Tag des offenen Denkmals widmet sich Holz

Gewitterstimmung

Bäume und der Naturstoff „Holz“ stehen am Tag des Denkmals im Mittelpunkt. Auch diese Gewitterstimmung wird von den Bäume verstärkt. (Foto: pm) 

Mosbach. Beim diesjährigen Tag des offenen Denkmals am Sonntag, den 9. September 2012, das unter dem Thema: „Holz“ steht, laden in Mosbach neben der Stifts- und der St. Juliana Kirche, dem Tempelhaus sowie der Gutleutanlage, die jedes Jahr daran teilnehmen, auch weitere historische Gebäude und Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel die Villa Hübner, die Basilica Artis in Lohrbach u.v.m., Interessierte zu einem Besuch ein.

Die Basilica Artis in Lohrbach wurde 1585 im Auftrag von Kurfürstin Amalia erbaut und bis 1969 von Katholiken als Schlosskirche genutzt. Von privater Hand wurde sie aufwändig saniert, restauriert und im Sommer 2003 der Öffentlichkeit vorgestellt. Heute wird sie für Ausstellungen, Veranstaltungen und Festivitäten genutzt und am Tag des offenen Denkmals in der Zeit von 10 – 16 Uhr von Dr. Stremmel persönlich vorgestellt.

Die evangelische Stiftskirche und die katholische St. Juliana, zwei Kirchen, zwei Konfessionen, eigentlich getrennt, jedoch baulich miteinander verbunden, laden an diesem Tag von 10 – 19 Uhr zum Besuch ein.

Im evangelischen Teil wird um 11:15 Uhr Dr. Koepke viel Wissenswertes über die Aspekte der Denkmalpflege im 19. Jahrhundert, die damit verbundenen baulichen Veränderungen sowie ein Überblick zur Bauentstehung berichten.

Von 12:30 – 13:00 Uhr führt dann Monsignore Bader alle Interessierten durch das spätgotische Bauwerk des katholischen Teils, in dem unter anderem das Grabdenkmal, ein Bronzerelief, der 1444 verstorbenen Pfalzgräfin Johanna aufgestellt ist und ein aufwendig hölzerner Hochaltar sowie Kanzel aus der Barockzeit mit rötlich-weißer Marmorierung den Kirchenraum schmücken.

500 Villa Huebner

(Foto: pm)

Die Villa Hübner ist ein typisches Beispiel für die Wohnsituation wohlhabender Unternehmer im 19. Jahrhundert. Die Brauereifamilie Hübner, 1878 nach Mosbach gekommen, etablierte sich in der „Gründerzeit“ schnell als einflussreiche Familie in der Stadt. Von 1900 bis 1902 ließ der Bierbrauer und Firmengründer Heinrich Hübner sein Wohngebäude in exponierter Lage im Stil des Historismus mit Blick auf die Stadt errichten. Mit dem Verkauf der Brauerei im Jahre 1980 verlor die Villa ihre Funktion. Heute befindet sich in diesem prachtvollen Bau die Kanzlei des Steuerberaters Jürgen Schabinger, der von 9 – 12 Uhr die Tür für Besucher öffnet.

Das Tempelhaus im Stadtteil Neckarelz, das mit barocken Heiligenfiguren, gotischen Maßfenstern, mittelalterlichen Schlitzfenstern und Schießscharten aufwartet, war wahrscheinlich eine staufische Tiefburg. Das Gebäude, für das keltische sowie römische Ursprünge vermutet werden, war von 1300 bis 1350 im Besitz des Johanniterordens. Das Tempelhaus öffnet seine Türen von 13 – 17 Uhr und bietet zu jeder vollen Stunde eine Führung durch Horst Uhl und Richard Zöller an.

Warum werden Bäume in einer Stadt auch „Die grüne Lunge“ genannt? Und warum sind Bäume so wichtig für Mensch, Tier und Pflanze? Diese und viele andere Fragen können bei einer Führung durch die Innenstadt an Christian Thumfart gestellt werden. Die Führung beginnt um 13 Uhr vor der Tourist Information.




Die Gutleutanlage, bestehend aus dem Gutleuthaus, dem Elendshaus und der Gutleutkapelle, zählt zu den besterhaltenen ihrer Art in Baden-Württemberg. Während der Außenbau recht schlicht gehalten ist, finden sich an den Wänden des Kirchenschiffes und an der Decke des Chores der Kapelle wertvolle Wandmalereien. Eine Besichtigung und Führung der Gutleutanlage sowie des angrenzenden jüdischen Friedhofs werden um 16 Uhr von der Gästeführerin Magdalena Putze angeboten. Männliche Besucher sollten bitte an eine Kopfbedeckung denken, wenn es zum jüdischen Friedhof geht. Die Dauer beträgt insgesamt ca. 1 – 1,5 Stunden.

Der Klostergarten im Lohrtalweg ist eigentlich nicht historisch. Er entstand anlässlich der Landesgartenschau im Jahr 1997. Neben seiner Hauptfunktion als „nachwachsende Apotheke“ – mehr als 200 Heilkräuter sind hier versammelt – wurden auch Blumen angepflanzt, deren Symbolik und Schmuckfunktion ebenso bedeutend für das klösterliche Leben waren wie die Heilkraft der Kräuter. Die einstündige Führung, die die Apothekerin Frau Dr. Schunk übernimmt, beginnt um 14:30 Uhr direkt im Klostergarten.

Mosbach ist eine Fachwerkstadt, die viele Epochen des Fachwerkbaus anzubieten hat. Bei dieser Führung geht man auf Entdeckungsreise durch die historische Altstadt und erfährt vom diplomierten Fachwerkführer, Wilfried Boch, sehr viel Interessantes und Wissenswertes über Muster, Formen, Farben und Stil des Mosbacher Fachwerks. Ein Besuch im Alten Hospital aus dem 15. Jahrhundert ist ebenso im Programm. Die Führung beginnt im Innenhof des Stadtmuseums um 17 Uhr.


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