird. „Das wäre auch ein sehr gutes Aushängeschild“.

Dabei hielte er es außerdem für wünschenswert, wenn die Ortsteile auf lange Sicht ebenfalls ausgestattet werden könnten. „Ich mache jedenfalls  mit meiner Spende beim Fußballverein Blau-Weiß und seine Tennisabteilung einen Anfang und vielleicht kommt so ein Stein ins Rollen.“

Markus Friedrich und Herbert Münkel zeigten sich überwältigt dankbar ob dieser Spende und sehr bereit, die Geräteeinweisung durch die Lieferfirma zu terminieren und die jährlichen „Refresherkurse“ zu nutzen. Sicher werde der Stammplatz des Gerätes beim FC sein, dennoch könnte man sich vorstellen, dass er bei allen öffentlichen Veranstaltungen in Schloßau/Waldauerbach verfügbar ist.


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