Durch den Balkan in die Mongolei

Les Violons Barbares

(Foto: Agentur)

Mosbach. (pm) Wer behauptet, in der Musik sei schon alles erfunden, hat Les Violons Barbares noch nicht gehört! Am 01. September bietet sich ab 20 Uhr im Rahmen des Mosbacher Sommers im Hospitalhof die Gelegenheit, neues musikalisches Terrain zu erkunden. Die Stimme des Mongolen Epi Enkh Jargal, die die tiefsten Untertöne bis zum höchsten Sopran und Obertongesang umfasst, und sein Pferdekopfgeigenspiel auf der mongolischen Morin Khoor treffen auf die virtuos gespielte 14-saitige bulgarische Gadulka und Stimme des Dimitar Gougov und die Perkussionswelten des Fabien Guyot.

Das Trio schafft in seinem Zusammenspiel eine höchst emotionale, harmonische, kraftvolle und virtuose Begegnung der Kulturen: Ein musikalischer Mix mit Jazzimprovisationen, Rockenergie (z. B. ist Jimmy Hendrix‘ „Purple Haze“ im Repertoire) und bis dahin noch nie gehörten Tönen. Groovig, tanzbar und vor allem teuflisch gut! Wer „die Barbaren“ schon live erlebt hat, ist hingerissen von der ungeheuren Dynamik ihrer Musik. Auch wenn die Klänge zunächst eher fremd anmuten, gehen sie sofort in Hände und Beine, im Kopf entfalten sich Bilder von fremden Landschaften und man meint, wilde Pferde über die Steppe galoppieren zu sehen: Ein Konzert der Violons Barbares ist ein musikalischer Parforceritt, der in ferne, wilde Länder entführt und alle stilistischen Grenzen überwindet!




Les Violons Barbares kommen aus ganz unterschiedlichen Ecken der Welt:

Enkh Jargal Dandarvaanchig (Epi), Morin Khoor (Pferdekopfgeige) und Gesang, wurde in Ulan Bator (Mongolei) geboren. Er wuchs als Nomade mit seiner Familie und einer Pferdeherde in der Taiga auf. Epi studierte am Ulan Bator Konservatorium für Musik Gesang und war Meisterschüler bei Professor Jamjan für die Morin Khoor. 1989 siedelte er nach Deutschland über. Seither ist er in vielen Weltmusikprojekten in ganz Europa auf der Bühne zu erleben.

Dimitar Gougov, Gadulka und Gesang, ist in Bulgarien geboren und war seit früher Kindheit umgeben von der traditionellen Musik seines Landes. Er studierte die Gadulka beim Großmeister Atanas Vultchev und war Mitglied des Philip Koutev Ensembles. Im Jahre 2000 siedelte er nach Straßburg über, wo er später das Trio Violons Barbares gründete. Gougov komponiert und arrangiert auch Literatur für Frauenchöre und ist gefragter Workshopleiter für Balkanmusik.

Der Dritte im Bunde ist der Franzose Fabien Guyot, verantwortlich für Perkussion und Gesang. Er studierte zunächst klassische Musik in Nizza, bevor er sich dem Studium der zeitgenössischen Perkussion in Straßburg zuwendete. Seine Leidenschaft gilt allen Rhythmen dieser Welt, die er auf allen möglichen und unmöglichen Instrumenten umsetzt.

Sollte sich das Wetter für die musikalische Weltreise nicht Open air-tauglich präsentieren, wird die Veranstaltung in die Alte Mälzerei verlegt. Karten gibt es im Vorverkauf für 15 Euro (ermäßigter Preis 10 Euro) bei der Tourist Information am Marktplatz in Mosbach (Tel. 06261 91 88 0), bei allen Geschäftsstellen der Rhein-Neckar-Zeitung, unter www.reservix.de oder bei der Sparkasse Neckartal-Odenwald. Tipp: Beim Kauf von mindestens fünf Karten im Vorverkauf für Veranstaltungen des Mosbacher Sommers gibt es bei der Tourist Information Mosbach 10 Prozent Rabatt.

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