Delegation aus Uganda zu Gast in Seckach

Seckach hatte Besuch aus Uganda

Unser Bild zeigt von links: Pfarrer Philip Balikuddembe, Mary Nassuuna, Bürgermeister Thomas Ludwig, Pfarrer Ponsiano Kisembo und Koordinator Karl-Heinz Dörsam. (Foto: pm)

Seckach. (pm) „Seckach verbindet“ lautet der bekannte Slogan im Logo der Gemeinde Seckach und man denkt hierbei vor allem an die Partnerstädte Reichenbach/ OL und Gazzada Schianno (Italien) sowie an die EUROKOMMUNALE. Doch tatsächlich reichen die partnerschaftlichen Beziehungen Seckachs weit über den europäischen Kontinent hinaus, denn die Katholische Kirchengemeinde „St. Sebastian“ pflegt schon seit dem Jahre 1991 eine Partnerschaft mit der Gemeinde Bukuumi in Uganda.

Knapp 6.000 km Luftlinie trennen Deutschland von diesem ostafrikanischen Binnenstaat – eine Entfernung, die von den Vertretern beider Partner in den letzten Jahrzehnten bereits unzählige Male überwunden wurde. Koordinator Karl-Heinz Dörsam aus Bödigheim war hierbei aber nicht nur von Anfang an die treibende Kraft, sondern er hat es zwischenzeitlich auch geschafft, diese Partnerschaft auf deutscher Seite zu einer Herzenssache der gesamten Seelsorgeeinheit „Adelsheim-Osterburken-Seckach“ und weit darüber hinaus werden zu lassen.

Während Dörsam und sein Helferteam zumeist in den Wintermonaten nach Uganda reisen, um dort Hilfsprojekte zu initiieren und die Kirchengemeinde zu unterstützen, finden die Besuche der ugandischen Freunde in Deutschland regelmäßig im Sommer statt, wobei die ugandischen Priester dann auch gerne Urlaubsvertretungen übernehmen.

In diesem Jahr besteht die Delegation aus Pfarrer Philip Balikuddembe, der bereits zum 6. Mal in der Seelsorgeeinheit „Adelsheim-Osterburken-Seckach“ weilt, Pfarrer Ponsiano Kisembo und dessen Schwester Mary Nassuuna, welche die ehrenamtliche (!) Leiterin des Kindergartens von Bukuumi ist.




Auf Anregung von Karl-Heinz Dörsam empfing nun Bürgermeister Thomas Ludwig die weit gereisten Gäste dieser Tage im Seckacher Rathaus. Die Begegnung diente dem gegenseitigen Kennenlernen und tatsächlich trat man sofort in einen regen Gedankenaustausch ein. Das Gemeindeoberhaupt interessierte sich vor allem für die derzeit in Bukuumi laufenden Projekte und erfuhr hierbei, dass die Sanierung des Kindergartens und der Ausbau des Internats (jeweils rd. 70 Plätze) gut vorankommen. Im Internat befinden sich zwischenzeitlich ausschließlich Waisenkinder.

Der Hintergrund besteht darin, dass es in Uganda nicht zuletzt wegen der Aids-Problematik eine sehr hohe Zahl an Vollwaisen gibt, deren große soziale Not natürlich zu allererst nach Linderung ruft. Wichtig war für den Bürgermeister auch die Bestätigung der ugandischen Delegation, dass die in Deutschland eingesammelten Spendengelder ihren Verwendungszweck in Bukuumi vollumfänglich erreichen.

Die öffentliche Infrastruktur im 50. Jahr der Unabhängigkeit Ugandas, die klimatischen Bedingungen sowie die Entwicklung des vielseitigen kirchlichen Gemeindelebens in Bukuumi waren weitere Besprechungspunkte, während sich die ugandischen Gäste vor allem nach dem deutschen Bildungs- und Erziehungssystems erkundigten. Der zukünftige Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem vollendeten ersten Lebensjahr war hier ebenso von Interesse wie die mit Krippen und Kindergärten verbundenen Kosten sowie der Aufbau des deutschen Schulsystems.

Schließlich übergab Bürgermeister Ludwig namens der politischen Gemeinde eine Spende für das Waisenhaus-Projekt und dankte hiermit auch dem „Organisationsteam Partnerschaft Bukuumi“ mit Koordinator Karl-Heinz Dörsam an der Spitze für seine engagierte und erfolgreiche Arbeit in der Entwicklungshilfe. Als besonders wertvoll erachtete er aber, dass im Rahmen dieser Partnerschaft schon sehr viele persönliche Freundschaften geschlossen wurden, denn diese machen letzten Endes den Mehrwert für die Gemeinden und ihre Menschen aus und halten die Beziehungen lebendig.

Pfarrer Philip Balikuddembe dankte seinerseits Bürgermeister Ludwig für den freundlichen Empfang und überreichte einige Erinnerungsgaben, u.a. einen Sonnenhut sowie eine Gedenktafel für die 22 heiligen Märtyrer Ugandas, welche sich im Jahre 1886 trotz Todesandrohung öffentlich zu ihrem katholischen Glauben bekannten und dafür gequält und verbrannt wurden.


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