Kirchenkonzert verbindet Dörfer und Menschen

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(Foto: Liane Merkle)

Großeicholzheim/Rittersbach/Seckach. (lm) Es war als Kirchenkonzert der Singkreise Großeicholzheim und Seckach angekündigt. Aber es war so viel mehr, was die Akteure da unter musikalischer Leitung von Klaus Bayer ihrem begeisterten Publikum in der evangelischen Kirche in Großeicholzheim und einen Tag später in der katholischen Kirche Seckach boten.

„Wir danken Ihnen für ein Projekt, das verbindet – Ortsübergreifend, Generationsübergreifend und Konfessionsübergreifend“, brachte es Pfarrer Ingolf Stromberger am Ende von kurzweiligen eineinhalb Stunden auf den Punkt. Mit wechselnden Solisten brachten die Sängerinnen und Sänger unter Orgelbegleitung von Lukas und Markus Bender und zusammen mit der Gemeinde so bekannte Weihnachtslieder wie „O komm, o komm, du Morgenstern“ oder „O Bethlehem, du kleine Stadt“ auflockernd ins Programm. Kredenzte aber traditionelle Stücke wie „Wer warst du, Herr, vor dieser Nacht“.

Ein Stück von Jochen Klepper, das Ingolf Stomberger zu einigen Impressionen und Fragen angeregt hatte. Nicht die üblichen Weihnachtsfragen „Hab ich schon alle Geschenke zusammen? Und bekomme ich selbst das, was ich mir so sehr gewünscht habe? Ist der Christbaum dieses Jahr auch schön gerade? Und was sollen wir an Heiligabend essen?“ Er stellt die Frage des Liedes: „Hat sich an Weihnachten, in der Nacht, als Jesus in Bethlehem zur Welt kam, eigentlich etwas verändert? Ist da etwas passiert, was von Bedeutung ist – von Bedeutung bis heute?“ Und diese Frage wurde in den vier nachfolgenden Liedstrophen ausführlich und hoffnungsvoll beantwortet. „Gott ward als Vater mir gesinnt. Noch weiß ich nicht: Was werd’ ich sein? Ich spüre nur den hellen Schein! Den hast du mir in dieser heil’gen Nacht an deiner Krippe, Herr, entfacht!“




Doch neben diesem ernst besinnlichen Part, ging es auch überaus fröhlich zu, mit modernem Liedgut wie „He is the light oft he world“ oder dem „Celtic Carol“. Mit allergrößter Begeisterung wurden die Einsätze der Kinder zusammen mit den Singkreisen aufgenommen, denn die Kiddies waren überaus konzentriert und mit ganzem Stimm- und Körpereinsatz bei der Sache. So professionell und stimmlich nahezu perfekt die „Großen“ auch waren, der Einsatz der „Kleinen“ war nicht zu übertreffen. Ruth und Klaus Bayer hatten zusammen mit den Singkreismitglieder in den fünf intensiven Probewochen schon jede Menge Spaß mit dem Nachwuchs gehabt, aber beim Konzert und den Kindermusical-Auszügen gaben die Minis wirklich alles.

So war es kein Wunder, dass ab sofort „Das wünsch ich mir“ („Weihnachtszeit online“) keiner mehr vergisst und es zweifelt spätestens jetzt auch keiner mehr an den Tatsachen „Gott schenkt sich selbst“ (aus dem gleichen Musical)  und „Jesus Christ ist geboren“ („Die vier Kerzen“).

Eröffnet worden war der Abend mit dem Orgelvorspiel „Macht hoch die Tür“, und diese blieb auch nach dem Konzert geöffnet, als Pfarrer Stromberger die Anwesenden zu Glühpunsch, Leckereien und guten Gesprächen vor die Kirche einlud. 

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