Integrationsfirmen verdienen mehr Aufmerksamkeit

Georg Nelius MdL und Landesbehindertenbeauftragter Gerd Weimer sichern Fa. ISO, Mosbach, Unterstützung zu

Geschäftsführerin Barbara Klein erläutert Landesbehindertenbeauftragten Rainer Weimer und Georg Nelius MdL die besonderen Herausforderungen, die ein individuell eingerichteter Arbeitsplatz mit sich bringen kann.

Mosbach. Einladung von SPD-Landtagsabgeordneten Georg Nelius besuchte Landesbehindertenbeauftragter Gerd Weimer die Firma Industrie-Service Odenwald (ISO gGmbH) in Mosbach-Neckarelz. Im Dialog mit Geschäftsführerin Barbara Klein und Betriebsleiter Peter Hogen teilen sie die Auffassung, dass die Integrationsfirmen in Deutschland erfolgreiche Wirtschaftsunternehmen und zugleich Musterbeispiele für inklusive Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt seien.

ISO gGmbH, Mosbach, ist eine Integrations- und Zuverdienstfirma, die sich zur Aufgabe gemacht hat, psychisch kranke und schwervermittelbare langzeitarbeitslose Menschen in den Arbeitsalltag zu integrieren. Sie schafft Arbeitsplätze, die sich durch die Flexibilität der Arbeitszeit und durch eine besondere, wenig belastende Arbeitsatmosphäre auszeichnen. Im Integrationsbereich bietet sie sozialversicherte Voll- und Teilzeitarbeitsplätze für Langzeitarbeitslose. Im Zuverdienstbereich mit geringfügiger Beschäftigung ermöglicht sie stundenweise therapeutische Beschäftigungen für psychisch Kranke, die wieder in den Arbeitsalltag einsteigen möchten.



Geschäftsführerin Klein spricht sich dafür aus, die Zahl der Arbeitsplätze in Integrationsfirmen zu erhöhen, um die Inklusion von Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben schneller, direkter und in ausreichendem Maße voranzubringen. Besonders wichtig sei ihr darüber hinaus, die Ausgleichsabgabe angemessen zu erhöhen, die Eingliederungshilfe zu reformieren, ein Sonderprogramm des Bundes zur Schaffung neuer Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen aufzulegen und das Budget für Arbeit, als personenbezogenes Förderinstrument besser umzusetzen.

Gerd Weimer betonte, dass die Belange von Menschen mit Behinderung noch stärker in den Focus der gesamten Sozial- und Arbeitsmarktpolitik rücken und zu einem Handlungsschwerpunkt aller politischen Akteure werden sollten. Er sicherte zu, die angesprochenen Vorschläge prüfen zu lassen, um dann erneut mit Frau Klein und ihrem Team ins Gespräch zu kommen.

Georg Nelius MdL ergänzte, dass er auch weiterhin ein Augenmerk auf die Entwicklung der Firma ISO haben werde und dass eine Förderung von Arbeitsplätzen in Integrationsfirmen oder anderen sozial und inklusiv ausgerichteten Unternehmen auch die Stärkung der wirtschaftlichen Potentiale des Ländlichen Raumes mit sich bringen könnte.

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